Waldemar Kasprzak dreht das Spiel fast im Alleingang

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Michael Kasprzak (links) und der TSV Bad Saulgau kämpfen den TSV Eningen nieder. In den kommenden zwei Wochen entscheidet sich n (Foto: Thomas Warnack)
Schwäbische Zeitung

Spannend bis zum Schluss war das Spiel in der Volleyball-Oberliga zwischen dem TSV Bad Saulgau und dem TSV Eningen. Am Ende besiegte Bad Saulgau den Gast mit 3:1 (16:25, 25:18, 30:28 und 25:20). Nach einem schwachen Auftakt kam der Gastgeber immer besser ins Spiel und behielt gegen den Tabellenvierten die Oberhand. Zugleich war es das Spiel von Waldemar Kasprzak, der an diesem Abend zu Höchstform auflief und viele Bad Saulgauer Punkte beisteuerte.

Die Augen reiben mussten sich die Zuschauer aber im ersten Satz. Ohne Gegenwehr verlor Bad Saulgau diesen mit 16:25. Es lag sicher nicht am gut spielenden Libero Alex Stier und auch nicht am Zuspiel von Eduard Mader. Auf der Tribüne beobachtete der zu einem Lehrgang in Bad Saulgau weilende VLW-Kader das Spiel, an der Spitze Verbandstrainer Rainer Eichhorn, der sein Hauptaugenmerk auf Mader legte. Am Ende bescheinigte er dem Zuspieler eine gute Leistung. Doch der Angriff stockte und produzierte viele Fehler.

Doch Bad Saulgau steckte das weg und ging in Durchgang zwei wesentlich konzentrierter zur Sache. Nun funktionierte die Angriffsmaschine wieder, trotz einer schier unglaublichen Leistung der Gäste in der Abwehr, die immer wieder gerade noch einen Arm unter den Ball brachte. Oft brauchte es mehrere Anläufe, bis der Ball endlich auf dem Boden in der Eninger Spielfeldhälfte war. Trotzdem ging Durchgang zwei klar mit 25:18 an Bad Saulgau. Nach einem ähnlich klaren Erfolg sah es zunächst im dritten Satz aus. Gute Aufschläge, gute Blockarbeit von Andreas Beyrle und Andreas Beck und immer wieder Waldemar und Michael Kasprzak oder der starke Matthias Raible als Diagonalspieler machten die Punkte. 23:20 führte das Heimteam, als der Gast plötzlich wieder punktete und aufholte. Beim Stand von 27:26 und 28:27 hatte der Gast sogar jeweils Satzball, bis der Gastgeber wieder ins Spiel fand und mit 30:29 siegreich blieb.

Ein vierter Satz, der in die jüngere Bad Saulgauer Volleyballgeschichte eingehen wird, folgte – unter anderem mit einem der längsten Ballwechsel in der Bad Saulgauer Volleyballgeschichte. Siebzehnmal überquerte der Ball das Netz, bis Waldemar Kasprzak den Punkt ganz locker mit einem Lob in die Mitte des Eninger Feldes legte und sechs Eninger erstarrt zuschauten, wie der Ball zu Boden fiel. Mit 25:20 holte sich Bad Saulgau den Satz und damit das Spiel. Nach dem Erfolg haben Fellbach und Stuttgart nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den TSV. Sollte Bad Saulgau das schwere Auswärtsspiel am Samstag in Bad Waldsee für sich entscheiden, kommt es am 24. März zu einem echten Endspiel gegen Stuttgart um den Aufstiegsplatz in die Regionalliga.

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