Holzplanken für das alte Wasserrad

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 Horst Arndt (links) und Tillo Brükner bringen die Holzplanken am historischen Wasserrad an.
Horst Arndt (links) und Tillo Brükner bringen die Holzplanken am historischen Wasserrad an. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Tillo Brükner und Horst Arndt sind momentan täglich beim alten Wasserrad im Mühlekanal bei der ehemaligen Engelbrauerei damit beschäftigt, die wasserschöpfenden Holzplanken anzubringen. Bis zum Jahresende soll die Sanierung des Wasserrads komplett abgeschlossen sein, im Frühjahr nächsten Jahres gibt es eine Einweihungsfeier.

„Eigentlich wollten wir dieses Jahr noch eine Einweihungsfeier machen. Aber die Maßnahme und der Aufwand hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich gedacht“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Heimatpflege, Tillo Brükner. So konnten zum Beispiel die Fundamentierungsarbeiten zur Ufersicherung erst nach Ostern durchgeführt werden, da vorher die Laichzeit der Fische nachhaltig gestört worden wäre. Entsprechend später im Jahr wurden also auch die Schlosserarbeiten und die Zimmerarbeiten ausgeführt.

Selten aufs Wasser

Momentan bringen Horst Arndt und Tillo Brükner die Holzplanken direkt am Wasserrad an. Eine Kelle wird mit vier Holzlatten bestückt, um die originalgetreue Biegung und somit auch die Funktionsfähigkeit zu erhalten. In der Tat wäre das restaurierte Rad wieder voll funktions- und produktionsfähig, würde es zu Wasser gelassen. Dies wird aber nur zu besonderen Anlässen sein, zum Beispiel beim Festakt zur Einweihung des Wasserrads.

Die Geschichte um den Erhalt des Wasserrades hat schon vor über zwei Jahren begonnen. Im Frühjahr 2016 kam der Eigentümer des historischen Wasserrades an der exponierten Lage an der Lauchert auf die Gemeinde zu. Er habe für das Rad keine Verwendung mehr und würde es der Gemeinde kostenlos überlassen. Mit der Gründung eines Fördervereins Heimatpflege mit ihrem Vorsitzenden Tillo Brükner engagierten sich Mitbürger für den Erhalt und für die Sanierung des Wasserrades bei der ehemaligen Engelbrauerei.

Die Finanzierung von über 40000 Euro konnte dank einer hohen Förderung von Leader, einem ebenfalls hohen Zuschuss von der Gemeinde (beide weit über 10000 Euro), dank Spenden und dank Eigenleistungen weitgehend sichergestellt werden. „Aber wir haben leider immer noch eine Finanzierungslücke und hoffen auf weitere Spender“, sagt Brükner, Ansprechpartner für Unterstützer des Projektes.

Schon heute erstrahlt das historische Kleinod im neuen Glanz. Erstrahlen im wahrsten Sinne des Wortes, dank einer ansprechenden Beleuchtung wird der Blick bei Dämmerung oder Dunkelheit auf das historische Wasserrad gelenkt und bietet einen wirklich sehenswerten Anblick am Binger Lauchertufer.

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