Starke Defensive stimmt den Trainer optimistisch

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 Jens Hahn (rechts) holt sich ein Sonderlob von seinem Trainer für seine Leistung gegen Straßberg ab.
Jens Hahn (rechts) holt sich ein Sonderlob von seinem Trainer für seine Leistung gegen Straßberg ab. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Nach dem 1:1 zu Hause gegen den TSV Straßberg am vergangenen Wochenende reist der FV Altheim, am 19. Spieltag der Fußball-Landesliga, am Samstag, zum SV Kehlen. Die Mannschaft von Trainer Marc Max zeigte gegen Straßberg eine gute Leistung, sah schon fast wie der sichere Sieger aus und musste in der Nachspielzeit in Unterzahl den Ausgleichstreffer schlucken.

„Ich war mit dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden“, sagt Altheims Trainer Marc Max zum Spiel gegen den TSV Straßberg. „Ab der Roten Karte gab es noch Redebedarf, denn davon, hinten reinzustehen hat niemand etwas gesagt. Ich habe nach dem Platzverweis Martin Schrode zurück auf die Zehnerposition und Sebastian Gaupp auf die fehlende Sechs zurück geholt. Dann hätten wir mit der 1:0-Führung einfach so weiter spielen sollen. Straßberg hat nichts umgestellt und blieb konstant mit 5-4-1 stehen, auch nach dem Platzverweis.“ So habe man quasi selbst die Straßberger automatisch offensiver gemacht, zeigte sich Max mit dem Spiel seiner Mannschaft so gar nicht einverstanden.

Und so zielt Max mit seiner Kritik eher auf die taktische Diszplin seiner Mannschaft ab, als auf den Platzverweis selbst. Trotzdem ist Max ungehalten über die Aktion von Manuel „Notsche“ Butscher. „Das Thema Notsche haben wir nochmal angesprochen. Er hat nun ein paar Tage Zeit, um darüber nachzudenken. Er weiß selbst, dass ihm das nicht passieren darf“, sagt Max, nimmt Butscher aber auch in Schutz: „Aber so ein Typ wie Notsche kommt dann trotzdem in jedes Training und gibt alles. So, als stehe er am kommenden Samstag auf dem Platz.“

Starkes Zentrum gegen Straßberg

Vor allem das Defensivverhalten seiner Mannschaft nimmt Max zum Anlass, optimistisch zu sein. Die Abwehr habe sehr gut funktioniert. „Definitiv! Insbesondere wenn man sieht, dass wir in dieser Konstellation nie zuvor gespielt haben. Jens Hahn hat eine Topleistung an den Tag gelegt. Die Innenverteidigung mit Wendelin Spitzfaden und Christoph Weber hat bis auf kleine Abspielfehler ebenso eine sehr gute Leistung gezeigt, bis zur 90. Minute nichts zugelassen. Auch stark, weil Wendelin keine Spielpraxis hat. Taktisch und im Spielaufbau haben die Defensiven alles umgesetzt, was besprochen war. Björn Pfister war stark in den Zweikämpfen.“ Doch die gute Leistung weitet Max auf alle Mannschaftsteile aus. „Das Zentrum hat keine Räume oder Löcher produziert. Darauf lege ich enorm viel Wert. Timo Reck fühlte sich spürbar wohl, was man an einem guten Spiel von ihm gesehen hat. Sebastian Gaupp hat herausragend gespielt und ist als Kapitän seiner Mannschaft vorausgegangen. Sein Zuckerpass zum 1:0 auf Geiselhart hat mich an Pässe von Maradona erinnert.“

Doch gegen den SV Kehlen plagen den Trainer neue Sorgen. Björn Pfister fehlt urlaubsbedingt. Auch Wendelin Spitzfaden steht nicht zur Verfügung. Der Einsatz gleich mehrerer Spieler ist fraglich: Christoph Weber, Markus Locher, Philipp Maier und Johannes Reuter. Vor allem ein Fehlen von Weber würde die Altheimer schmerzen. Weber hatte gegen Straßberg einen Ellbogenschlag abbekommen und muss eine Zahnschiene tragen. Max: „Ich hoffe trotzdem, dass es geht. Christoph ist ein netter Typ und fairer Spieler und muss so etwas abbekommen.“ Und so sagt Max: „Die Statistik und die Serie sowie die Personalsituation sprechen zwar nicht für uns, aber Serien sind manchmal da, um sie zu stoppen. Die elf Männer, die am Samstag gegen Kehlen spielen, haben mein einhundertprozentiges Vertrauen und werden taktisch alles geben, um etwas Zählbares mitzunehmen. Kehlen wird die Stärken in der Offensive haben. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Max.

Doch Kehlen fehlt noch die Konstanz. „Wir haben den Punktspielmodus noch nicht gefunden“, sagte ein enttäuschter SVK-Trainer Michael Steinmaßl nach dem 0:3 in Oberzell. Zu zaghaft in den Zweikämpfen, zu sehr fehlerbehaftet im Aufbauspiel. Ein Heimsieg sei, so Steinmaßl, Pflicht. „Ich gehe davon aus, dass Jonas Klawitter wieder zur Verfügung steht“, hofft Michael Steinmaßl auf personelle Verstärkung. Allerdings gibt es noch das eine oder andere Fragezeichen bei Spielern, die in dieser Woche krankheitsbedingt nur eingeschränkt trainieren konnten. Michael Steinmaßl versprüht Optimismus: „Wir sind heiß auf die Wiedergutmachung und wollen das Spiel gewinnen.“

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