Fischmobil macht in Gammertingen Halt

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Gammertinger Schüler machen Bekanntschaft mit Tieren, die im und am Wasser leben.
Gammertinger Schüler machen Bekanntschaft mit Tieren, die im und am Wasser leben. (Foto: Sabine Rösch)
Schwäbische Zeitung
Sabine Rösch

Einen Vormittag lang haben sich die Grundschüler der dritten Klasse mit ihrem Klassenlehrer Samuel Deschler mit Lebewesen im und am Wasser beschäftigt. Ruben van Treeck tourt mit seinem Fischmobil vom Landesfischereiverband durch das Land und besucht hauptsächlich Schulklassen.

„Die Umweltbildung und die Sensibilisierung für Umwelt und Natur funktioniert bei Kindern am Besten“, sagt der junge Ruben van Treeck von dem Umweltschutzverein. Deshalb tourt er mit seinem Fischmobil, wie das bunte Auto mit den für die Gewässerlebewesenerkundung ausgestattete Innenbereich genannt wird, durch das Land. Den ganzen Vormittag untersuchte die Schulklasse den Lebensraum Wasser an der Gammertinger Freizeitanlage. Mit Gummistiefel, Kescher, Petrischale und Löffel ausgestattet fischten die Kinder in der Lauchert. Unter dem Mikroskop galt es, die Lebewesen zu bestimmen und zuzuordnen. Die vielen Kaulquappen, die im Kescher landeten, brachten die Kinder sehr schnell wieder zurück in die Lauchert. Zwar stand ein Wasserbehälter auf den Labortischen neben dem Mikroskop bereit, jedoch sei das Wasser schnell zu warm für die Kaulquappen, erläutert van Treeck.

Mit einem Quiz konnten die Schüler testen, was sie alles gelernt hatten. „Warum heißt die Eintagsfliege eigentlich Eintagsfliege?“ wollte der Ökologe von den Schülern wissen. Die naheliegende Antwort kam promspt: „Weil Sie nur einen Tag lebt.“ Dies sei falsch, eine Eintagsfliege lebe schon ein paar Tage, wenn sie dann nach drei bis vier Jahren endlich aus ihrer Larve geschlüpft sei. Mit ganz vielen „Aha“- und „Achso“-Erkenntnissen endete der lehrreiche Vormittag mit dem Fischmobil.

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