Schüler schnuppern Firmenluft

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 Jürgen Trost-Witschard (zweiter von rechts) ergreift beim Störck-Gymnasium die Initiative. Franziska Reck (links) Karla Möhrle
Jürgen Trost-Witschard (zweiter von rechts) ergreift beim Störck-Gymnasium die Initiative. Franziska Reck (links) Karla Möhrle und Maximilian Münster (rechts) nehmen deshalb an einem besonderen Projekt teil (Foto: Störck-Gymnasium)
Schwäbische Zeitung

Während andere Schüler die freie Zeit in den Herbstferien genossen, haben Franziska Reck, Karla Möhrle und Maximilian Münster vom Störck-Gymnasium Bad Saulgau an einem besonderen Projekt teilgenommen. Gemeinsam mit 25 weiteren Schülern aus Baden-Württemberg waren die drei Achtklässler Teil der Junior-Akademie. Dabei konnten sie während fünf intensiver Tage in die Welt von großen Firmen in der Region schnuppern und selbst eigene Projekte in Angriff nehmen.

Auf Initiative von Jürgen Trost-Witschard, der am Störck-Gymnasium für die Teilnahme an Wettbewerben zuständig ist, hatten sich die drei, die sich seit Jahren durch hervorragende Leistungen in vielen Fächern auszeichnen, vor Monaten um eine Teilnahme beworben. „Zunächst mussten wir einen Fragebogen über uns ausfüllen“, wird Franziska Reck in einer Pressemitteilung zitiert.

Schule verfasst Empfehlungsschreiben

„Eine Selbstbeschreibung hinzubekommen war erst gar nicht so leicht“, so Reck.Die Schule verfasste jeweils ein Empfehlungsschreiben. „Während der Sommerferien kam dann irgendwann die Zusage“, sagt Karla Möhrle laut Pressemitteilung. „In den folgenden Wochen haben wir dann immer mehr Informationen zum Ablauf und auch zu den Inhalten per Mail erhalten“, wird Möhrle zitiert.

Als sie in Tieringen bei Tuttlingen ankamen, wurden sie zunächst in Vierergruppen eingeteilt und jeweils einer von sieben regionalen Unternehmen zugewiesen. Franziska Reck und Karla Möhrle waren bei der Firma Assa Abloy. „Es war spannend zu sehen, welche Schritte zur Metallverarbeitung notwendig sind“, sagt Karla Möhrle und Franziska Reck ergänzt: „Ehrlich gesagt konnte ich mir vorher gar nicht vorstellen, in einer Art Werkstatt zu arbeiten. Jetzt finde ich ein duales Studium durchaus interessant.“

In den fünf Tagen entstand ein Kickboard, das sich durchaus sehen lassen kann. Maximilian Münster war dagegen in der Firma Bizerba unterwegs. „Wir haben an einem LED-Cube gearbeitet und verschiedene Helligkeiten programmiert“, sagt er laut Pressemitteilung begeistert. „Dafür hat es sich auch gelohnt, jeden Tag früh aufzustehen und bereits um 6:15 Uhr zu frühstücken“, wird er weiter zitiert. Insgesamt erklären die drei, dass sie viele Kontakte knüpfen konnten und schon allein deshalb die Zeit auf der Juniorakademie „echt wertvoll“ gewesen sei.

Die Junior-Akademie wird vom Regierungspräsidium Tübingen in Kooperation mit dem Naturwissenschaftlich-Technischen-Stützpunkt Albstadt organisiert und richtet sich an besonders begabte Schüler im Land.

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