24 Hundehalter präsentieren ihre Tiere

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Wenn der Schutzhund angreift, kann es für Übeltäter gefährlich werden.
Wenn der Schutzhund angreift, kann es für Übeltäter gefährlich werden. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Ihr 50-jähriges Bestehen hat die Ortsgruppe Heuberg (OGH) des Vereins für Deutsche Schäferhunde (VS) am Wochenende zum Anlass genommen, eine Zucht- und Nachwuchsschau auszurichten. 24 Halter aus dem In- und Ausland haben an dieser Schau teilgenommen und ihre wunderschönen Tiere auf der vereinseigenen Anlage im Frohnstetter Riederwäldle präsentiert.

Der Vorsitzende der OGH, Jürgen Sessler, ließ in seiner Ansprache die fünf Jahrzehnte des Vereinsbestehens Revue passieren. Bürgermeister Maik Lehn, der im Namen der Gemeinde ein Jubiläumsgeschenk überreichte, lobte die überaus aktive Vereinsarbeit der Ortsgruppe, insbesondere im Hinblick auf die rege Jugendarbeit, die in der Hand des Jugendwarts Alfio Tomaselli liegt. Lehn erinnerte in seiner Rede an die Fusion der beiden Ortsgruppen Stetten und Frohnstetten im Jahr 1977 sowie an die Ausrichtung der Kreismeisterschaften am „Tag des Hundes“ im Jahr 2012.

Er habe sehr gern die Schirmherrschaft anlässlich des Jubiläumsfestes übernommen. Er wisse um die Wünsche der OGH nach Wasserversorgung und Strom auf der vereinseigenen Anlage, „jedoch sind dafür hohe finanzielle Investitionen notwendig“, sagte der Bürgermeister bedauernd.

Bei der Hundeschau, geleitet von Alfio Tomaselli, der Jugend- und Zuchtwart in Personalunion ist, nahm Thomas Fritsche aus Österreich die Bewertungen (Formwert) der einzelnen Klassen vor. Dabei wurde der ganze Hund vermessen, so beispielsweise Stockmaße und Ausmaße von den Vorderpfoten bis zum Rückgrat festgestellt. Auch mussten sich die Vierbeiner von ihnen unbekannten Personen ins Maul schauen lassen, um die Vollständigkeit und Gesundheit ihres Gebisses überprüfen zu lassen. „Und wenn er jetzt zubeißt?“, fragte ein Zuschauer. „Das darf er nicht“, war die lakonische Antwort von Fritsche, als wäre dies das Selbstverständlichste von der Welt.

Alles wird überprüft

Selbst die Kronjuwelen der Rüden blieben von der Bewertung nicht verschont. Mit kräftigem Griff an die Hoden überprüften die Wertungsrichter, ob diese gleichmäßig ausgeprägt waren. Natürlich gehörten auch gut gestellte Ohren zu den Schönheitsmerkmalen ebenso wie Haarfärbung und die Farbe der Augen. Bei der sogenannten „Gangwerkprobe“ sind die Laufeigenschaften der Hunde beurteilt worden. Zur Wesensprüfung gehörte auch die „Schussfestigkeit“, das heißt, der Hund muss auch bei lauten Geräuschen und Erschrecken bei seinem Hundeführer bleiben.

Alle Tiere sind nicht durch ihren Halter vorgestellt worden, sondern von einer für sie fremden Person. Fritsche erklärte, dass damit eine Beeinflussung des Prüflings durch das eigene „Herrchen“ oder „Frauchen“ ausgeschlossen werde.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Vorführung der Schutzhunde. Dabei musste eine „verdächtige“ Person durch den dafür ausgebildeten Hund gestellt und verbellt werden. Die gestellte Person trug einen Armschutz, in den sich der Hund so fest verbiss, dass er auch nicht losließ, als er vom Armschutzträger herumgewirbelt wurde. Diese beeindruckende Vorstellung sowie auch die ganze Veranstaltung insgesamt zeigte auf, wie zuverlässig „der beste Freund des Menschen“ sein kann, wenn konsequente Erziehung und liebevolle Haltung eine Einheit bilden. Zur Freude der Zuschauer gab es auch Nachwuchs zu bestaunen. Die Schäferhundwelpen bezauberten, wie alle Babys, durch ihre drollige Verspieltheit und kindliche Vertrauensseligkeit.

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