Eberhard Gröh, Geschäftsführer in der Suchthilfe der Zieglerschen (rechts), ist mit einer Feierstunde in der Fachklinik Höchste
Eberhard Gröh, Geschäftsführer in der Suchthilfe der Zieglerschen (rechts), ist mit einer Feierstunde in der Fachklinik Höchsten verabschiedet worden. Er übergab den in der Suchthilfe-Fachklinik Ringgenhof gefertigten Schlüssel sowie die Geschäftsbereichsleitung der Suchthilfe nahtlos an Andreas Schmidt (Mitte). Gewürdigt wurden die Verdienste Gröhs von Gottfried Heinzmann, fachlich-theologischer Vorstand bei den Zieglerschen (links) und von zahlreichen Wegbegleitern. (Foto: Annette Scherer)
Schwäbische Zeitung

Eberhard Gröh, Geschäftsführer in der Suchthilfe der Zieglerschen, ist mit einer Feierstunde in der Fachklinik Höchsten verabschiedet worden. Er wechselt Anfang November als kaufmännischer Geschäftsführer in das Unternehmen seines Bruders in Nordrhein-Westfalen. Bei den Zieglerschen übergab Gröh die Geschäftsbereichsleitung der Suchthilfe nahtlos an Andreas Schmidt.

„Wir bedauern es sehr, dass Sie gehen, Herr Gröh, und wünschen Ihnen gleichzeitig für den Neuanfang alles Gute!“ Diesem Satz des fachlich-theologischen Vorstands Gottfried Heinzmann konnten sich an diesem Tag alle anschließen. In seiner Rede hob Gottfried Heinzmann Gröhs Fähigkeit, positiv zu denken und zuversichtlich an Schwierigkeiten heranzugehen, hervor. Er verglich Gröhs Talent mit dem eines Jongleurs. „Ich schätze an Ihnen diese Bereitschaft, Neues anzufangen und sich zugleich auf das Wesentliche zu konzentrieren“, sagte er.

Rund 80 Gäste hatten sich in der Suchtfachklinik Höchsten in Bad Saulgau versammelt, um Gröh nach sieben Jahren in verschiedenen Leitungsfunktionen bei den Zieglerschen Lebewohl zu sagen. Eberhard Gröh war 2012 als kaufmännischer Geschäftsführer der Suchthilfe zu dem diakonischen Sozialunternehmen mit Sitz im oberschwäbischen Wilhelmsdorf gekommen. Bereits kurze Zeit später übernahm er in Doppelfunktion auch die kaufmännische Geschäftsführung in der damaligen Service-Gesellschaft der Zieglerschen. Nach einer Umstrukturierung hatte Eberhard Gröh zunächst das Controlling des Gesamtunternehmens neu aufgebaut, bevor er Ende 2015 – wieder in Doppelfunktion – erneut die Geschäftsführung in der Suchthilfe übernahm. Im Bereich Controlling hatte Gröh Anfang 2019 seine Aufgaben an Philipp Rössler übergeben und während der Vakanz des kaufmännischen Vorstandspostens den fachlich-theologischen Vorstand Gottfried Heinzmann in betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützt.

Wechsel nach NRW

Der Betriebswirt wechselt nun in das mittelständische, international agierende Unternehmen seines Bruders, das in der Prüftechnik für die Automobilzulieferindustrie tätig ist. Die Anfrage sei für ihn selbst überraschend gekommen, erklärte Gröh. Er stehe heute „mit einem lachenden und einem weinenden Auge hier“, gestand er den vielen Wegbegleitern, die zu seiner Verabschiedung gekommen waren – darunter auch Vertreterinnen und Vertreter des Förderkreises Suchthilfe, der Suchtberatungsstellen, des diakonischen Werks Württemberg und befreundeter Einrichtungen.

Dank für Zusammenarbeit

Gröh dankte dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und den Geschäftsführungen der anderen Geschäftsbereiche bei den Zieglerschen. Ebenso hob er die gute Zusammenarbeit mit den Leitungskräften in der Suchthilfe und den Mitarbeiterinnen seines Büros hervor. „Hier für Menschen zu verantwortlich zu sein, wird mir fehlen“, sagte er.

Zahlreiche Wegbegleiter würdigten Eberhard Gröhs Verdienste in den Zieglerschen und brachten ihre persönliche Wertschätzung zum Ausdruck. „Sie haben einen unerschütterlichen Glauben an die Chancen der Veränderung“, attestierte ihm Geschäftsführungskollegin Ursula Belli-Schillinger. Wie beliebt Eberhard Gröh innerhalb und außerhalb des Unternehmens ist, spiegelte sich in den zahlreichen Beiträgen bei seiner Verabschiedung wider. Thomas Greitzke, therapeutischer Leiter der Fachklinik Ringgenhof für suchtkranke Männer der Zieglerschen, sagte: „Sie sind ein unverbesserlicher Optimist. Das hat uns geholfen, als Sie uns auch durch schwierige Zeiten geführt haben. Und wir sind traurig, dass Sie gehen.“ Jürgen Ziegele, erster Vorstand des Förderkreises Suchthilfe der Zieglerschen, drückte es so aus: „Sie waren ganz einfach einer von uns.“ Dem Förderkreis bleibt Eberhard Gröh als Mitglied auch weiterhin verbunden.

Gröhs Nachfolge als Geschäftsbereichsleiter Suchthilfe übernimmt zum 1. November Andreas Schmidt. Schmidt studierte an den Universitäten Konstanz und Friedrichshafen Verwaltungswissenschaften und Public Management und ist seit drei Jahren persönlicher Referent des fachlich-theologischen Vorstands bei den Zieglerschen. In diesem Rahmen war er u.a. ehrenamtlicher Gründungsgeschäftsführer des Verbandes für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft und für die politische Vernetzung der Zieglerschen zuständig.

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