Skulptur von Robert Schad soll in den Besitz der Stadt übergehen

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 Das sind die Vorstandsmitglieder und Beiräte des Kunstvereins (v.l.): Anja Jelly, Edith Griebel, Andreas Ruess, Silke Nowak, Ur
Das sind die Vorstandsmitglieder und Beiräte des Kunstvereins (v.l.): Anja Jelly, Edith Griebel, Andreas Ruess, Silke Nowak, Ursula Lott, Antonie Sauter, Regina Dichmann und Petra Ehinger. (Foto: Monika Fischer)

Ein positives Bild des vergangenen Vereinsjahrs haben die Vorsitzende Regine Dichmann und die Vorstandsmitglieder bei der Hauptversammlung des Kunstvereins Bad Saulgau gezeichnet. Als gewichtiges Vorhaben der aktuellen Saison gilt die Beteiligung des Vereins am Kauf einer Schad-Skulptur, die vom Plenum gebilligt wurde.

In ihrem Blick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtete Regina Dichmann von drei Kunstfahrten, die zu spannenden Ausstellungen mit Werken von Sepp Mahler in Ehingen, Jakob Bräckle in Biberach sowie Willi Siber in der Villa Roth führten. Ein Atelierbesuch galt dem Künstlerpaar Andrea und Nikolaus Kernbach in Aulendorf. Das aus Termingründen geplatzte Treffen mit dem Bad Waldseer Künstler Richard W. Allgaier soll in diesem Jahr nachgeholt werden.

Dass der Verein sich auch sozial engagiert, zeigten eine Spende für das Kalenderprojekt des Lionsclubs sowie der Ankauf eines Kunstwerks, das als Dauerleihgabe im Bad Saulgauer Krankenhaus hängen wird. Die mit der Auswahl des Bildes betrauten Vorstandsmitglieder machten sich die Entscheidung nicht leicht, denn das Werk ist als Stimmungsaufheller für die Patienten gedacht und soll Lebensfreude vermitteln. Den Zuschlag erhielt die Biberacher Künstlerin Nicole Bold für eine leicht abstrakte Gartenlandschaft, deren endgültiger Platz noch ausgeklügelt wird.

Auch in diesem Jahr wird der Kunstverein investieren, und zwar in eine Skulptur von Robert Schad, der zu den renommiertesten Stahlbildhauern der Region zählt. Augenblicklich steht sie zwischen dem Hotel Kleber Post und dem Altersheim, wo sie im Rahmen eines Schad-Projekts der Galerie Fähre aufgestellt wurde. Bevor sie dort endgültig verankert wird, baut der Künstler sie ab, um sie in weiteren Ausstellungen zu präsentieren. Wie Kulturamtsleiter Andreas Ruess begründete, bietet der Standort städtebaulich gesehen ein Plus, weil die Skulptur zwischen den Gebäudeensembles einen optischen Halt nach hinten bietet. Was die Finanzierung betrifft, so teilen sich die Stadt, die Firma Reisch und der Kunstverein die Kosten. Eigentümerin wird die Stadt, die damit die Verantwortung für das Kunstwerk übernimmt. Der finanzielle Beitrag des Kunstvereins gilt als Spende und bedeutet gleichzeitig, dass der Verein in der Öffentlichkeit präsent ist.

In seinem Jahresrückblick erwähnte Andreas Ruess die weit über die Stadtgrenzen hinausreichenden Erfolge dreier Ausstellungen. Als Tribut zum Stadtjubiläum war dies „Kunstschmiede LOS“, dann das Robert Schad Projekt Oberschwaben-Bodensee, dessen zentraler Ausstellungsort Bad Saulgau war. Und schließlich die demnächst endende Schau „Künstler der fünf Donaustädte“. Für dieses Jahr plant Ruess wieder eine Reihe interessanter Ausstellungen. Am 3. April öffnet die Schau „Selbstbildnisse und andere Rätsel“, die unter anderen mit Bildern von Johannes Grützke, Pavel Feinstein und Sigrun Schleheck bestückt ist. Im Jahresverlauf folgen Ausstellungen mit Christine Fausel, Friedemann Hahn und Bernhard Staerk.

Die Vereinskasse führt Ursula Lott, die sie kurz nach der Gründung des Kunstvereins übernahm und bis heute verwaltet. Für ihre hervorragende Arbeit erhielt sie von Heidrun Mussotter und Peter Schmid, die sämtliche Belege prüften, ein großes Lob. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

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