Tempo beim Spielplatz in den Krummen Äckern

Lesedauer: 5 Min
So sieht der Entwurf des Büros Fregin aus.
So sieht der Entwurf des Büros Fregin aus. (Foto: Entwurf: Büro Fregin:)
stellv. Redaktionsleiter

Beim geplanten Spielplatz im Baugebiet Krumme Äcker drückt die Stadtverwaltung aufs Tempo. Noch im kommenden Jahr sollen ihn Kinder und Familien nutzen können.

Weshalb jetzt das Thema Spielplatz? Die Spielgeräte haben lange Lieferfristen, sagt Pascal Friedrich in der Gemeinderatssitzung. Die Verwaltung möchte deshalb schnell bestellen. Damit die Mittel bereitstehen, musste der Gemeinderat eine Verpflichtungsermächtigung über 50 000 Euro für das kommende Jahr beschließen. Der Beschluss stellt sicher, dass mit Mitteln aus dem Haushalt 2019 schon jetzt gearbeitet werden kann.

Das Landschaftsarchitekturbüro René Fregin aus Herdwangen-Schönach konzipiert den neuen Spielplatz mit dem Titel „Streifzug durch die krummen Äcker”. Das Büro ist in Bad Saulgau auch an der Erstellung der neuen Spielplatzkonzeption beteiligt und hat im Marienpark einen von insgesamt vier konzipierten Sterne-Spielplätzen gestaltet. Im Gegensatz zu diesen zentralen Spielplätzen handelt es sich beim Spielplatz in den Krummen Äckern um eine kleinere, aber wohnortnahe Einrichtung für Kinder. Zu Beginn des Jahres gab es bei dieser Frage eine Auseinandersetzung zwischen Stadtverwaltung und Familien, die im Baugebiet Krumme Äcker 3 gebaut hatten. Ursprünglich war dieser Spielplatz in Verlängerung der Straße „Am Frankenweiher“, im südöstlichen Bereich des Baugebiets, vorgesehen. Die betroffenen Familien, die dort ein Haus gebaut haben, geben an, dass sie einen Bauplatz wegen des Spielplatzes gebaut hätten.

Stadt nimmt neuen Standort

Doch die Fläche für den ursprünglichen Standort ist inzwischen Bauplatz. Der Grund: Im Mai 2017 trat im Baugesetzbuch der neue § 13b in Kraft. Daraus folgte, dass das neue Baugebiet Krumme Äcker 4 viel schneller kam als ursprünglich geplant. Aus Sicht der Stadtverwaltung musste der Platz aus diesem Grund verlegt werden. Für Stadtbaumeister Pascal Friedrich ist das eine gute Entscheidung: „Der neue Standort ist deutlich besser geeignet. Der neue Spielplatz ist aus allen Bereichen des Wohngebiets gut erreichbar.“

Hängematte, Drehscheibe, eine Wackelbrücke, Hüpfpalisaden eine Balancierstrecke oder eine Hängematte hat das Büro für den neuen Spielplatz vorgesehen. Laut Pascal Friedrich ist der Bau des Kindergartens im zweiten Quartal 2019 möglich. „Die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet “Krumme Äcker 4 kommen sehr gut voran”, nannte der er als Grund.

Würde die Stadtverwaltung warten, bis die Mittel für den neuen Spielplatz im Haushaltsplan des kommenden Jahres bereitstehen, müsste mit der Fertigstellung mindestens bis ins dritte Quartal gewartet werden. „Dann neigt sich die Saison schon wieder dem Ende zu”, so Friedrich, „das wäre schade“.

Der Gemeinderat sah das genauso und genehmigte die Verpflichtungsermächtigung. Refinanziert wird die Summe wie schon die Mittel für die Erlebnisstationen im Naturthemenpark mit den nicht in Anspruch genommenen Mitteln für die Sanierung der ABC-Halle.

Wolfgang Lohmiller von der Fraktion Die Grünen/Junge Liste wollte wissen, wie hoch das Risiko ist, dass der Spielplatz irgendwann weichen muss. Die Spielplatzfläche ist bei einer möglichen weiteren Fortentwicklung des Baugebiet in diesem Bereich als Rückhaltebecken für Regenwasser vorgesehen. Da sei nicht konkret, eine Weiterentwicklung in den nächsten Jahren sei hier unwahrscheinlich, so Friedrich. „Für eine Generation ist der Standort als Spielplatz gesichert”, sagte der Stadtbaumeister.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen