„Stadt braucht sich nicht zu verstecken“

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 Bürgermeisterin Doris Schröter (links) bedankt sich mit einem Blumenstrauß bei Moderatorin Evelin König für die Moderation.
Bürgermeisterin Doris Schröter (links) bedankt sich mit einem Blumenstrauß bei Moderatorin Evelin König für die Moderation. (Foto: Thw)
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Grandios, einmalig, beeindruckend: Der Festakt anlässlich 1200 Jahre Bad Saulgau am Samstagabend in der voll besetzen Stadthalle ist von den mehr als 1000 Besuchern mit Komplimenten überschüttet worden. Bad Saulgaus Bürgermeisterin Doris Schröter war überwältigt vom Bühnenprogramm und von der Resonanz der Bürger.

Die erste richtige Entscheidung hatte die Verwaltung schon vor wenigen Wochen getroffen. Der Festakt wurde vom Stadtforum in die viel größere Stadthalle verlegt, um möglichst vielen Bad Saulgauern einen Sitzplatz anbieten zu können. Nicht ein Besucher musste nach Hause geschickt werden, auch wenn sich der ein oder andere mit einem Stehplatz begnügen musste. Und Doris Schröter nutzte in ihrer Ansprache die Gelegenheit, um die Vorzüge der Stadt zum Ausdruck zu bringen, deren erste urkundliche Erwähnung im Jahr 819 war. Ein Jahr lang feiert Bad Saulgau mit mehr als 100 Jubiläumsveranstaltungen den 1200. Geburtstag. Und daran ändere auch nichts der Fund eines 3000 Jahre alten Urnengrabs auf dem Areal des ehemaligen Gasthauses Kreuz. „Die Geschichtsbücher müssen nicht umgeschrieben werden“, sagte Schröter.

Das Jubiläumsjahr, setzte Schröter fort, soll zeigen, „warum die Menschen hier gerne leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen“. Schröter höre von Menschen, die neu in der Stadt sind, stets anerkennende Worte über Bad Saulgau. „Fremde öffnen uns da manchmal die Augen für die Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen.“ Bad Saulgau habe eine außergewöhnlich dynamische Entwicklung hinter sich, sagte Schröter, die auf einen historischen Rückblick verzichtete, aber dennoch den Bau der Sonnenhof-Therme im Jahr 1984 als ein wichtiger Meilenstein erwähnte. „Das Thermalbad eröffnete völlig neue Perspektiven und war so etwas wie eine Initialzündung“, so Schröter.

Hohe Lebensqualität

Die Stadt brauche sich in vielerlei Hinsichten beileibe nicht verstecken. „Wir sind wirklich herausragend, was zum Beispiel Kunst und Kultur anbelangt. Wir sind bundesweit Vorreiter und beispielgebend beim Umwelt- und Naturschutz im Bereich Biodiversität. Kurzum: Bad Saulgau sei eine liebenswerte und lebenswerte Stadt, die eine hohe Lebensqualität biete.

Was sich Schröter für die Zukunft wünscht? Sie will, dass sich die Bürger mit ihr über das Erreichte freuen und stolz auf ihre Stadt seien. Wenn die Bürger am Ende des Jahrs sagen können, dass es einfach schön sei, in Bad Saulgau zu leben, „dann war es tatsächlich ein besonderes Jahr“, ergänzte Schröter. Nur dann werde das Jubiläumsjahr, in dem die Bad Saulgauer noch mehr zusammenrücken sollen, nachwirken und Schwung geben für die nächsten 1200 Jahre.

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