Hüte schützen vor der enormen Hitze in der Stadt.
Hüte schützen vor der enormen Hitze in der Stadt. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

72 Ministranten der Seelsorgeeinheit Gammertingen-Trochtelfingen sind mit vollen Koffern und vielen Erinnerungen von ihrer Rom-Reise zurückgekehrt. Sie haben teilgenommen an der 12. Ministrantenwallfahrt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“ stand.

Eine Wallfahrt ist keine Spazierfahrt, das mussten die jungen Messdiener schnell lernen. Über 17 Stunden dauerte die Reisezeit. Trotzdem bezogen die Ministranten von der Alb das Hotel auf dem Universitäts-campus in Rom, das über dreißig Kilometer vom Vatikan entfernt liegt, und fuhren anschließend sofort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Zentrum, um keine Zeit zu vergeuden und die Stadt zu erkunden.

Am Dienstag war Eröffnungsgottesdienst für die Ministranten aus Freiburg in der Basilika St. Paul vor den Mauern. Der Freiburger Weihbischof Dr. Michael Gerber begrüßte die Jungen und Mädchen aus 250 Pfarrei- und Seelsorgeeinheitsgruppen. Von St. Paul ging es ohne Stopp zum Vatikan, wo 60 000 Messdiener in sengender Sonne auf den Papstempfang am Abend eingestimmt wurden. „Hin und wieder mussten Sanitäter gerufen werden, obwohl die Feuerwehr während der Wartezeit mit Wasserspritzern für Abkühlung sorgte“, sagt Begleiterin Hilde Butscher.

Der Papst kam pünktlich mit dem Papamobil. Die Jugendlichen jubelten und zückten ihre Handys, um ein Bild vom Kirchenoberhaupt zu ergattern. Franziskus nahm Platz, fünf Jugendliche, darunter einer aus Deutschland, durften ihm eine vorher abgesprochene Frage stellen. „Man hat fast nichts verstanden“, meinten viele Ministranten der Alb anschließend etwas enttäuscht.

Nach der Lateran-Führung am Mittwochmorgen war Zeit, in Begleitung der Betreuer oder in Dreiergruppen Rom zu erkunden. Am Donnerstag stand die Flucht aus der heißen Großstadt nach Castel Gandolfo, das unter Papst Franziskus von der Sommerresidenz zum Museum umfunktioniert wurde, auf dem Programm. Am Albaner See war Baden angesagt, was am Tag vor der Heimfahrt auch sinnvoll war. Denn der hatte es nochmal in sich. Morgens wurden vor dem Frühstück die Koffer im Bus verladen. Nach dem Abschlussgottesdienst, den diesmal Erzbischof Stephan Burger zelebrierte, traten die Ministranten der Erzdiözese verschwitzt und müde die Heimreise an. Anschließend hieß es: Arrivederci Roma.

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