Wasserrad soll sich im Sommer wieder drehen

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Zurzeit ist das Binger Wasserrad abgebaut und wird restauriert. Bald soll es sich in der Ortsmitte wieder drehen.
Zurzeit ist das Binger Wasserrad abgebaut und wird restauriert. Bald soll es sich in der Ortsmitte wieder drehen. (Foto: Corinna Wolber)

Wer sich mit einer Spende an der Sanierung des Wasserrads beteiligen möchte, erhält alle notwendigen Informationen per E-Mail bei Tillo Brükner:

tillobruekner@gmx.de

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Das historische Wasserrad ist aus der Ortsmitte von Bingen in eine Schlosserei in Veringenstadt gezogen, wo es derzeit saniert wird. Ebenfalls in Veringenstadt entsteht in einer Zimmerei eine neue Behausung für das Wasserrad; im Gegensatz zu früher soll es künftig von außen von allen Seiten sichtbar sein. Der Förderverein Heimatpflege Bingen hofft, dass es sich spätestens im August wieder drehen wird. Das berichtet der Vorsitzende Tillo Brükner. Die Leader-Mittel in Höhe von 18 500 Euro wurden inzwischen bewilligt und decken 60 Prozent der Baukosten. „Der Bescheid hat allerdings auf sich warten lassen“, sagt Brükner. Dadurch habe sich der Zeitplan etwas verschoben: „Wir hatten gehofft, das neue Fundament schon im Herbst machen zu können, dann hätten Zimmermann und Schlosser über den Winter ihren Teil der Arbeit erledigt.“ Nun ging das erst im Frühjahr, weil wegen der Schonzeit für die Fische auch das Wasser im Kanal nicht abgestellt werden durfte.

Das neue Fundament für das Wasserrad ist inzwischen fertig, war aber teurer als ursprünglich kalkuliert. Zwar kommen zu den Leader-Mitteln weitere 14 000 Euro von der Gemeinde, doch der Verein ist auf weitere Spenden angewiesen. Die Holzbauarbeiten seien hingegen nicht besonders aufwendig, sagt Brükner. „Sie umfassen ein Dach und insgesamt sechs Ständer, zwei davon für die Aufhängung des Wasserrads.“ Der Schlosser muss es entrosten und das Lager wieder gangbar machen. „Das Ganze hängt an einem Querbalken, das war alles kaputt und abgerostet.“ Noch offen ist, ob das Wasserrad in Zukunft für Schauzwecke auch wieder etwas wird bewegen können. „Das alte hatte verschiedene Vorrichtungen, um Geräte und Maschinen der Brauerei anzutreiben“, sagt Brükner. Diese Form der Bewegung würde den ursprünglichen Sinn des Wasserrads zwar wiederherstellen, „wäre aber auch mit zusätzlichen Kosten und wegen der erforderlichen Zahnräder auch mit Gefahren verbunden“, sagt Brükner. „Wir denken darüber nach, entschieden ist es aber noch nicht.“

Wenn sich das Wasserrad wieder dreht, möchte der Förderverein dieses Ereignis mit einer kleinen Einweihungsfeier begehen.

Wer sich mit einer Spende an der Sanierung des Wasserrads beteiligen möchte, erhält alle notwendigen Informationen per E-Mail bei Tillo Brükner:

tillobruekner@gmx.de

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