Der Wilde Westen hält Einzug in Bingen

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Conny Beckert, Tobias Arnold, und Ulrike Käppeler (von links) sind für ihr musikalisches Engagement ausgezeichnet worden. Mit au
Conny Beckert, Tobias Arnold, und Ulrike Käppeler (von links) sind für ihr musikalisches Engagement ausgezeichnet worden. Mit auf dem Bild sind Alexander Bippus-Jäger vom Blasmusikverband, Florian Schneider und Alexander Fleisch von der Musikkapelle Bingen-Hitzkofen (von links). (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Die Konzertbesucher in der Binger Sandbühlhalle haben auf der Entdeckungsreise durch Nordamerika einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen geliefert bekommen, bei dem auch der Unterhaltungswert neben der Musik mit netten Einlagen vollumfänglich gegeben war. Vorab boten die Muskitos einen Einblick in ihre erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Stilgerecht betraten die Besucher die Sandbühlhalle durch die Schwingtüren eines Western-Saloons, um sich dann im amerikanisch-rauen Flair der Wild-West-Zeit, dargestellt mit zahlreichen Details wie Sternenbanner, Fell, Sattel oder Indianerschmuck, auf das Konzert einzulassen. Alexander Fleisch vom Vorstandsteam lud die Gäste ein, sich auf die Entdeckungsreise zu begeben, die von dem einziehenden Jugendorchester mit „Oh when the saints“, angeführt von Dirigentin Leonore Kübler, schwungvoll eröffnet wurde. Zwei weitere Stücke des Jugendorchesters „What a wonderful world“ und „The force awakens“ aus Star Wars, zeigten das große Potential, welches in den Nachwuchsmusikern steckt. Die Muskitos setzen sich zusammen aus Musikern der Ortschaften Bingen, Laiz, Scheer und Sigmaringendorf.

Dirigent erhält einen neuen Namen

Nach einer kurzen Umbaupause begrüßten die beiden Moderatorinnen des Abends, Julia Baur und Christina Glaser, zur Zeitreise durch das goldene Zeitalter der amerikanischen Westernzeit. Kurzerhand wurde Dirigent Christian Folberth, der sein erstes Dreikönigskonzert mit den Binger Musikern dirigierte, zum entdeckenden Christiano Folbertus umbenannt. In der Tat gab es beim Konzert jede Menge Hörerlebnisses zu entdecken.

Beginnend mit der olympischen Fanfare aus dem Jahr 1984, wo Los Angeles der Austragungsort der olympischen Spiele war, stellte der Dirigent die Klasse seiner Kapelle unter Beweis. Die Zeitreise führte in die Westernanfangszeit mit „Moment for Moriccone“ und der Weiterreise nach „Oregon“ von Jacob de Haan. Die sichtbare Leidenschaft des Dirigenten Folberth wurde von den Musikern hervorragend aufgenommen und umgesetzt. Vor der Pause gab es ein eindrückliches Medley von Stephen Foster in Concert, bei dem das schwungvolle „Oh Susanna“ und „Ring! Ring de Banjo“ für beste Stimmung sorgten. In der Pause wurden verdiente Musiker von Alexander Bippus-Jäger vom Blasmusikverband ausgezeichnet. Für zehn Jahre aktives Musizieren wurde folgende Binger Musiker mit der bronzenen Ehrennadel des Balsmusikverbands ausgezeichnet: Tobias Arnold, Ulrike Käppeler und Conny Beckert.

Mit Piraten geht es in die Gegenwart

Der zweite Teil des Konzertabends rückte weiter in die Gegenwart, und bei „Pirates of the Caribbean“ dirigierte Folberth als Jack Sparrow höchstpersönlich.

Weiteren musikalischen Hochgenuss gab es mit „Moon River“ und „Indian Fire“ sowie dem Abschluss mit „Unter dem Sternenbanner“, welches mit den ersten Takten an eine Werbung eines Reinigungsmittels erinnert. Die Musiker und der Dirigent wurden mit lang anhaltendem Applaus der zufriedenen Konzertbesucher belohnt.

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