Elfriede Keller stirbt im Alter von 95 Jahren

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 Elfriede Keller ist im Alter von 95 Jahren gestorben.
Elfriede Keller ist im Alter von 95 Jahren gestorben. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Elfriede Keller, bekannt geworden unter anderem durch die Mitbegründung der Gammertinger Ortsgruppe im Deutschen Roten Kreuz (DRK), ist tot. Sie starb am Freitag vergangener Woche im Alter von 95 Jahren.

Elfriede Keller geborene Kluh wurde in Düsseldorf geboren. 1937 wurde sie als „schulentlassenes landjahrpflichtiges Großstadt-Mädel“ ins „Lager“ in der Hohenzollernstraße 11 nach Gammertingen beordert – ins alte Oberamt. Dieser halbjährige Aufenthalt sollte prägend und für ihren weiteren Lebensweg schicksalhaft sein. Bei landwirtschaftlichen Arbeiten, die damals noch fast ausschließlich von Hand ausgeführt wurden, lernte sie ihren Mann, den späteren Glasermeister Franz-Anton Keller (1921 bis 1989) kennen. Den Zeitumständen entsprechend heirateten die beiden 1944 evangelisch und 1947 katholisch. Aus dieser Ehe gingen vier Töchter hervor, von denen eine bereits verstorben ist.

1952 wurde das Wohnhaus mit Glaserwerkstatt in der Schrotgasse 2 fertig, wo Elfriede Keller zufrieden den größten Teil ihres langen Lebens verbrachte. Sie gehörte zu der zupackenden Generation, die sich in die Gemeinschaft einbrachte. So war sie Gründungsmitglied der 1961 von Friseurmeister Josef Kraus (1926 bis 1995) gegründeten Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes. Ehrenamtlich begleitete Elfriede Keller jahrzehntelang zahlreiche Krankentransporte – bis sie ihr Engagement aus Altersgründen schließlich einstellen musste. Gerne erzählte Elfriede Keller, auf welche Weise sie als „Landjahr–Mädel“ nach Gammertingen kam – und warum sie dort blieb. Ein zeitgenössisches Fotoalbum, von dem sich eine Kopie im Kreisarchiv in Sigmaringen befindet, erinnert an diesen Zeitabschnitt.

Beerdigt wird Elfriede Keller am Donnerstag, 6. Dezember. Der Gottesdienst beginnt um 13 Uhr in der Gammertinger Stadtpfarrkirche St. Leodegar.

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