Förderkreis steuert 4,2 Millionen Euro bei

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Die renovierte Krypta ist ein besonderes Schmuckstück des Klosters Beuron. Prior Sebastian Haas-Seigel (links) und Werner Schmid
Die renovierte Krypta ist ein besonderes Schmuckstück des Klosters Beuron. Prior Sebastian Haas-Seigel (links) und Werner Schmid (Foto: Susanne Grimm)
Schwäbische Zeitung
Susanne Grimm

Seit 25 Jahren gibt es den Verein der Freunde der Erzabtei St. Martin zu Beuron – der Förderkreis hat seitdem mit mehr als 4,2 Millionen Euro Finanzhilfen die Zukunft der über 300 Jahre alten denkmalgeschützen Klosteranlage gesichert. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Vereins, Werner Schmid-Lorch, sowie Prior Sebastian Haas-Siegel in Stellvertretung von Erzabt Tutilo Burger und Celerar Mauritius Sauerzapf gaben in einem Pressegespräch Einblick in die Arbeit des 1750 Mitglieder zählenden Vereins.

Der damalige Erzabt Hieronymus Nitz und der Innenminister Baden-Württembergs, Dietmar Schlee, haben den Verein 1989 gegründet. „Ziel war und ist es, die barocke Klosteranlage in Zusammenarbeit mit den dort lebenden Mönchen zu erhalten“, sagte Schmid-Lorch. „Wir waren uns einig, dass dieses hochrangige europäische Kulturdenkmal unter allen Umständen erhalten werden muss“.

Zur Zeit der Vereinsgründung sei die Renovierungsbedürftigkeit des Klosters nicht zu übersehen gewesen, doch klar war auch, „dass das Kloster diese Aufgabe nicht allein würde stemmen können“. Dank zahlreicher Mitstreiter und Vereinsmitglieder konnte in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten sehr viel bewirkt werden. So sei es gelungen, den Kirchenvorplatz, die St. Maurus-Kapelle, die Gnadenkapelle in der Kirche sowie Dächer, Gebäude oder die Bibliothek zu modernisieren, zu restaurieren und tauglich für die Zukunft zu machen.

Im Schnitt 150000 Euro Spenden pro Jahr

Ein besonderes Schmuckstück sei die Krypta unter der Gnadenkapelle geworden. Die im romanischen Stil gebaute Krypta ist vor zwei Jahren prachtvoll restauriert worden. Besonders beeindruckt die klare, ägyptisch anmutende Grafik und Farbgebung der Wände.

„Im Schnitt bringen die Mitglieder durch Beiträge und Spenden im Jahr etwa 150000 Euro in den Renovierungstopf ein“, sagte Schmid-Lorch. Dazu kämen immer wieder verschiedene Benefizveranstaltungen des Vereins. Die so eingenommenen Gelder seien aber die Grundvoraussetzung für das Gewähren von Zuschüssen der Landesregierung, der Denkmalämter, der Diözesen Freiburg und Rottenburg sowie etlicher Sponsoren. „Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, müssen wir mindestens ein Drittel der veranschlagten Kosten für eine Maßnahme selbst aufbringen“, sagte Schmid-Lorch.

Insgesamt seien in den vergangenen 25 Jahren über 11 Millionen Euro in die Beuroner Klosteranlage investiert worden. 4,2 Millionen davon habe der Verein selbst eingebracht. Nicht vergessen dürfe man die ehrenamtlichen Leistungen von Mitgliedern, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen.

Verantwortliche sind sehr zufrieden mit dem Erreichten

Mit dem Erreichten habe man einen „wichtigen Grundstein für die Zukunft des geistig-geistlichen Mittelpunkts im Oberen Donautal gelegt“, meinte der Prior. Denn es seien nicht nur die gelungenen Sanierungen: „Es gelang auch, die Klostergemeinschaft – derzeit zählt sie 50 Mönche – zu stärken, viele freundschaftliche Beziehungen mit Menschen zu knüpfen, für die Beuron eine regligiöse Heimat oder ein gern besuchter Ort geworden ist“.

Der Verein unter dem Vorsitz von Tanja Gönner will das 25-jährige Jubiläum am 20. September entsprechend feiern. Mehr als 600 Gäste haben sich bereits angemeldet.

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