Großer Festumzug beim Bezirksmusikfest

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Helmut Barth (v.l.), Bezirksvorsitzender (Bezirk 1) des Blasmusikverbands Sigmaringen, Udo Rapp vom Vorstand der Stadtkapelle G
Helmut Barth (v.l.), Bezirksvorsitzender (Bezirk 1) des Blasmusikverbands Sigmaringen, Udo Rapp vom Vorstand der Stadtkapelle Gammertingen und Dirigent Hilger Huntgeburth beim Dirigieren des Gesamtchors. (Foto: Gabriele Loges)
Gabriele Loges

16 Gruppen und mehr als 500 Musiker haben am Sonntag, 22. Juli, beim Bezirksmusikfest, bei dem gleichzeitig 170 Jahre Stadtkapelle Gammertingen gefeiert wurde, gemeinsam gespielt. Vorstand Udo Rapp von der Stadtkapelle begrüßte die einlaufenden Gruppen und die Gäste auf dem Platz hinter dem Rathaus: „Heute Morgen waren wir noch bei Regen in der Kirche, und jetzt haben wir schönes Wetter.“

Für den Blasmusikverband Sigmaringen hieß der Bezirksvorsitzende Helmut Barth die Anwesenden willkommen und wünschte für die Zukunft alles Gute. Er forderte die Gäste auf, die Gammertinger Stadtkapelle gut zu behandeln, was diese umgehend mit Beifall versprachen. Zunächst kamen die Hohenzollern-Kürassiere Sigmaringen, die den Zug der Musikanten vom Trégueux-Platz bis zum Festzelt anführten.

Die Pferde blieben trotz der Menschenmenge gelassen. Hinter ihnen marschierte in schwarz-gelben Kostümen der Fanfarenclub Gammertingen und die beiden Gammertinger Kindergärten, die mit ihren kleinen Trommeln ihre Freude an der Musik zeigten. Die Kleinen setzten sich neben den Tribünenwagen und machten Platz für die Musikvereine aus Harthausen/Scher, Hausen am Andelsbach, Scheer, Inneringen, Oberschmeien, Veringenstadt, Sigmaringendorf, Laiz, Hettingen, Kettenacker und Feldhausen/Harthausen, die alle einzeln spielend auf den Platz hinter dem Rathaus einbogen.

Besser als die Nationalspieler

Als dann alle eng beieinander standen, konnte der Höhepunkt des Tages mit einem Gesamtchor zelebriert werden: Mehr als 500 Musikanten wurden vom Dirigenten der Gammertinger Stadtkapelle Hilger Huntgeburth und Helmut Barth abwechselnd gemeinsam dirigiert. Sie spielten den Marsch „Furchtlos und treu“, die Polka „Wir Musikanten“, die „Freundschaftsklänge“ und zum Schluss die deutsche Nationalhymne.

Und Rapp forderte die Anwesenden auf mitzusingen: „Wir können es besser als die Nationalspieler.“ Allerdings hätten die Stimmen gegen das klingende Blech keine Chance gehabt. Am Schluss hoben alle Musiker ihre Blechinstrumente zum Musikantengruß, der von einem Trommelwirbel begleitet wurde, hoch.

Alles lief bei dieser gewaltigen Choreographie wie am Schnürchen. Für den reibungslosen Ablauf und Aufmarsch am Platz hinter dem Rathaus sorgte Karl Anton Aigner. Beim Weitermarsch kamen die Musikvereine und Gruppen noch auf der von der Feuerwehr zur Verfügung gestellten Ehrentribüne vorbei. Thomas Zeiler moderierte den Zug. Thomas Hummel vom Musikverein Feldhausen/Harthausen stellte als letzter Verein die 45 Musiker den Ehrengästen vor und verneigte sich mit allen Musikanten vor den Gastgebern. Im Festzelt hieß noch einmal Udo Rapp alle Besucher willkommen. Er forderte einen Sonderapplaus für die „Täfeleskinder“, die mit ihren Schildern dafür gesorgt hatten, dass jeder wusste, wer hier in adretten Uniformen marschierend aufspielte. Danach wurden die Vereine beim Fahneneinmarsch noch einmal extra vorgestellt. Die Stadtkapelle bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Bei Essen und Trinken ließen es sich Gäste und Aktive gut gehen. Dazu gab es zünftige Musik. Für die Kinder gab es vor dem Zelt Spiel und Spaß, wie Trampolin, Hüpfburg oder Süßigkeiten.

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