Beuroner Hotel Pelikan öffnet im Juni wieder die Pforten.

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Der Pelikan in Beuron nimmt zum Juni wieder den Betrieb auf.
Der Pelikan in Beuron nimmt zum Juni wieder den Betrieb auf. (Foto: Archiv: fxh)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Sigmaringen

Das Hotel Pelikan nimmt Anfang Juni wieder den Betrieb auf. Das hat der Eigentümer des Gebäudes, Wolfgang Wochner, der „Schwäbischen Zeitung“ auf Anfrage mitgeteilt. Der Betrieb war im vergangenen Jahr eingestellt worden, nachdem ein Pächterehepaar seinen Vertrag gekündigt hatte. Nun geht es doch wieder weiter: Per Zeitungsanzeige wird derzeit Personal für Service, Küche und Hotel gesucht.

Das Hotel Pelikan ist ein sehr markantes Gebäude in der Ortsmitte von Beuron und das Café-Restaurant war sein Jahrzehnten bei den Besuchern des Donautals und des Klosters, bei Pilgern und Touristen ein beliebter Einkehr- und Übernachtungsort. Umso mehr wurde bedauert, dass hier keine Bewirtung mehr stattfinden sollte. Nachdem die langjährige Pächterfamilie Schönwälder sich zurückgezogen hatte, unter anderem weil das Gebäude renovierungsbedürftig war, wollte zunächst das Kloster den Pelikan in Eigenregie weiterbetreiben. Eine Schließung hätte aus Sicht des Klosters fatale Folgen für den Ort und das Kloster nach sich gezogen, hieß es seinerzeit. „Mit einer Schließung würden wir unseren Gästen ja signalisieren: In Beuron ist gar nichts mehr los“, sagte Erzabt Tutilo. Pilgergäste wollten die geistige Einkehr mit dem Besuch einer Gaststätte verbinden.

Um einen weiteren Leerstand in Beuron zu verhindern, hatte Erzabt Tutilo Burger angekündigt, dass das Kloster den Betrieb des Pelikans ab der kommenden Saison 2017 in Eigenregie weiterführen wolle – bis eine langfristige Lösung gefunden sei. Es war angedacht gewesen, dass das Kloster dort einfache Gästezimmer anbietet – eine Fortführung als Hotel- und Restaurantbetrieb hätte die Möglichkeiten der Benediktinermönche überstiegen. Ein Konzept für die Sanierung gab es allerdings nicht.

Pelikan an Investor verkauft

Schließlich beschloss das Kloster, den Pelikan an den Investor Wolfgang Wochner zu verkaufen. Zu wissen, dass es einen Investor gebe, der in Beuron etwas Neues schaffen will, sei entlastend: „Es ist gut für unser Dorf, dass etwas ins Rollen kommt“, sagte Pater Prior Sebastian Haas-Sigl seinerzeit. Wochner verpachtete dann das Gebäude an ein Ehepaar, doch konnten sich Eigentümer und Pächter nicht über den Ablauf der Sanierung einigen, sodass das Pächterehepaar seinen Vertrag wieder kündigte.

Nun konnte man seit einiger Zeit Handwerkerfahrzeuge vor dem Pelikan sehen, ein Zeichen, dass die Renovierungsarbeiten im Gange sind. „Es war von vornherein klar, dass da was gemacht wird“, sagt Wochner und nun seien die Renovierungsarbeiten Ende Mai abgeschlossen. Der gesamte Betrieb, Café, Restaurant und Hotel werde Anfang Juni aufgenommen.

Ein Restaurantleiter ist bereits eingestellt, neue Möbel kommen in den kommenden Tagen. Gegen Ende des Jahres soll noch die Außenfassade gerichtet werden, „das geht nicht während der Sommersaison“, sagt Wochner. Außerdem ist der Bau einer Außenterrasse vorgesehen, aber hier stehen die Planungen noch an. „Schön wird es“, ist sich Wochner sicher.

„Wir haben gute Kontakte zum Kloster und pflegen einen freundschaftlichen Umgang“, sagt Wolfgang Wochner. Man kooperiere und unterstütze sich gegenseitig. Nachdem jetzt viel Geld ausgegeben wurde, hofft der Eigentümer nun, dass in dieser Saison auch wieder etwas zurückfließt. Das wäre auch im Sinne der Gemeindeverwaltung und des Klosters.

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