Der erste Entwurf für die neue Kultur- und Stadthalle in Gammertingen steht – doch die Feinplanung ist noch in Arbeit.
Der erste Entwurf für die neue Kultur- und Stadthalle in Gammertingen steht – doch die Feinplanung ist noch in Arbeit. (Foto: Steimle Architekten)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Während in den nächsten Wochen die Narren das Geschehen in der Region bestimmen, stehen im Frühjahr die Kommunalwahlen im Mittelpunkt. Darüber hinaus arbeiten die Kommunen in diesem Jahr ganz eigene, bedeutende Aufgaben ab. Gammertingens Bürgermeister Holger Jerg und sein Neufraer Amtskollege Reinhard Traub fassen zusammen, welche Themen für sie in den nächsten Monaten im Vordergrund stehen.

Kommunalpolitisch befassen sich Holger Jerg, die Stadtverwaltung und der Gemeinderat in diesem Jahr weiterhin mit einem Millionenprojekt: der geplanten Stadt- und Kulturhalle, die auf dem Schey-Areal an der Sigmaringer Straße entstehen soll. Spätestens im März soll eine erste Kostenschätzung vorliegen. Bereits begonnen hat hingegen die 4,5 Millionen Euro teure Sanierung des Gymnasiums. Außerdem stehen für dieses Jahr die Sanierung der Grundschule im Ortsteil Feldhausen, der Umzug des Jugendbüros, die Erweiterung des Familienzentrums St. Martin und Investitionen in die Infrastruktur für schnelle Internetanschlüsse auf der Agenda.

Selbstverständlich geht es in der Stadt aber nicht nur um politische Entscheidungen und Bauvorhaben. So denkt die Verwaltung beispielsweise über eine Kooperation mit dem Projekt „Blühender Naturpark“ nach. Ziel wäre die Umgestaltung städtischer Grünflächen, um die Vielfalt an Pflanzen und Lebewesen zu erhöhen. Kräftig gefeiert wird von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Juni. Dann steigt das Cityfest, das Gammertinger Vereine und Institutionen alle zwei Jahre ausrichten. Jazz vor dem Schloss ist am Samstag, 27. Juli, zu hören, und das Open-Air-Kino ist traditionell für August geplant.

Vortragsreihe zur Stadtgeschichte

Diejenigen, die sich für die Gammertinger Stadtgeschichte interessieren, sollen ebenfalls auf ihre Kosten kommen. „Wir planen eine kleine Vortragsreihe mit Archäologe Sören Frommer und Historiker Casimir Bumiller“, sagt Holger Jerg. Ab April wird im Alten Oberamt außerdem die Ausstellung „Alltag auf der Alb – Fotografien von Botho Walldorf“ zu sehen sein. Für Ende Mai und Anfang Juni ist der Gegenbesuch in der französischen Partnerstadt Trégueux vorgesehen. Anlass ist das bereits im vergangenen Jahr gefeierte 30-jährige Bestehen der Partnerschaft.

Neuer Wasserhochbehälter

Für die Gemeinde Neufra stechen laut Bürgermeister Reinhard Traub bislang zwei Projekte aus dem Tagesgeschäft hinaus: die bereits gestartete Erneuerung des Wasserhochbehälters im Ortsteil Freundeweiler sowie die geplante Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in der Gemeinde selbst.

An der Erneuerung des Hochbehälters, der vor knapp 70 Jahren gebaut wurde, führte mittlerweile kein Weg mehr vorbei. „Zum einen entspricht er nicht mehr den heutigen Vorschriften, zum anderen haben wir mit Korrosion im Beton zu kämpfen“, sagt Reinhard Traub. Deshalb sei der bisherige Hochbehälter durch einen neuen mit Edelstahltanks ersetzt worden. „Jetzt müssen noch einige technische Arbeiten erledigt werden – etwa das Verlegen und Anschließen von Rohren und das Installieren von Elektrotechnik und Steuerung“, sagt Traub. Möglich seien diese Arbeiten aber erst bei milderer Witterung. Insgesamt muss die Gemeinde Kosten in Höhe von 600 000 Euro stemmen, damit der Hochbehälter in Zukunft die knapp 100 Haushalte in Freudenweiler mit Wasser versorgen kann.

Zukunftsmusik ist hingegen noch die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses. „Das Gebäude muss dringend saniert werden“, sagt Reinhard Traub. Abgesehen vom undichten Flachdach müssten etwa die Elektro-Installation, die sanitären Anlagen und die Heizung erneuert werden. „Im vergangenen Jahr ist die Entscheidung gegen einen Neubau und für die Sanierung gefallen“, sagt Traub. „Jetzt müssen wir die Planung konkretisieren.“ Vermutlich laufe es auf eine Sanierung in mehreren Bauabschnitten in den kommenden Jahren hinaus.

Darüber hinaus beteiligt sich die Gemeinde an der Erneuerung des Bahnsteigs. Die SWEG Schienenwege GmbH hatte bereits Geld für einen barrierefreien Umbau und ein digitales Fahrgastinformationssystems in die Hand genommen. Die Gemeinde will unter anderem eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder schaffen und eine Ladestation für E-Bikes installieren.

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