Luchs Friedl ist wieder da

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Luchs Friedl ist im Donautal unterwegs.
Luchs Friedl ist im Donautal unterwegs. (Foto: Patrick Pleul)

Die Ende Dezember des vergangenen Jahres im Oberen Donautal gerissenen Schafe und Ziegen lassen sich eindeutig Luchs Friedl zuordnen, teilt die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg mit. Gentests belegen dies zweifelsfrei.

„Luchse ernähren sich gewöhnlich nur von Wildtieren wie Rehen. Nutztiere werden selten Opfer dieser scheuen Waldbewohner. Dies belegen auch Erfahrungen aus anderen Ländern. Unsere Fachleute werden das Verhalten des Tieres weiter beobachten“, sagte Sprecherin Kaisu Makkonen-Spiecker.

Luchs Friedl habe innerhalb zweier Nächte drei Schafe und zwei Ziegen gerissen, was für einen Luchs sehr ungewöhnlich sei. Normalerweise reiße ein Luchs immer nur ein einzelnes Wildtier und halte sich von Nutztieren eher fern. Dem betroffenen Landwirt werde der Schaden aus Mitteln des „Entschädigungsfonds Luchs“ ersetzt. Im aktuellen Fall seien die Luchs-Experten der Freiburger Forschungsanstalt in enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren vor Ort. Politik und Verbände seien sich einig, dass für ein Nebeneinander von Nutz- und Wildtieren entsprechende Rahmenbedingungen vorhanden sein müssen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Eine Gefahr für Menschen geht von Luchsen grundsätzlich nicht aus“, sagte Makkonen-Spiecker.

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