Vor dem Nikolaus strengen sich die Kinder besonders an

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 Hüpfen, bis der Boden bebt, heißt es beim Nikolausturnen in der Kronriedhalle.
Hüpfen, bis der Boden bebt, heißt es beim Nikolausturnen in der Kronriedhalle. (Foto: Fotos: Artur K. M. Bay)
Artur K.M. Bay

Mehr als 200 junge und ältere Sportler haben am Sonntag beim Nikolausturnen des TSV Bad Saulgau in der Kronriedhalle Einblicke in ihre sportlichen Aktivitäten gegeben. Das dies einmal mehr vor voll besetzten Rängen über die Bühne ging, freute den Nikolaus alias Wolfgang Beutinger, der zusammen mit Knecht Ruprecht und dem TSV-Vorsitzenden Martin Blaser das sportliche Geschehen moderierte.

Ein engagiertes Team von Übungsleitern hatte die Schützlinge topfit für den großen Auftritt gemacht, und das Publikum spendete nicht nur nach jeder Darbietung der einzelnen Gruppen Applaus, sondern zudem immer wieder Beifall auf offener Szene. Gleich zu Beginn der Veranstaltung waren der Nikolaus und Knecht Ruprecht präsent und freuten sich in gespannter Erwartung auf das, was die Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und 16 Jahren einstudiert hatten. Als erste Abteilung betrat die Kinderbewegungsschule, kurz genannt KIBS, die von Michael Traub geleitet wird, das Parkett. Die 40 Kinder zeigten Bewegungsabläufe, die von Kopf bis Fuß reichten, wie Händeklatschen und Hüpfen. Das Publikum belohnte diese Vorführung zum Auftakt mit rhythmischem Klatschen.

Tanz mit bunten Bändern

Ein bezaubernder Tanz mit bunten Bändern führte die Formation „Rhythmische Sportgymnastik“ vor, bestehend aus 16 Mädchen unter der Leitung von Susanne und Editha Merz. 20 Kleinkinder umfasst die Gruppe des Kinderturnens, die durch ihre unbekümmerte Art, sich zu bewegen, Erstaunen und Schmunzeln auslöste. Zu einer „Reise ins Weltall“ machten sich 14 Kinder der Abteilung „Inklusives Kinderturnen“ auf, angeführt von ihrer sportlichen Leiterin Katharina Stumpp – ein wichtiges Element in unserer Gesellschaft, dass Behinderte und Nichtbehinderte in einem fröhlichen Miteinander gemeinsam Sport treiben. Hier war Bewegung in ihrer ursprünglichen Form gefragt.

Mit am stärksten tritt seit Jahren die Abteilung Judo und Taekwondo beim Nikolausturnen in Erscheinung. Da ging es rund, wenn die jugendlichen Recken die alten Haudegen aufs Kreuz legten, oder wenn die Kleinsten ihre Reaktionsschnelligkeit demonstrierten, 50 Mädchen und Jungs an der Zahl, angeführt von Roland Menz und seinem Trainerstab. Das Eltern-Kind-Turnen erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, sicher auch ein Verdienst der Leiterin Michaele Eisele, die wieder gut 20 Mütter und immerhin noch zwei Väter dazu bewegen konnte, mit insgesamt 30 Kleinkindern eine gelungene Performance vorzuführen. Ein riesengroßes, weißes Tuch, als Sinnbild für ein stabiles Zelt, beziehungsweise „alles harmonisch unter einem Dach“, beeindruckte diese Szenerie stark.

Die Schlussvorführung war der Abteilung Geräteturnen vorbehalten, die unter der Leitung von Hans-Jörg Mutschler und einem großen Team von Übungsleitern mit insgesamt gut 70 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 14 Jahren an den Start gingen. Das bedeutete Hochbetrieb in den Einzel-Disziplinen Boden- und Reckturnen, Pferd- und Trampolin-Sprung und Übungen am Reck.

Im Anschluss daran stand ganz und gar der Nikolaus mit seinem Freund Knecht Ruprecht im Mittelpunkt des Geschehens, um an alle Mitwirkenden ein schönes Geschenk auszuteilen.

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