Fanfarenclub Gammertingen blickt zurück

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Band beim Auftritt
Schlagzeuger Göggel und Ehemalige des Fanfarenclubs lassen noch einmal von sich hören. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Den Höhepunkt seines Jubiläumsjahrs hat der Fanfarenclub mit einem Festakt und einer Ausstellung im Museum Altes Oberamt gefeiert. Vor genau 50 Jahren, am 3. Oktober 1969, wurde der Fanfarenclub in das Vereinsregister eingetragen. Die aktiven Fanfarenclub-Mitglieder und die Ehemaligen spielten vor dem historischen Gebäude auf. Auf der Treppe gab es Gratulationsreden, die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Klaus-Dieter Ahlburg und Worte des Dankes. Anschließend wurden alle in das Alte Oberamt zum Empfang und zum Besuch der Ausstellung gebeten. Es herrschte Festfreude und Stolz bei diesem kleinen Festakt.

Das große Zeltfest fand bereits im September statt. Doch an diesem Morgen des Nationalfeiertags galt es, die Vereinsgründung im eigentlichen Sinne zu feiern. Vorsitzender Wolfgang Waldert grüßte die Gründungsmitglieder, die Ehrenmitglieder und die Gäste. Er dankte allen, die in diesem Jubiläumsjahr zum Gelingen der Feste mitgeholfen haben. Die Aktiven des Fanfarenclubs spielten drei Stücke mit viel Elan. Danach spielten die Ehemaligen mit sehr viel Schwung weitere mitreißende Stücke. Die Schlagzeuger Herbert Göggel und Karl Göggel wechselten sich am Schlagzeug ab. Es gab begeisterten Applaus.

Bürgermeister Holger Jerg gratulierte dem Fanfarenclub. In den 50 Jahren ist viel geschehen: „Sie sind ein aktiver, junggebliebener und sich erneuernder Verein geblieben“, rief er den Mitgliedern des Fanfarenclubs zu. Er dankte vor allem denen, die schon bei der Gründung aktiv waren und mit so vielen Auftritten an der Fasnet und an mittelalterlichen Festen das Leben der Stadt bereichert haben.

Menschen werden aktiv

Er nahm Bezug auf die Ereignisse, die vor 30 Jahren zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands geführt haben. „Diese Wiedervereinigung ging nicht von den Politikern und von der Obrigkeit aus, sondern vom Volk, von Menschen, die gemeinsam aktiv geworden sind“, erinnerte Bürgermeister Jerg. Er zog die Parallelen zur Gründung des Fanfaren Clubs: „Auch hier sind Menschen von sich aus aktiv geworden und haben für andere etwas geboten“, lobte er. Vielfach erwarteten Bürger, dass ihnen etwas geboten werde: „Ihr seid aktiv und macht was.“ Er lobte auch die Ausstellung, die nun noch am Sonntag, 6. Oktober, zu sehen ist: „Toll, was ihr alles über 50 Jahre Vereinsleben zusammengetragen habt.“ Auch dankte er dem Arbeitskreis Museum und seinem Vorsitzenden Elmar Heinemann dafür, dass die Jubiläumsausstellung hier noch einmal gezeigt werden kann. Die Ausstellung zu 50 Jahre Fanfarenclub war bereits beim Fest-Wochenende im September in der Schule gezeigt worden.

Der Präsident des Landesverbands der Spielmanns- und Fanfarenzüge Baden-Württemberg, Klaus Günthner, sprach im Namen des Landesverbands ein kurzes Grußwort, gratulierte und überreichte ein Geschenk. Dorothee Roscha, Schriftführerin des Fanfarenclubs und Organisatorin des Festaktes, lobte die Beteiligten und dankte allen für das gute Miteinander. Sie dankte auch Botho Waldorf, der die Chronik erstellt hat. Sie erinnerte an die Anfänge des Fanfarenclubs mit Auftritten an der Hausfasnet. 40 Mitglieder, Fahnenträger und Kanoniere kamen damals zusammen. Mit der Unterstützung von Vielen konnten Instrumente und Uniformen angeschafft werden. Derzeit habe der Fanfarenclub 23 aktive Musiker und einen Fahnenträger. Sie lud alle zum Empfang in das Alte Amtshaus ein. Dort gab es viel zu sehen: Uniformen, einen Film, Geschenke, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengekommen sind, und einiges an Dokumenten. Der Rundgang lohnt sich.

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