Sascha Musch: Ein Punkt ist das Ziel

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Sportredakteur
Schwäbische Zeitung

Eine Woche nach der 2:4-Enttäuschung zu Hause gegen den bis zu diesem Zeitpunkt sieglosen FC Leutkirch steht für den FV Altheim in der Fußball-Landesliga eine schwierige Partie an. Die Reise geht nach Oberzell (Samstag, 15.30 Uhr), wo die Mannschaft von Trainer Sascha Musch auf eine Mannschaft trifft, die am vergangenen Wochenende ebenfalls zu den enttäuschten Teams gehörte und eine 1:2-Niederlage gegen den FC Ostrach einstecken musste.

„Wir sind gewillt, in Oberzell einen Punkt zu holen“, sagt Sascha Musch. „Auch wenn wir wissen, dass das sehr schwer wird. Aber am kommenden Wochenende sind wir spielfrei (das Spiel gegen Ostrach (0:3) war bereits im August terminiert, d. Red.), dann kommt der TSV Berg und da rechnet nicht jeder damit, dass wir was holen“, sagt Sascha Musch, der weiß, dass eine Niederlage in Oberzell - bei einer einkalkulierten Niederlage gegen Berg - Vieles von dem zunichte machen würde, was sich der FV Altheim seit dem Amtsantritt Muschs erarbeitet hat. Weiterer Grund: Altheim ist derzeit punktgleich mit Oberzell und Mengen.

Musch muss Kette umbauen

Wie man gegen den SV Oberzell punkten oder sogar gewinnen kann, hat am vergangenen Wochenende der FC Ostrach gezeigt. Das weiß auch Sascha Musch. „Oberzell ist eine technisch-taktisch starke Mannschaft, die sehr gute Einzelspieler hat“, sagt Musch, der die Oberzeller im Spiel gegen Leutkirch beobachtet hat. „Wir müssen läuferisch und im Zweikampf wieder besser sein als über weite Strecken gegen Leutkirch.“ Zwischen dem Führungstreffer und der Roten Karte habe man sehr viel vermissen lassen. Personell muss Musch seine Mannschaft umbauen, vor allem auf der Torhüterposition. Bastian Fisel (Lendenwirbelprellung) fällt definitiv aus, Xaver Spitzfaden ist nach der Roten Karte nach seiner Einwechslung gesperrt, für Johannes Reuter käme ein Einsatz wohl noch zu früh. „Hanne hat es im Training probiert, aber es geht noch nicht.“ Und so könnte Matthias Maier zum Einsatz kommen. „Aber: Egal, wer spielt: Er hat mein Vertrauen.“ Auch in der Abwehr muss Musch umbauen, da Fabian Springer aus Studiengründen nicht zur Verfügung steht. Möglicherweise zieht Musch deshalb Philipp Maier oder Björn Pfister nach innen. „Philipp mit seiner Routine könnte gegen dos Santos spielen, oder Björn Pfister, der ja eigentlich auch gelernter Innenverteidiger ist.“

Auch das Oberzeller Trainerteam Achim Pfuderer und Oliver Wittich war seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen Ostrach nicht zufrieden: „Wir haben viel zu wenig investiert“, meint Oliver Wittich. „In die Laufbereitschaft, ins Spiel ohne Ball. Das war alles zu statisch, irgendwie zu bequem.“ Mit dem 1:2 gegen den FC Ostrach endete für Oberzell eine Serie von vier Siegen. Platz zehn, punktgleich mit Mengen und Altheim - zu wenig aus Sicht des SVO. Wittich räumt ein, dass die Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen aus arbeits- und studienbedingten Gründen nicht optimal gewesen sei. Deshalb soll vor allem der 4:0-Heimsieg gegen Mengen als Vorgabe für Samstag dienen, erklärt Wittich: „Wir müssen den Gegner gierig anlaufen, ihn unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen.“

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