Uttenweiler II muss die Segel streichen

 Jens Liebhart (vorne) und der SV Uttenweiler II sind beim 0:4 gegen den SV Unterstadion (hinten: Julian Forster) chancenlos.
Jens Liebhart (vorne) und der SV Uttenweiler II sind beim 0:4 gegen den SV Unterstadion (hinten: Julian Forster) chancenlos. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Der SV Uttenweiler hat am Mittwochabend das Qualifikationsspiel um den Einzug in die Relegation zur Kreisliga A 1 gegen den SV Unterstadion verloren. Die Mannschaft von Trainer Frank Maas unterlag vor rund 800 Zuschauern in Oggelsbeuren mit 0:4 (0:4). Der SV Unterstadion fordert nun, im eigentlichen Relegationsspiel am kommenden Samstag, 18 Uhr in Daugendorf den TSV Rißtissen um einen Platz in der Kreisliga A 1 in der Saison 2022/2023.

Bereits zur Pause herrschten auf dem Platz des SV Oggelsbeuren in Attenweiler klare Verhältnisse. Vier Tore Vorsprung zur Pause, auch den Uttenweiler zugeneigten Zuschauern, Fans und Fuktionären war klar, welchen Sieger das Spiel haben würde. Und auch Uttenweilers Trainer Frank Maas hatte nichts am Sieg des SV Unterstadion zu deuteln. „Unterstadion war der verdiente Sieger“, meinte Maas nach dem Spielende. „In den ersten 15 Minuten waren wir eigentlich ebenbürtig, danach - das muss man sagen - haben sie uns einfach den Schneid abgekauft. Unglücklich war für uns natürlich, dass praktisch der erste Freistoß zu einem Tor führte. Nach dem 0:2 haben wir die Chance zum 1:2, dann haben wir einen unglücklichen Elfmeter kassiert und ein 0:4 zur Pause, da geht dann auch nichts mehr. Das ist dann halt bitter“, so Maas.

Nach einem Doppelschlag nach etwas mehr als einer Viertelstunde, nach einem Freistoß von Stefan Schosser (16.) und einem Tempogegenstoß, den Julian Forster abschloss (21.), hatte sich die Waage ohnehin früh in Richtung Unterstadion geneigt. Auf der Gegenseite ließ Uttenweiler seine dickste Chance ungenutzt und weil Doppelschläge so richtig weh tun, legte Unterstadion kurz vor der Pause nochmals einen nach - zum, wie man so schön sagt, psychologisch ungünstigsten Moment. Zunächst verwandelte Routinier Andreas Braig einen zumindest umstrittenen Foulelfmeter zum 3:0 (43.), ehe Julian Schosser das schönste Tor des Tages folgen ließ. Aus sehr spitzem Winkel hämmerte er das Leder aus vollem Lauf von der rechten Angriffsseite unter die Latte - unhaltbar für SVU-Torhüter Sauter.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatte Uttenweiler nochmals zwei gute Chancen - zum einen durch eine Direktabnahme von Guminy und einen Kopfball von Steiner nach Flanke von Blersch (53.) sowie einen Schuss aus kurzer Distanz von Armancea (60.), doch zu mehr reichte es nicht mehr. Für die meiste Stimmung sorgten die Fans beider Lager auf den Rängen - als im „Dialog“ beide Fanlager ihre Mannschaften mit dem Schlachtruf „SVUuuu“ im Wechsel unterstützten.

„Ja, wir hatten zu Bginn der zweiten Halbzeit einige Möglichkeiten, aber eigentlich keine einhundertprozentigen. Und bei 0:4 zur Pause ist das natürlich auch schwierig für den Kopf. Trotzdem freuen wir uns, hier dabei gewesen zu sein. Und jetzt feiern wir alle noch ein bisschen. Es ist ja die Mannschaft noch hier und den Fans sind auch noch fast alle da“, sagte Maas, drehte sich zu den Fans und der Mannschaft um und freute sich trotzdem irgendwie.

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