Landschaftspark zeigt Modellprojekte beim Donausalon

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Staatssekretärin Theresa Schopper (Zweite von links) informiert sich gemeinsam mit dem bosnisch-herzegowinischen Außenminister I
Staatssekretärin Theresa Schopper (Zweite von links) informiert sich gemeinsam mit dem bosnisch-herzegowinischen Außenminister Igor Crdanak (links) bei Regine Guglielmo und Dieter Schaaf über das EU-geförderte Projekt „Lena“ (Local Economy and Nature Conservation). (Foto: IG Landschaftspark Junge Donau)
Schwäbische Zeitung

Während der internationalen Tourismus-Börse (ITB) hat der Landschaftspark Junge Donau am Donausalon teilgenommen. Zu diesem lädt die baden-württembergische Landesvertretung in Berlin jährlich Vertreter der Donauraum-Länder ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Landschaftspark Junge Donau präsentierte sich mit aktuellen Projekten zu wirtschaftlichem Naturschutz und regionaler Kulinarik. Staatssekretärin Theresa Schopper und Igor Crnadak, Außenminister von Bosnien-Herzegowina, informierten sich am Stand des Landschaftsparks Junge Donau über Inhalt und Perspektiven des EU-geförderten Projekts „Lena“ (Local Economy and Nature Conservation).

Das diesjährige Themenland war Bosnien-Herzegowina. Der Abend widmete sich der „Kultur als Motor für den Tourismus in der Donauregion“. Nach 2015 nahm der Landschaftspark Junge Donau zum zweiten Mal teil. „Es war uns wichtig, diese Möglichkeit zu nutzen, um den Landschaftspark Junge Donau einem interessierten Publikum aus ganz Europa vorzustellen“, sagte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck, Sprecher des Landschaftsparks, zur Reise in die Bundeshauptstadt.

Im Mittelpunkt des Auftritts stand das EU-Interreg-Projekt „Lena“, bei dem der Landschaftspark Junge Donau gemeinsam mit 17 Projektpartnern aus neun Ländern im Zuge der 2012 entwickelten Donauraumstrategie eingebunden ist. Federführend für den Landschaftspark entwickelt die Stadt Tuttlingen Perspektiven für wirtschaftliche Naturschutzprojekte. Im europäischen Einigungsprozess sorgen sie für wechselseitigen Austausch. „Hier werden konkrete Ergebnisse greifbar“, kommentierte Beck die aktuelle Situation.

E-Mobilitäts-Netzwerk wird aufgebaut

Unter den Modellprojekten im Landschaftspark Junge Donau ragt aktuell neben geplanten Naturrouten und der Ausbildung von Danube-Guides das E-Mobilitäts-Netzwerk „Junge Donau E-Stationen“ heraus, dessen Ausbau im Zuge der Donauraumstrategie mit 85 Prozent gefördert wird. In den Städten und Gemeinden des Landschaftsparks Junge Donau werden 2018 im Projekt „Lena“ zehn weitere E-Bike-Ladestationen zwischen Donaueschingen und Sigmaringen errichtet.

Igor Crnadak, Außenminister von Bosnien-Herzegowina, informierte sich gemeinsam mit Gastgeberin Theresa Schopper am Stand des Landschaftspark Junge Donau. Landschaftsplanerin Regine Guglielmo von der Planstatt Senner und Dieter Schaaf, E-Mobilitäts-Manager im Landschaftspark Junge Donau, stellten den Regierungsvertretern das Projekt vor und erläuterten, dass die Chancen des E-Bike-Tourismus nicht auf den Landschaftspark beschränkt sind, sondern im Rahmen der Donauraumstrategie auch international weiterentwickelt werden können.

Außenminister Igor Crnadak sieht in diesem Zusammenhang „Chancen für Bosnien-Herzegowina, sich als Staat und Partner in Folgeprojekten zu engagieren“. Staatssekretärin Theresa Schopper betonte in diesem Zusammenhang die Ausbaufähigkeit der wirtschaftlichen Kontakte und wechselseitigen Geschäftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und Bosnien-Herzegowina.

Begleitet wurde der Landschaftspark Junge Donau von seinen Projektpartnern Donaubergland und Naturpark Obere Donau. Naturpark-Wirte servierten den Besuchern schwäbische Spezialitäten und regionale Biere.

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