TSV will sich nicht verwirren lassen

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 Dennis Kaumann (gelbes Trikot) und der TSV Bad Saulgau wollen gegen die „Rams“ aus Ravensburg den nächsten Sieg feiern. Für Rav
Dennis Kaumann (gelbes Trikot) und der TSV Bad Saulgau wollen gegen die „Rams“ aus Ravensburg den nächsten Sieg feiern. Für Ravensburg wäre das wohl gleichbedeutend mit dem Abstieg. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Nach vier Siegen und 9:1 Punkten in den jüngsten fünf Spielen steht für den TSV Bad Saulgau am Sonntag, 16.30 Uhr (Kronriedhalle), das Derby der Handball-Landesliga gegen den TSB Ravensburg an. Wegen des Besuchs des Ministerpräsidenten im Zuge der 1200-Jahrfeier der Stadt Bad Saulgau wurde die Partie von Samstag auf Sonntag verlegt.

Trotz der Verlegung ist Bad Saulgaus Trainer Matthias Kempf optimistisch. Nach 9:1 Punkten wollen die Bad Saulgauer den nächsten Sieg einfahren. Dass sich die meisten Mannschaften gegen die unkonventionell spielenden „Rams“ schwertun, ist in Bad Saulgau bekannt. Nur selten konnten die Spitzenmannschaften der Liga gegen Ravensburg deutlich gewinnen. Auch Bad Saulgau setzte sich im Hinspiel nie richtig ab und gewann in einem recht unansehnlichen Match nur knapp mit 25:23. Zuletzt zeigte sich der Tabellenvorletzte aus Ravensburg gut in Form, gewann gegen Kuchen-Gingen und spielte Remis gegen Söflingen. Vor drei Wochen brachten die Ravensburger sogar Tabellenführer Altenstadt an den Rand einer Niederlage und mussten sich am Ende knapp, mit zwei Toren Differenz, geschlagen geben. Die Rückraumspieler Lukas Paul, Joel Schwarz und Claudius Frank sind meist sichere Schützen der Ravensburger. Vor allem Spielmacher Joel Schwarz erzielt oft genug zehn oder mehr Treffer pro Spiel. Trainer Levente Farkas sowie Co- und Spielertrainer Markus Rosenwirth waren mit der Punkteausbeute der vergangenen beiden Spiele zufrieden, wohl wissend, dass das rettende Ufer fünf Spieltage vor Saisonende kaum noch zu erreichen ist.

Verwirrung im Hinspiel

Die ständig wechselnden Abwehrstrategien des Gegners brachten Bad Saulgau im Hinspiel völlig aus dem Konzept. Obwohl spielerisch überlegen, ließen sie sich verwirren und zu Fehlern im Angriff provozieren. Erst im zweiten Abschnitt konnte sich Bad Saulgau auf das Verwirrspiel des Gegners besser einstellen, die spielerische Überlegenheit auf die Platte bringen und sich vom Gegner absetzen.

TSV-Coach Matthias Kempf möchte sich auf keinen Fall wieder auf eine Zitterpartie einlassen. Von Beginn will er mit seiner Mannschaft die „Rams“ unter Druck setzen und sich keinesfalls das Spiel vom Gegner diktieren lassen. „Die Spielweise der ,Rams’ ist etwas unorthodox. Das bekamen auch andere Mannschaften zu spüren, die Ergebnisse waren meist knapp. Man weiß nie, was einen erwartet. Die Ravensburger können die Abwehr innerhalb kurzer Zeit plötzlich von einer 6:0- über eine 5:1- auf die 3:3-Variante umstellen. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir gewinnen. Wir dürfen nicht in Hektik verfallen wie beim bislang letzten Aufeinandertreffen“, sagt Kempf. „Für Ravensburg ist es vielleicht die letzte Chance, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Es ist ein wichtiges Spiel für den TSB.“

Mit Ausnahme von TSV-Rückraumschütze David Tovmasyan, der noch immer an einer Knöchelverletzung laboriert, waren in dieser Woche alle Akteure im Training an Bord. Der Einsatz von Tovmasyan ist eher unwahrscheinlich. Alle anderen Spieler sind voraussichtlich einsatzfähig. Matthias Kempf selbst ist gespannt, wie der Sonntagstermin von den Fans angenommen wird. „Es ist ungewohnt für uns, am Sonntagnachmittag zu spielen. Wir hoffen natürlich auf genauso viele Zuschauer und genauso lautstarke Unterstützung wie an einem Samstagabend. Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans, sie sind der achte Mann“, sagt Kempf.

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