Chancen auf neuen Schulleiter stehen gut

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 Die nächste gute Nachricht: Erst stiegen die Schülerzahlen, jetzt kann sich die Laucherttalschule in Gammertingen auch wieder b
Die nächste gute Nachricht: Erst stiegen die Schülerzahlen, jetzt kann sich die Laucherttalschule in Gammertingen auch wieder berechtigte Hoffnung auf einen neuen Schulleiter machen – spätestens zum Start des Schuljahres 2019/20. (Foto: Franziska Kraufmann/dpa)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Mit Klaus Minsch und Marcus Haule hat die Laucherttalschule in Gammertingen seit einem Jahr lediglich eine kommissarisch besetzte Leitung. Das funktioniert zwar ausgesprochen gut, soll aber keinesfalls eine Lösung für die Zukunft sein. Im Oktober wird die Schulleiterstelle offiziell ausgeschrieben. Schulamtsleiter Gernot Schultheiß ist zuversichtlich, den Posten spätestens zum Schuljahr 2019/20 wieder regulär besetzen zu können.

In der Laucherttalschule sind drei Schularten zusammengefasst: Grund-, Werkreal- und Realschule. Mit dem Start dieses Schulverbunds übernahm Ursule Bisinger dessen Leitung – und scheiterte. Im September 2017 trat sie auf eigenen Wunsch eine Stelle beim staatlichen Schulamt in Albstadt an. Die Schulleitung habe sich im Klein-Klein verloren, anstatt den Prozess des Zusammenwachsens der verschiedenen Schularten zu fördern und nach außen positiv darzustellen, sagte Bürgermeister Holger Jerg damals der „Schwäbischen Zeitung“. Inzwischen haben die bisherigen Stellvertreter Klaus Minsch und Marcus Haule kommissarisch die Leitung der Schule übernommen.

„Die beiden machen das hervorragend“, sagt Gernot Schultheiß. Ihm seien keinerlei Beschwerden zu Ohren gekommen. Im Gegenteil: Immer, wenn er die Laucherttalschule besuche, sei die gute Atmosphäre auch im Lehrerkollegium spürbar. Dennoch müsse die Schulleiterstelle schnellstmöglich wieder regulär besetzt werden. „Herr Minsch und Herr Haule müssen viel zusätzliche Arbeit erledigen“, sagt Schultheiß. „Und auch wenn es sich um zwei belastbare Menschen handelt: Auf Dauer kann man ihnen das nicht zumuten.“ Der Schulverbund habe einen Anspruch auf ein dreiköpfiges Führungsteam: einen Schulleiter und zwei Konrektoren.

Deshalb soll die Stelle im Oktober offiziell ausgeschrieben werden. Und Gernot Schultheiß ist zuversichtlich, dass sich dann auch jemand auf die Stelle bewerben wird – nicht nur wegen seiner optimistischen Grundhaltung, sondern auch wegen verschiedener Gespräche, die er bereits geführt hat. „Dabei gab es ernstzunehmende Interessensbekundungen“, sagt der Schulamtsleiter. Nach der Veröffentlichung der Stellenausschreibung hätten mögliche Interessenten vier Wochen lang Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen einzureichen.

Zeitplan hängt von Bewerbern ab

Wie lange es dann dauert, bis Gernot Schultheiß einen neuen Leiter oder eine neue Leiterin für die Laucherttalschule präsentieren kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise davon, wie viele Bewerbungen eingehen. „Das Regierungspräsidium muss eine Auswahlkommission bilden und verschiedene Termine abstimmen“, sagt Schultheiß. Eine Rolle spiele möglicherweise auch, wann mögliche Bewerber ihre bisherige Stelle aufgeben könnten.

Spätestens zum Start des Schuljahres 2019/20 soll das Schulleitungsteam aber wieder komplett und regulär aufgestellt sein. „Vielleicht bekommen wir das auch früher hin“, sagt Gernot Schultheiß. Die sich abzeichnende Bewerberlage gebe Anlass zu Optimismus. „Der Beginn des nächsten Schulhalbjahres zum 1. Februar 2019 wäre natürlich ein idealer Zeitpunkt“, sagt der Schulamtsleiter. „Aber dafür müsste jetzt wirklich alles reibungslos funktionieren.“

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