Turnier zieht über 3500 Fans an

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Vorgängerin und Nachfolger verfolgen ein Spiel auf der Tribüne bei den Knoll Open. Barbara Rittner (hinten), 13 Jahre lang Fed-C
Vorgängerin und Nachfolger verfolgen ein Spiel auf der Tribüne bei den Knoll Open. Barbara Rittner (hinten), 13 Jahre lang Fed-Cup-Chefin im DTB und inzwischen Head of Women’s Tennis im DTB, und ihr Nachfolger als Fed-Cup-Kapitän, Jens Gerlach, der dem Turnier am Mittwoch dem Turnier einen Besuch abstattete. (Foto: Bodon)
Sportredakteur

Mehr zu den Knoll Open unter www.knollopen.de

Ein positives Fazit der 20. Auflage des Tennis-Weltranglistenturniers um die Knoll Open in Bad Saulgau hat Turnierdirektor Gernot Maier gezogen. „Wir hatten insgesamt einige Zuschauer mehr als im vergangenen Jahr. Ich musste gerade den Turnierbericht ausfüllen, den wir an den Deutschen Tennis-Bund (DTB) schicken. Es waren zwischen 3500 bis 4000 Zuschauer an allen Tagen. Vor allem ab Mittwoch waren viele Zuschauer auf der Anlage. Immer dann, wenn Antonia Lottner oder Laura Siegemund gespielt haben. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Maier. „Auch am Samstag war in diesem Jahr mehr los als im vergangenen Jahr.“ Trotz der Hitze, die an den Tagen der Knoll Open herrschte. „Ich denke, wenn es nicht ganz so heiß gewesen wäre, wären es vielleicht noch ein paar Zuschauer mehr gewesen. Die Hitze hat alle geschlaucht, nicht nur die Spielerinnen, sondern auch die arbeitenden Clubmitglieder und die Zuschauer.“

Trotz Hitze, das sportliche Niveau erreichte bei der 20. Austragung des Tennis-Weltranglistenturniers in Bad Saulgau ein hohes Level. Dafür sorgte vor allem auch die spätere Turniersiegerin Laura Siegemund, die an allen Tagen Top-Leistungen bot und an einem Tag sogar zweimal ran musste. Als am Donnerstag Antonia Lottner und Alexandra Cadantu mit ihrem über drei Stunden dauernden Zweitrundenmatch jeglichen Zeitrahmen sprengten und auch die Spiele danach recht lange dauerten - unter anderem lieferten sich die ehemalige Weltklassespielerin aus der Schweiz, Patty Schnyder und die Österreicherin Barbara Haas ein fast episches Dreisatzmatch - sahen sich Turnierleiter Gernot Maier und Supervisor Rolf-Dieter Madlindl gezwungen, die letzte Partie des Tages zwischen Laura Siegemund und Sofia Shapatava auf Freitagmorgen zu verlegen. Siegemund wollte die Turnierleitung dazu bringen, früh das Spiel auf einem anderen, freien Platz anzusetzen, doch Maier verweigerte mit Blick auf die Zuschauer, die eigens wegen Siegemund gekommen waren, dieser den Wunsch. „Das kann ich wegen der Zuschauern nicht machen. Das muss sie auch verstehen“, hatte Maier noch am Donnerstagabend, während des Schnyder-Haas-Matches angedeutet. Siegemund stimmte etwas missmutig zu, spielte am Freitag zwei Partien, zeigte sich aber - wohl auch ob ihres Turniersiegs - während der Siegerehrung am Sonntag versöhnlich, lachte („Es war ziemlich anstregend, ich musste sogar an einem Tag zweimal spielen...“) und sorgte für Heiterkeit. „Sie hat ja gottseidank gesagt, dass sie mir verziehen hat“, sagte Gernot Maier in der Rückschau. „Wir sind - gemeinsam mit ihrem Freund - nach dem Finale im Clubhaus noch einmal zusammengesessen“, sagt Maier. „Und das Halbfinale am Samstag gegen Barbara Haas war ein echtes Highlight. Das hätte einige Male kippen können“, schwärmt Maier vom Vorschlussrundenspiel. Doch auch insgesamt war Maier mit dem Turnier sportlich zufrieden. „Es waren viele enge Matches dabei, kaum eine Spielerin ist so richtig abgefallen.“

Gerlach unterbricht Urlaub

Der Turnierdirektor freute sich auch über die Tatsache, dass die hohe Tennisprominenz dem Turnier die Aufwartung machte. „Dass Barbara Rittner nach Bad Saulgau kommt, ist natürlich eine große Aufwertung unseres Turniers und auch ihr Nachfolger als Fed-Cup-Coach, Jens Gerlach, war am Mittwoch hier, hat eigens seinen Urlaub unterbrochen. Ich hatte ihn auch zum Sponsorenabend eingeladen, aber er musste leider wieder weg“, sagt Maier.

Dennoch: Schon am gestrigen Dienstag erinnerte nicht mehr viel an die 20. Austragung der Knoll Open auf der Tennisanlage an der Wallstraße in Bad Saulgau. „Der Montag war noch einmal anstrengend. Da haben wir alles abgebaut. Wir waren insgesamt 40 Helfer, die meisten davon Mitglieder des TC Bad Saulgau, aber auch 14 Helfer der Firma Knoll. Jetzt atmen wir erstmal durch. Gut, den Turnierantrag müssen wir ziemlich schnell wieder stellen“, aber ein bisschen Pause habe man doch.

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