Firma Gabriel hofft auf Umweltpreis

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Die Firma Gabriel aus Boos rechnet mit einer Nominierung für den baden-württembergischen Umweltpreis. Der Sieger erhält ein Prei
Die Firma Gabriel aus Boos rechnet mit einer Nominierung für den baden-württembergischen Umweltpreis. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 10 000 Euro. (Foto: Alfred Weiss)
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Die Firma Gabriel – Heizung, Sonne, Bad – in Boos ist zuversichtlich, für den baden-württembergischen Umweltpreis in der Kategorie Handwerk nominiert zu werden. Der Optimismus ist berechtigt, weil eine Jury mit Vertretern des Umweltministeriums, der Gewerkschaften und der Industrie- und Handelskammer dem Betrieb einen Besuch abgestattet hatte. Die offizielle Nominierung erfolgt im September, die Bekanntgabe des Siegers im Dezember.

Alle zwei Jahre vergibt das Umweltministerium Baden-Württemberg den Umweltpreis für Unternehmen an Handwerksbetriebe aus den unterschiedlichsten Branchen. Es werden ökologisch herausragende und besonders qualifizierte Leistungen zur Förderung des betrieblichen Umweltschutzes und der umweltorientierten Unternehmensführung gewürdigt. Die Firma Gabriel wurde bereits 2010 für den Umweltpreis nominiert und erreichte einen Platz unter den ersten drei. „Allein die Nominierung wäre schon eine Auszeichnung für unseren kleinen Betrieb“, sagt Inhaberin Andrea Gabriel. Sollte der Familienbetrieb in dritter Generation in seiner mehr als 40-jährigen Firmengeschichte noch einmal nominiert werden, „würden wir natürlich gewinnen wollen“, ergänzt Andrea Gabriel, die eine Woche lang Zeit für die umfassende Bewerbung investierte. Der Sieger des Wettbewerbs erhält ein Preisgeld von 10 000 Euro.

Die Jury wollte beim Besuch der Firma Gabriel unter anderem wissen, wie es dazu kam, dass alle drei Söhne im Betrieb arbeiten. „Gerade für junge Leute muss ein Beruf interessant, abwechslungsreich, anspruchsvoll und zukunftsweisend sein“, sagte Gerhard Gabriel, den es freut, dass durch die Entscheidung seiner Söhne „unsere Kunden auch noch in vielen Jahren einen zuverlässigen Ansprechpartner für ihre Hausinstallation haben“, so Gerhard Gabriel. Bei der Firmenvorstellung machte die Firma Gabriel auch deutlich, dass die Energiewende in dieser Firma bereits vor 41 Jahren mit dem Anschluss der ersten Biogasanlage begann.

Andrea Gabriel nennt weitere Gründe, warum es für den Betrieb dieses Jahr mit dem ersten Platz beim Umweltpreis klappen könnte. „Es wurde in den vergangenen vier Jahrzehnten einige Pionieranlagen unter anderem mit der Hochschule entwickelt und gebaut.“ Außerdem erläuterte die Firma Gabriel der Jury ihr Sanierungskonzept an ihrem Projektbeispiel – vom Altbau zum Plus-Energie-Haus. Wichtig ist der Firma auch – und davon durfte sich die Jury selbst überzeugen – die Elektromobilität. Ein Thema, bei dem die Firma Gabriel mit gutem Beispiel voran geht. 2010 eröffnete das Unternehmen eine kostenlose Solar-Tankstelle – zum damaligen Zeitpunkt die erste in Oberschwaben. „Unser Ziel ist es immer, die Energiewende direkt umzusetzen“, sagt Andrea Gabriel.

Sie hofft nun, dass die Präsentation und das frühe Erkennen von Potenzial von neuen Heizungstechniken ausreichen, um auf dem Treppchen ganz oben zu stehen.

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