Stadt sucht Ansprechpartner fürs Thema Nachhaltigkeit

Lesedauer: 3 Min
Bad Saulgau möchte Fairtrade Town werden.
Bad Saulgau möchte Fairtrade Town werden. (Foto: Archiv: Miriam Ersch)
stellv. Redaktionsleiter

Bürgermeisterin Doris Schröter hat sich in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag zur geplanten Zertifizierung als „Fairtrade Town“ bekannt. Für das Thema will sie in der Stadtverwaltung auch personelle Kapazitäten zur Verfügung stellen.

Es sollen allerdings keine zusätzlichen Stellen geschaffen werden. „Das muss bei uns jemand on top (zusätzlich, d. Red.) bewältigen“, so die Bürgermeisterin. Man werde sich „schlau machen“, wer diese Arbeit übernehmen könnte.

Marika Marsovszki, Kirchengemeinderätin der evangelischen Kirchengemeinde Bad Saulgau und Mitglied im Arbeitskreis (AK) Zukunft, hatte sich in der Einwohnerfragestunde zu Wort gemeldet. Sie fragte, wie die Stadtverwaltung Schulen und Kindergärten zur Erziehung zur Nachhaltigkeit anregt und sie dabei unterstützt.

„Mir ist das Thema auch persönlich ganz wichtig“, antwortete die Bürgermeisterin. Der Gemeinderat habe bei seiner Klausurtagung Ziele beschlossen. Nun komme es darauf an, Entscheidungen und Planungen danach auszurichten. „Wir brauchen bei diesem Thema aber auch Mitstreiter“, sagte die Bürgermeisterin und zeigte sich zufrieden, dass sich der AK Zukunft dafür anbiete.

Beim Thema Nachhaltigkeit in Schule und Kindergarten appellierte Doris Schröter, auch das Elternhaus mit einzubeziehen. „Was im Kindergarten vermittelt wird, nutzt nichts, wenn es nicht auch im Elternhaus gelebt wird.“

Die Idee der Nachhaltigkeit stecke in der Entscheidung des Gemeinderats zur Einrichtung eines Waldkindergartens noch in diesem Jahr. Allerdings habe die Stadt keinen Einfluss, wie das Thema in den Orientierungsplänen in den Kindergärten oder den Bildungsplänen für Schulen verankert sei.

Stefan Oßwald, Stadtrat der CDU und Leiter des Störck-Gymnasiums, sagte, dass der Bereich Nachhaltigkeit seit 2016 das Thema in allen Fächern im Bildungsplan des Gymnasiums verankert sei.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen