Sabine Rösch

So viele Gäste waren noch nie in Bronnen im Bürgerhaus, um auf dem Beneboda zu tanzen und mitzusingen. Auf der Bühne standen gleich zwei Bands: The Miller Cousins und die Workaholics aus Gammertingen. Die Nähe zu den Bands, die unplugged – also ohne Verstärker – spielten, verliehen der Veranstaltung einen ganz besonderen Charme.

Die Vereinigung Kultur im Bürgerhaus Bronnen bringt inzwischen jährlich fünf bis sechs kulturelle Veranstaltungen in Bronnen zustande. Dazu gehört „Rock auf´m Beneboda“, bei dem die Gäste unters Gebälk des Kulturhauses gebeten werden, um auf dem Dachboden dann eine besondere Rock-Session zu erleben. Thomas Rullmann als Mitorganisator freute sich ganz besonders, dass neben der altbewährten Gammertinger Band Workaholics um Gernot Stehle und Klaus-Dieter Göggel, dieses Mal das Quartett The Miller Cousins ihr Debüt in Bronnen gab. Die vier Cousins Henry Göggel, Mario Castelli, David Schneller und Marvin Schneller hatte sich spontan entschlossen, sich für eben diesen Abend zusammen zu tun. Ihre Verwandtschaft beruht auf den gemeinsamen Großeltern, welche die legendäre Krone mit der berüchtigten Kronen-Bar in Gammertingen betrieben. Die Gaststätte stand rechts neben der Kirche und wurde 1991 abgebrochen. Die vier jungen Männer sind alle begeisterte Hobbymusiker, die bereits im Kindesalter bei Familienfeiern musikalische Beiträge lieferten. Es fiel ihnen also nicht schwer, das gemeinsame Projekt auf die Beine zu stellen. Auf dem T-Shirt, welches die Millers extra haben anfertigen lassen, ist die Krone zu sehen.

Unplugged kommt an

Die Idee des Unplugged gefiel ihnen dabei besonders gut, erzählt Henry Göggel. Unplugged bedeutet, dass keine musikalischen Elemente elektronisch eingespielt und Instrumente ohne elektrische Verstärkung gespielt werden. Diese Art von Musik gefiel dem Publikum besonders gut, ausgiebig wurde zu den Gesang und Musik von den Millers getanzt und mitgesungen. Mehrere Zugaben durften die Jungs geben und mit „Land of Green“ beendeten sie ihren Auftritt. Sie hatten selbst so viel Freude am gemeinsamen Auftritt, dass es sicher nicht der letzte gewesen sei, meinte Henry Göggel. Auch wenn die räumliche Entfernung – zwei der Cousins wohnen in Göppingen – eine zusätzliche Herausforderung für die gemeinsame Probentätigkeit sei. Direkt anknüpfend eröffnete die Gammertinger Band Workaholics mit Elton Johns „Rocket Man“ ihren Konzertabend und das Publikum wurde übergangslos zum zweiten Teil des Abends zum Mitsingen, Tanzen und Klatschen animiert. Souverän wie eh und je gaben Klaus-Dieter Göggel, Gernot Stehle, Heiko Borkowsky, Jochen Lebherz und Ralf Fink ein klasse Konzert mit Klassikern von Queen, Dire Straits, den Rolling Stones oder von den Beatles. Unplugged natürlich.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen