Abschied aus Trégueux fällt den Gästen schwer

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Schwäbische Zeitung

Um das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern, hat eine knapp 70-köpfige Delegation aus Gammertingen über das verlängerte Himmelfahrtswochenende die französische Partnerstadt Trégueux besucht. Die jeweiligen Bürgermeister Holger Jerg und Christine Métois nutzten die Gelegenheit unter anderem dazu, mit einer erneuten Unterschrift die Partnerschaftsurkunde zu bekräftigen.

Zu den deutschen Gästen zählten neben Priska Pfister, der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, auch zahlreiche Mitglieder der Musikkapelle Feldhausen-Harthausen und Vertreter der freiwilligen Feuerwehr. Hinzu kamen Sänger der Chorgemeinschaft, Mitglieder des Turn- und Sportvereins, Vertreter des Arbeitskreises Altes Oberamt, Mitglieder der Feldhauser Narrenzunft „Feifer“ und zahlreiche Bürger. Aufgebrochen waren sie am Mittwochabend vor Himmelfahrt.

Angekommen im gut 1100 Kilometer entfernten Trégueux, absolvierten die Gammertinger am Donnerstag und am Freitag zunächst ein Besuchsprogramm in der näheren Region rund um Trégueux und in der West-Bretagne. Mit dabei waren langjährige bretonische Freunde und weitere Vertreter aus der südfranzösischen Partnerkommune Lavelanet. Auch ein gemeinsames Freundschaftsfest stand auf dem Programm.

Die Feiern zum offiziellen Jubiläum begannen am Samstag mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der gefallenen Soldaten. Es folgten ein Platzkonzert der Musikkapelle Feldhausen-Harthausen und ein Empfang im Rathaus in Trégueux. Zum Abschluss fand ein Kulturabend mit französischer Musik, Folklore und Kabarett in der Stadthalle von Trégueux statt. Dabei schenkte das dortige Partnerschaftskomitee spontan einen Teil des Gammertinger Geburtstagsgeschenks aus: 50 Liter Albquellbier. Kurz vor Mitternacht, nach einem letzten Musikergruß der Kapelle und vielen Küssen und Abschiedstränen, trat die deutsche Delegation die rund 15-stündige Heimreise auf die Schwäbische Alb an.

Entstanden war die Freundschaft zwischen Gammertingen und Trégueux Anfang der 1980er-Jahre über erste Briefkontakte. Offiziell besiegelt wurde die Städtepartnerschaft allerdings erst 1988 vom damaligen Bürgermeister Erwin Hirschle und seinem inzwischen ebenfalls verstorbenen französischen Amtskollegen Marcel Rault.

Austausch bringt Kontakte hervor

„In der Folge haben sich über die Jahre zahlreiche Vereine und Organisationen aus Sport, Musik und Kultur immer wieder in der jeweils anderen Kommune getroffen und die freundschaftlichen Beziehungen intensiv ausgebaut“, schreibt Holger Jerg in einer Pressemitteilung. Schulklassen, Jugendgruppen und Berufspraktikanten hätten den Austausch genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen.

Trégueux bekennt sich zur langjährigen Partnerschaft unter anderem mit dem Kreisverkehr „Rond-point de Gammertingen“. In Gammertingen wiederum war im April 2013 der Trégueuxplatz in der Innenstadt eingeweiht worden. Zuletzt war eine Delegation aus Trégueux über Himmelfahrt 2018 in Gammertingen gewesen: Vor einem Jahr feierten Deutsche und Franzosen zusammen das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft.

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