Insgesamt können die Mengener Triathleten mit der Saison zufrieden sein. Wenn auch die Frauen als Meister etwas mehr als die Mä
Insgesamt können die Mengener Triathleten mit der Saison zufrieden sein. Wenn auch die Frauen als Meister etwas mehr als die Männer, die sich am Schluchsee mit Rang vier begnügen müssen. Die zweite Frauenmannschaft landet auf Rang zehn. (Foto: Mengens Triathleten)
Schwäbische Zeitung

Das Schwörer-Team des TV Mengen hat beim Saisonfinale der Triathlon-Landesliga am Schluchsee seine Top-Ergebnisse der Vorrunde bestätigt und sich deutlich den Landesmeistertitel bei den Frauen gesichert. Die zweite Frauenmannschaft belegte Rang zehn. Die Männer vom Schunk-Team verfehlten das Podium nur knapp und wurden Vierte.

Keine Mannschaft konnte sich beim Saisonfinale auf den Lorbeeren der Vorrunde ausruhen. Denn das Reglement, das der Mengener Mario Schierok mitentworfen hat, sieht vor, dass derjenige baden-württembergischer Meister ist, der das letzte Rennen gewinnt. Die Vorrunde diente nur dazu, die für das Finale qualifizierten Mannschaften zu ermitteln. Außerdem erhielten die Teams - je nach Vorrundenplatzierung - noch einen kleinen Zeitbonus. So durfte das Schwörer-Team als Tabellenführer fünf Sekunden vor dem Zweitplatzierten ins Wasser. Jule Sauer und Lena Hackenjos nutzen diesen Vorteil und kamen nach 750 Metern Schwimmen unter den besten Fünf aus dem Wasser. Leonie Sauer und Karoline Brüstle hingegen fielen bereits zu diesem Zeitpunkt zurück. Wie in den vorangegangenen Rennen drehte aber Karoline Brüstle in den nächsten beiden Disziplinen den Spieß wieder um. Trotz eines kleinen Unfalls auf dem Rad, als sie sogar noch einen technischen Eingriff vornehmen musste, jagte Brüstle in Rekordzeit über die 18 Kilometer lange bergige Strecke durch den Schwarzwald. Als Zweite wechselte sie auf die Laufstrecke und schob sich an die Führende heran. Kurz vor dem Ziel übernahm Brüstle die Spitze und sicherte sich den Tagessieg. Jule Sauer und Lena Hackejos behaupteten sich ebenfalls im Vorderfeld und gingen als Fünfte und Sechste über den Zielstrich. Leonie Sauer komplettierte das Mannschaftsergebnis mit einem guten 39. Platz auf dieser schweren Strecke. Da jeweils die drei besten Starterinnen eines Teams in die Wertung kommen, war der Sieg für Mengen eine sichere Sache. Deutlich vor Freiburg und Ravensburg holte das Schwörer-Team den Meistertitel und bestätigte somit eindrucksvoll die Saisonleistung. Teamchef Peter Heudorfer freute sich über den Sieg. Er sagte: „Sie haben sich den Landesmeistertitel redlich verdient. Als ungeschlagenes Team geht die Saison 2019 als eines der Highlights in die sportlichen Geschichtsbücher des TV Mengen ein.“

Männer belegen den vierten Platz

Als Achter reiste die zweite Frauenmannschaft, das Gaggli-Team, ins Badische. Die verletzungsbedingte Absage von Sarah Wilm schwächte die Mannschaft jedoch. Dennoch versuchte die Mannschaft eine Platzierung unter den besten Zehn anzustreben. Marlene Windisch, Julia Gabele und Veronika Köhler mussten somit an ihre Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen, denn als Dreierteam konnten sie sich keinen Ausrutscher leisten. Marlene Windisch kam nur mäßig aus dem Wasser, machte aber auf den Rad und vor allem mit der viertbesten Laufzeit des Feldes viele Plätze gut. Platz 14 war schon ein Grundstein für ein ordentliches Mannschaftsergebnis. Mit den Rängen 32 und 48 beendeten Julia Gabele und Veronika Köhler die Saison und sorgten in der Endabrechnung für einen zehnten Platz des Gaggli-Teams und damit das Erreichen des angepeilten Ziels.

Bei den Männern lag das Schunk-Team des TV Mengen nach der Vorrunde auf Tabellenplatz zwei, doch die Abstände der ersten vier Mannschaften waren nur minimal, sodass die Tagesform über die Meisterschaft entscheiden musste. Gespannt waren die Mengener auch auf das Abschneiden von Maurice Clavel, einem Weltklassetriathleten auf den Langstrecken, den das Team Süßen erstmals in dieser Saison aufstellte. Mengen ging mit Frederik Henes, Veit Hönle, Lukas Müller, Tobias Gärttner und Maximilian Reihn an den Start. Frederik Henes und Veit Hönle kamen im Wasser gut zurecht und reihten sich in die vorderen Radgruppen ein, die aufgrund der Topografie nur wenige Fahrer umfassten. Frederik Henes distanzierte auf der Radstrecke das komplette Feld und ging als Erster auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke. Hinter ihm versuchte Maurice Clavel einen Angriff. Doch diesen konnte der junge Pfullinger in Mengens Diensten abwehren und holte den Tagessieg, wie zwei Wochen zuvor in Erbach. Veit Hönle lag nach dem Radfahren noch ganz ordentlich im Rennen, musste aber auf der Laufstrecke noch den einen oder anderen Platz abgeben. Rang 13 stand am Ende zu Buche. Einträchtig kamen Lukas Müller und Tobias Gärttner auf den Plätzen 27 und 28 ins Ziel. Für Gärttner eine hervorragende Leistung, denn vor Wochenfrist hatte er noch den Ironman in Roth in einer Zeit unter neun Stunden absolviert. Völlig erschöpft musste Maximilian Reihn das Rennen auf der Laufstrecke beenden. In der Endabrechnung holte sich Süßen den Meistertitel, vor Heidelberg und Neckarsulm. Dem Schunk-Team blieb der undankbare vierte Platz. Teamleiter Stefan Vollmer musste seine Mannschaft trösten: „Vielleicht sollte man den Modus in der Landesliga überdenken und die Ergebnisse der Vorrunde in der Schlussbilanz mehr berücksichtigen. Dann wären wir sicherlich auf dem Podium gestanden.“

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