Spatenstich für mehr Raum für die Feuerwehr

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Die Prominenz geht beim Spatenstich ans Werk (von links): Bauunternehmer Joachim Reck, Stadtbaumeister Pascal Friedrich, Thomas
Die Prominenz geht beim Spatenstich ans Werk (von links): Bauunternehmer Joachim Reck, Stadtbaumeister Pascal Friedrich, Thomas Hipp, Statik & SiGeKo; Architektin Brigitte Deuringer, Richard Striegel, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Saulgau; Stadtbran (Foto: Feuerwehr Bad Saulgau)
stellv. Redaktionsleiter

Großer Tag für die freiwillige Feuerwehr Bad Saulgau: Am Montag hat es beim Spatenstich das offizielle Startsignal für den Bau der Erweiterung der Hauptfeuerwache in der Martin-Staud-Straße in Bad Saulgau gegeben.

Deutlicher hätte die Feuerwehr die Notwendigkeit für die Erweiterung nicht zeigen können. Vor den Toren der Fahrzeughalle waren die Fahrzeuge der Feuerwehr wie ein Spalier aufgestellt. Jeder konnte zählen: Die Zahl der Tore reicht nicht für diese Menge an Fahrzeugen.

Stadtbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck konnte sich nicht nur über das super Wetter am Montagabend freuen, sondern auch über die Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen für die Feuerwehr: „Es ist eine Riesenmotivation, dass wir in Zukunft sicher und ordentlich arbeiten können.“ Im zweiten Schritt müsse die Sanierung des bestehenden Gerätehauses folgen, so Dumbeck.

Bis zum Spatenstich hat es einige Zeit gedauert. „Mit zwölf Jahren sind wir immer noch schneller als beim Berliner Flughafen“, flachste der Erste Beigeordnete und oberste Feuerwehrmann der Stadt, Richard Striegel. Schließlich sei die Situation bereits seit 2006 bekannt. Gegenüber dem Jahr 1984, dem Jahr der Einweihung der bestehenden Hauptwache, habe sich die Zahl der zu wartenden Atemschutzgeräte von 124 auf 600 erhöht, die zu versorgenden Schlauchlängen haben sich gar verzwanzigfacht. Für Striegel ist das Bauvorhaben „ein weiteres Leuchtturmprojekt für die städtische Infrastruktur“. Die bisherige Verzögerung des Baubeginns um rund drei Monate begründete er mit noch zu klärenden Details der Planung. Doch das habe sich gelohnt. Der Entwurf sei funktional gut, städtebaulich und architektonisch gelungen. Darauf haben Bauherr und Planer bei diesem Projekt an einer Einfahrtstraße zur Stadt Wert gelegt. „Damit gehören die erschwerten Bedingungen für Mannschaft und Gerätewarte bald der Vergangenheit an“, freute sich Striegel. Die Feuerwehr selbst hat sich bereits im Vorfeld des Spatenstichs mit Vorarbeiten eingebracht und will weitere Vorarbeiten leisten.

Drei Zuschussbescheide

Kreisbrandmeister Michael Hack dagegen war froh über den späteren Baubeginn. Wäre der Bau früher realisiert worden, hätte man die gesetzliche Bindefrist von 30 Jahren nicht abgewartet. „Dann hätte es wahrscheinlich Abzüge bei den Zuschüssen gegeben“, sagte der Kreisbrandmeister. So brachte der Kreisbrandmeister drei Zuschussbescheide mit. Einen über 315 000 Euro aus der Fachförderung, weitere 96 000 Euro für die Atemschutzwerkstatt. Besonders über den Zuschuss für die Atemschutzwerkstatt freute sich Striegel: „Das ist nicht unbedingt selbstverständlich.“ Die Atemwerkstatt in Bad Saulgau wartet auch die Atemschutzgeräte von benachbarten Feuerwehren. Im dritten Umschlag befand sich der Zuschussbescheid über 92 000 Euro für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). Mit den allen zugesagten Zuschüssen sind die zuschussfähigen Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu einem Drittel finanziert. Insgesamt werden die Kosten für den Anbau auf 1,85 Millionen Euro geschätzt, inklusive Umbau des bestehenden Gebäudes auf 2,9 Millionen Euro.

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