Schlussoffensive bringt den Sieg

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 Matthias Fuchs erzielt das 1:0 und in der zweiten Halbzeit den ersten Ausgleich nach einer langen Phase für den TSV Bad Saulgau
Matthias Fuchs erzielt das 1:0 und in der zweiten Halbzeit den ersten Ausgleich nach einer langen Phase für den TSV Bad Saulgau zum 19:19. Insgesamt ist er in Lauterstein sechs Mal erfolgreich. (Foto: Archiv- Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Der TSV Bad Saulgau hat am Samstagabend in der Handball-Landesliga gegen die zweite Mannschaft der SG Lauterstein mit 32:28 gewonnen. Ausschlaggebend war eine starke Schlussphase der Gäste, die ansonsten die meiste Zeit einem Rückstand hinterher laufen mussten.

Nach dem 1:0 in der 4. Minute durch Matthias Fuchs dominierten die Gastgeber einige Zeit das Match. Die ersten acht Treffer der Gastgeber erzielten ausschließlich entweder Kai Ziller oder Spielführer Marius Widmann. Der TSV agierte vor allem im Angriff zu unentschlossen und ging kaum in die Zweikämpfe. So lagen die Hausherren schnell mit zwei, drei Treffern vorne. Daniel Balan, Istvan Gaspar und David Tovmasyan konnten verkürzen und hielten Bad Saulgau einigermaßen im Spiel. Doch so richtig platzte der Knoten nicht bei den Gästen, die sich zu viele Fehler in der Offensive leisteten. Zusätzlich schwächten sich die Bad Saulgauer selbst durch viele Zweiminutenstrafen. Zudem entschieden die Unparteiischen in dieser Phase häufig auf Siebenmeter gegen Bad Saulgau. Insgesamt sieben Mal mussten Spieler des TSV vom Feld. Nur drei Mal erwischte es einen SG-Akteur. Zusätzlich bekamen die Lautersteiner acht Siebenmeter zugesprochen, der TSV nur drei. Es war der Wurm drin im Spiel des TSV, obwohl die Stimmung bei der Anreise und auch noch beim Aufwärmen recht kämpferisch und entschlossen war.

Ab der 40. Spielminute wendete sich das Blatt. Der TSV Bad Saulgau glich durch Matthias Fuchs zum 19:19 aus. Zwar legten die Hausherren nun immer wieder vor, doch Bad Saulgau zog nach. Nun wurde Mittespieler Dennis Kaumann, der zu Beginn der Partie noch wegen einer schmerzhaften Schulterverletzung geschont wurde, immer stärker. Er setzte mit Istvan Gaspar seine Mitspieler immer besser in Szene und in der 52. Minute ging der TSV zum ersten Mal seit Langem wieder in Führung - 26:25. Kaumann und David Tovmasyan erhöhten auf 28:26 (55.).

Torhüter Engler und Greiner stark

Nach einem Siebenmetertor durch Jochen Schäfer nahm die SG eine Auszeit und konnte durch Karl Ziller auf 28:29 verkürzen. Das Spiel stand immer noch auf des Messers Schneide. In den verbleibenden zwei Spielminuten agierte der TSV jedoch cleverer und nutzte die Nervosität der Gastgeber aus. Die TSV-Torhüter Jonas Engler und Armin Greiner parierten sehr gut und der Bad Saulgauer Angriff bestrafte jeden Fehler der SG durch einen Treffer.

So kam am Ende doch noch ein relativ klarer Sieg für Bad Saulgau zustande. TSV-Coach Matthias Kempf stand unmittelbar nach dem Spiel die Erleichterung buchstäblich ins Gesicht geschrieben. „Das war eine schwere Geburt. Irgendwie kamen wir trotz guter Vorbereitung nicht so richtig ins Match. Der Gegner hat zwar viel besser gespielt als im Hinspiel, aber nicht so, dass wir Angst haben mussten. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte Kempf. „Wir haben zu langsam agiert und sind nicht in die Zweikämpfe gegangen. Wenn es dann schneller wurde, kam auch der Erfolg zurück. Es gab blöde Fehler im Angriff, aber wir haben uns trotzdem kontinuierlich gesteigert und uns durch nichts beirren lassen. Am Ende haben wir unsere Chancen genutzt und gewonnen“, sagte der Trainer und freute sich. Für das kommende Heimspiel am Samstag, 16. Februar gegen Feldkirch, das mit Ausnahmespieler Lars Springhetti anreist, sollte der TSV Bad Saulgau jedoch von Beginn an konzentrierter und entschlossener zu Werke gehen. „Da müssen wir eine Schippe drauf legen. Das wissen wir. Dennoch war der Sieg in Lauterstein wichtig für uns, da das Tabellenmittelfeld recht eng ist und wir nun wieder nach oben schauen können“, sagte Matthias Kempf.

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