Zahlreiche Raritäten – aber nicht zum Anfassen

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Der Ford Tin Lizzy von Johannes Voggel ist ein besonderer Hingucker beim Oldtimer-Treffen des Vereins Italia Classic auf dem Fe
Der Ford Tin Lizzy von Johannes Voggel ist ein besonderer Hingucker beim Oldtimer-Treffen des Vereins Italia Classic auf dem Festplatz in Bad Saulgau. (Foto: Anita Metzler-Mikuteit)
Anita Metzler-Mikuteit

Einen Besucheransturm hat es am vergangenen Sonntag beim 19. Oldtimer-Treffen des Vereins Italia Classic auf dem Festplatz in Bad Saulgau gegeben. Zahlreiche Raritäten, ein buntes Rahmenprogramm und Tausende gut gelaunte Gäste ließen eine wahre Volksfeststimmung aufkommen.

Andreas Lutz zählte am frühen Sonntagnachmittag an der Einfahrt zum Festplatz bereits das 600. Fahrzeug. „Letztes Jahr war es um diese Zeit etwa die Hälfte“, sagte das Vereinsmitglied und freute sich über die tolle Resonanz. Diesmal musste sogar der Platz integriert werden, auf dem beim Bächtelefest Bierzelt und Biergarten aufgestellt werden. Sein Vereinskollege Michael Welker schrieb den außergewöhnlich hohen Zulauf zwar auch dem Sommerwetter zu. „Aber wir haben auch wirklich intensiv die Werbetrommel gerührt“, so Welker. Das hat sich in der Tat gelohnt.

Auch Johannes Voggel aus Hundersingen hatte sich auf den Weg nach Bad Saulgau gemacht. Natürlich mit seinem Ford Tin Lizzy, eine absolute Automobil-Legende. Gebaut im Jahr 1908, sollte es schließlich zum ersten Massenauto der Geschichte werden und verkaufte sich rund 15 Millionen Mal. Heutzutage gibt es nicht mehr viele davon. Deshalb passt Johannes Voggel auch besonders gut auf diese Rarität auf, macht immer mal wieder kleine Touren damit und hängt, bevor er das Auto auf dem Parkplatz abstellt, vorsichtshalber ein Schild auf. „Bloß gugga - idd alanga“ steht auf dem Schild. Und das hat bisher immer geklappt.

Auch bei den Lamborghini- und Maserati-Modellen bilden sich schnell Menschentrauben, es wird gefachsimpelt, verglichen und geschwätzt. „Ihr habt super Autos da“, sagte eine Besucherin, die sich auf dem angrenzenden kleinen Markt mit italienischen Käse- und Wurtspezialitäten eindeckte. „Als Veranstalter ist das schon toll, du schaust immer nur in lachende Gesichter“, so Andreas Lutz. Auch am späteren Nachmittag kamen immer wieder neue Oldtimer, darunter auch Zweiräder in vielen Variationen, suchten sich ein schattiges Plätzchen und genossen bei Kaffee und Kuchen und anderen Leckereien das Beisammensein. Für den musikalischen Rahmen wurde auch wieder der Akustik-Rocker King Ralph engagiert. Und der ist nächstes Jahr bestimmt auch wieder mit dabei. Dann feiert der Verein mit der 20. Auflage des Oldtimer-Treffens ein kleines Jubiläum.

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