Uttenweiler schafft den Federseepokal-Hattrick

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 Die ganz in Weiß gekleideten Uttenweiler besiegen im Finale des Federseepokals den Ligakonkurrenten SV Bad Buchau nach Verlänge
Die ganz in Weiß gekleideten Uttenweiler besiegen im Finale des Federseepokals den Ligakonkurrenten SV Bad Buchau nach Verlängerung und sichern sich den dritten Erfolg in Folge. (Foto: Thomas Warnack)
Mehmet Kacemer

Alle guten Dinge sind bekanntlich drei, auch in Uttenweiler. Fußball-Bezirksligist SV Uttenweiler hat am am Sonntagabend, auf eigenem Gelände, zum dritten Mal in Folge den Federseepokal gewonnen. Bereits in der Gruppenphase spielte die Wiest-Mannschaft überlegen. Im Finale besiegte der Ex-Landesligist den Ligakonkurrenten und ebenfalls Ex-Landesligisten SV Bad Buchau mit 2:1.

Das Finale gegen den Ligakonkurrenten aus Bad Buchau begann für weißgekleideten Uttenweiler mit einer Chance von Johannes Jäggle, als dieser den Bad Buchauer Keeper Kevin Muranyi ausspielte aber auch den Ball links am Tor vorbeischob (3.). Die Anfangsminuten gehörten den Hausherren, die in der Folgezeit Ball und Gegner laufen ließen. Unterbrochen wurde die Drangzeit, als Richard Bin mit einem Distanzschuss sein Visier einstellte (7.). Zwei Minuten später versuchte sich Trainer Hörtkorn nach einem Eckball, kam aber nicht druckvoll hinter den Ball. Nach 16 Minuten scheiterte Uttenweilers Stefan Maurer nach einem Eckball an Muranyi. Weitere drei Minuten später stand Bad Buchaus Deckung sehr hoch. Uttenweilers Mittelfeld erfasste die Situation und schickte Johannes Jäggle auf die Reise. Kaum am Ball, hieß die Entscheidung des Unparteiischen Abseits, eine glatte Fehlentscheidung, weil im Rücken des Schiedsrichters noch Bad Buchaus Lukas Grimm stand. Es war die einzige strittige Situation des Schiris, der ansonsten eine gute Leistung ablieferte.

Die optische Überlegenheit musste Uttenweiler eigentlich in der nächsten Szene auch in einen Treffer ummünzen, aber Michael Wiest schob in der 21. Minute den Ball am leeren Gehäuse der gelb-schwarzen Bad Buchauer vorbei.

Kurz vor der Pause strapazierten die Uttenweiler ihren Zuschaueranhang nochmals. Marc Vogel lief alleine aufs Buchauer Gehäuse zu und wiederum kullerte der Ball - dieses Mal am rechten Pfosten - am Tor vorbei.

In der Halbzeitpause bewies der Uttenweiler Zuschauer Fußballsachverstand als er meinte, dass das Auslassen dieser Torchancen ganz sicher Folgen haben werde. Nach dem Wechsel hätte in der 34. Minute Johannes Jäggle sein Erfolgserlebnis wirklich verdient gehabt, doch wiederum blieb das Pech Wegbegleiter der Uttenweiler. Der Ball ging knapp übers Tor. Bad Buchau versuchte sich aus der Umklammerung zu befreien. Und in der 43. Minute geschah es: Uttenweiler brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Mike Frahs überrumpelte die Deckung und es hieß 0:1. Zwei Minuten später tauchte Frahs erneut vor dem Uttenweiler Gehäuse aus, doch dieses Mal verhinderte der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Uttenweiler Torwart Daniel Maurer das sichere 0:2 aus SVU-Sicht. Uttenweiler erhöhte nochmals die Schlagzahl, aber Bad Buchau hatte die klareren Einschussmöglichkeiten. Die letzte und wahrscheinlich die klarste Möglichkeit vergab Frahs in der 56. Minute.

Nun, als alle schon mit einem Bad Buchauer Sieg rechneten, packte Uttenweiler die berühmt-berüchtigte Brechstange aus. Fast mit der letzten Chance gelang Stefan Maurer der 1:1-Ausgleich, was eine Verlängerung bedeutete. In der 75. Minute versuchte sich Marc Vogel mit einem Freistoß, kurze Zeit später wurden die Angriffe nochmals druckvoller und am Ende wurde dies belohnt. Kötzle legte auf und Volz vollendete zum 2:1. Bad Buchau gab aber nicht auf und Benjamin Mayer, wie auch Neu-Trainer Hörtkorn, versuchten nochmals alles, aber am Ende blieb es beim 2:1. Die Chance zum 3:1 hatte Viktor Ruf in der Nachspielzeit, doch er traf nur die Latte.

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