Nadja Wachter (li.) kann schon wieder lächeln. Auf der Laufstrecke spielt ihr der Körper einen Streich. Trotzdem wird sie stark
Nadja Wachter (li.) kann schon wieder lächeln. Auf der Laufstrecke spielt ihr der Körper einen Streich. Trotzdem wird sie starke Fünfte. Torsten Deuter (re.) freut sich übers Hawaii-Ticket. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Torsten Deuter, Triathlet des Ausdauer-Leistungszentrums (ALZ) aus Sigmaringen, hat im amerikanischen Houston, bei der Kontinentalmeisterschaft im Langstreckentriathlon über die klassische Ironman-Strecke (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen) das Ticket für die Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii gelöst. Zweite Sigmaringer Starterin war Nadja Wachter, die das WM-Ticket knapp verpasste.

Torsten Deuter konnte zunächst seine schwächste Disziplin, das Schwimmen, als guter 19. beenden. Dank einer dynamischen, coragierten Fahrt auf der 180 Kilometer langen Radstrecke machte er viele Plätze gut. Zwischenzeitlich schob sich Deuter bis auf den neunten Platz nach vorne und ging guter Dinge auf den abschließenden Marathonlauf. Auch ihm setzten die Hitze und die starke Konkurrenz zu. Die Oberschenkelmuskulatur des Sigmaringers krampfte so stark, dass es ihm nicht möglich war, weitere Plätze gutzumachen. Trotzdem kämpfte sich Torsten Deuter bei 30 Grad Celsius auf dem von Hitze gekennzeichneten Laufkurs weiter Richtung Ziellinie und musste erst auf den letzten Laufkilometern den Kontakt nach vorne abreißen lassen. Deuter belegte einen starken 15. Rang, in dem mit über 3000 Teilnehmern starken, internationalen Starterfeld in seiner Altersklasse. Durch diese Leistung hat Deuter sich einen sportlichen Lebenstraum erfüllt und ist durch seine herausragende Leistung für die Triathlon-Weltmeisterschaften über die Langstrecke auf der Pazifikinsel Hawaii qualifiziert. Dort kann er sich im Herbst (Termin: 12. Oktober) mit den stärksten Triathleten der Welt messen und um die WM-Krone streiten.

Nadja Wachter, die herausragende Langstreckenathletin des ALZ, konnte sich - wie gewohnt - im Schwimmen im Vorderfeld der Frauen festsetzen. Als drittschnellste Frau wechselte sie aufs Rad. Auf der sehr windigen Radstrecken zeigte Wachter eine überdurchschnittliche Leistung und vergrößerte Ihren Vorsprung auf die folgenden Athletinnen deutlich. Nur eine russische Athletin konnte dem Parforceritt der oberschwäbischen Athletin Paroli bieten.

An der Spitze entbrannte ein spannender Kampf um den Sieg in der Altersklasse und somit um eine Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf Hawaii. Die Russin führte und wechselte als Erste auf die Laufstrecke, Wachter hatte einen komfortablen Vorsprung auf die folgenden Athletinnen. Nach wenigen Kilometern des abschließenden Laufs sah es danach aus, als könne sie nichts und niemand von Platz zwei verdrängen. Doch auf Grund starker Magenkrämpfe musste sie die Laufgeschwindigkeit deutlich drosseln und wurde letztendlich Fünfte. Ein gutes Resultat, aber sie verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaften um wenige Minuten.

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