Binger Gesangverein probt für Abba-Musical

Lesedauer: 4 Min
 Bei den Proben in Bingen sind viele Personen beteiligt.
Bei den Proben in Bingen sind viele Personen beteiligt. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Da haben sich die gut 55 Mitwirkenden des Binger Gesangvereins erneut einem großen Projekt zugewandt: „Mam-Mia“ ist ein Musical, das die ganze Bandbreite an ABBA-Klassikern abdeckt. Seit Monaten wird geprobt, getanzt, gesungen, gebaut und genäht, denn wie immer hat sich der Chor um Leiter Franz Wagner die Messlatte sehr hoch gelegt.

Es ist das vierte große Projekt, dem sich die Binger zugewandt haben. Nach „König der Löwen (2011)“, „Dracula Rock (2014)“ und „Olando (2017)“ stellt das derzeitige Musical-Projekt „Mam-Mia“ eine neue Herausforderung für den Gesangverein dar. Im Stück wird sich ein Welthit von der schwedischen Pop-Band „ABBA“ an den anderen reihen. „Jeder kennt die Musik. Bei jeder Party läuft Abba rauf und runter“, sagte Silke Käppeler. Für den Verein heißt es jedoch nicht, einfach mitzusingen oder zu grölen, wie Silke Käppeler erklärt: „Die Begleitstimme, wie Alt oder Bass mitzusingen, ist echt schwer“. Daher wird seit Februar intensiv geprobt, denn den Perfektionswillen haben die motivierte Chorsänger alle gemeinsam.

15 Projektsänger haben sich gemeldet

Chorleiter Franz Wagner schrieb für alle Lieder die entsprechenden Chornoten der verschiedenen Stimmlagen, was enorm viel Arbeit war. Zudem begleitet Wagner im Musical auch instrumental. Erfreut sei der Binger Verein darüber, dass sich spontan 15 Projektsänger gemeldet hatten. Durch ihre guten Stimmen würden sie zudem den Chor bei der Arbeit zu diesem Projekt bereichern. Um das Erlernte nicht wieder zu vergessen, wurde auch in den Sommerferien durchgehend geübt. Hierfür hatten sich die ehemaligen Chorleiter Erich Schneider und Fritz Kottmann zur Verfügung gestellt. Die Solisten wurden außerdem in vielen Extraproben von Kim Wiehl geschult.

Erfreulich sei für den Binger Gesangverein, dass die Kinderdarsteller von 2011 größtenteils noch dabei sind und inzwischen selbst in der Verantwortung stehen. Alexandra Glaser beispielsweise hat viele Tanzeinlagen des diesjährigen Musical-Projektes selbst choreographiert und mit den TänzerInnen geprobt. Auch Nicole Schneider und Elke Lauer haben Tanzelemente erarbeitet und einstudiert. Die schauspielerischen Einlagen wurden von Ingrid Aßfalg, Silke Käppeler und Karin Goetz in zahlreichen Theaterproben eingeübt.

Akteure fiebern der Premiere entgegen

Wie schon bei den vergangenen drei Musicals wird es wieder ein selbstgebautes Bühnenbild geben. Nicole Schneider und Manfred Wiehl haben geschreinert, gebaut, gestrichen, gemalt und so eine passende Kulisse erstellt, die das griechisches Flair aus dem Film „Mamma Mia“ in die Sandbühlhalle bringt. Kurz vor dem Auftritt und der Premiere des Binger Musicals werden noch die letzten Feinheiten abgestimmt. Alle Akteure, vor oder hinter dem Theatervorhang, seien in nervöser Vorfreude und fiebern den beiden Aufführungen am nächsten Samstag, 12., und Sonntag, 13.Oktober, entgegen. Gespannt können auch die Gäste sein, die eine Karte ergattert haben, denn beide Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen