Groß und Klein kommt in Weihnachtsstimmung

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 Der Weihnachtsmarkt lockt Klein und Groß nach Gammertingen.
Der Weihnachtsmarkt lockt Klein und Groß nach Gammertingen. (Foto: Gabriele Loges)

Der Weihnachtsmarkt ist erneut von den Gammertingern und den Besuchern aus der Umgebung gut angenommen worden. 18 Stände auf dem Rathausplatz, das Café „Fair und mehr“ auf dem Trégueuxplatz und Kunsthandwerk im historischen Schlosssaal des Rathauses sorgten für Weihnachtsstimmung. Die Weihnachtsbaumallee mit 24 liebevoll geschmückten Bäumen verschiedener Einrichtungen und Vereine steht seit dem Umzug auf den neuen Rathausplatz ein wenig im Abseits, erinnert jedoch die Autofahrer an die Adventszeit. Der Grundschulchor der Laucherttalschule eröffnete das Programm. Die beiden städtischen Kindergärten bildeten im Anschluss einen Chor auf der Treppe der evangelischen Kirche. Ihre roten Weihnachtsmützen leuchteten im Dunkeln. Vor allem die Eltern und Großeltern lauschten andächtig und sangen teilweise mit: „Lasst uns froh und munter sein, bald ist Nikolaus Abend da.“

An der Lauchert, und nicht am Meer, konnten die Marktbesucher frische Austern genießen. Wie jedes Jahr bot die Partnerstadt Trégueux Austern, Crêpes und Mistelzweige an. Christine Métois, Bürgermeisterin der französichen Partnerstadt, war mit ihrem Mann ebenfalls gekommen und ging mit Bürgermeister Holger Jerg und Familie über den Platz. 600 Austern, die am Mittwochabend in Paimpol in der Bretagne vom Meer ans Land gebracht worden waren, kosteten ein Euro das Stück.

Austern von der Bretagne

Ein Paar aus Gammertingen freute sich. Sie orderte und der Mann genoss wie jedes Jahr zweimal sechs Austern: „Wo sonst kann man so wunderbare Austern auf dem Weihnachtsmarkt essen?“ Ein kleines Glas Muscadet gab es auf Wunsch dazu. Auch die elfjährige Leni probierte die Austern. Sie hatte sich vorgenommen, jeden Tag eine zu essen. Als Nachtisch wählte sie am Sonntag in Schokolade getunkte Ananas. Andere entschieden sich für selbstgemachte Crêpes aus Trégueux. Auch die Mistelzweige kamen gut an. Eine Besucherin suchte sich einen bei Priska Pfister aus und erklärte: „Ich habe das Gefühl, dass so ein Zweig wirklich Glück bringt, letztes Jahr waren schon alle weg und da lief vieles bei mir nicht so gut.“ Die Stadtkapelle Gammertingen, die Musikvereine Kettenacker und Feldhausen-Harthausen sorgten für die weihnachtliche Untermalung.

Aus Hettingen kam am Sonntag eine Gruppe von acht Leuten zu Fuß: „Das hat bei uns Tradition.“ An den Essensständen lief das Geschäft bestens. Überall duftete es nach Raclette, Schupfnudeln oder Glühwein. Bei der Frauengemeinschaft wurden alle Weihnachtskränze und Gestecke verkauft. Selbstgestrickte Socken und laut einer Besucherin „den besten Kuchen“ gab es am Sonntag im Fidelishaus. Im Rathaus selbst konnte Kunsthandwerk bestaunt und gekauft werden. Schmuck, selbstgemachte Babyrasseln, Hausschuhe und Schalen aus Filz oder Weihnachtsdekoration für jeden Geschmack. Im Café „Fair & mehr“ gab es frische Falafeln und Ursula Copony bastelte mit den Jüngsten. Manches lag gefühlt ein wenig abseits, weil die Zwischenräume nicht belegt waren.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt. Einige Marktbesucher wünschten sich, dass die Standgebühren nicht so hoch wären, denn dann kämen noch mehr kleine private Anbieter oder Schulklassen und somit Familien mit Kindern und Jugendlichen. „Dann wäre noch viel mehr los, und auf einem Markt darf es gerne richtig eng sein“, so eine Besucherin.

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