Rote Karte vermasselt das Max-Debüt

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 Altheims Florian Geiselhart (rechts) hat mit Straßbergs Franz Hahn (links) am Samstag einen hartnäckigen Gegenspieler. Trotzdem
Altheims Florian Geiselhart (rechts) hat mit Straßbergs Franz Hahn (links) am Samstag einen hartnäckigen Gegenspieler. Trotzdem trifft Geiselhart zum zwischenzeitlichen 1:0. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Der FV Altheim und der TSV Straßberg haben sich in einer Partie des 18. Spieltags der Fußball-Landesliga mit 1:1 (Halbzeit: 0:0) getrennt. In einer taktisch geprägten Partie auf ordentlichem spielerischem Niveau, sah der FV Altheim nach einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung am Samstag fast schon wie der sichere Sieger aus, als dem Gast aus Straßberg in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich gelang. Das Tor fiel in Straßberger Überzahl, nachdem Manuel Butscher die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit gesehen hatte. „Wir hatten die Gäste genauso defensiv, in ihrer 5-4-1-Grundordnung erwartet“, sagte Altheims Trainer Marc Max nach der Partie. Er ärgerte sich verständlicherweise über den späten Ausgleich und die Geschichte, wie es zu diesem Ausgleich kam. Denn in erster Linie hatte es sich die Heimelf selbst zuzuschreiben, dass sie am Ende statt mit drei nur mit einem Zähler dastand.

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, erwischte Altheim den besseren Start in Halbzeit zwei - und traf nach einer guten Stunde. Florian Geiselhart brachte seine Mannschaft in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld von Schwörer passte Kapitän Sebastian Gaupp das Leder genau in den Laufweg von Geiselhart, der mit seinem ersten Versuch zwar am Torwart der Straßberger scheiterte, aber im Nachfassen verwandelte - 1:0 (65.). Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass sich Geiselhart und Kleiner an diese Tage gegenüberstanden. Fünf Minuten nach der Führung hatte erneut Geiselhart die Vorentscheidung auf dem Fuß. Nach einem schönen Zuspiel von Martin Schrode parierte Kleiner erneut den ersten Versuch des Altheimers, der dieses Mal keine zweite Chance erhielt (70.). Sechs Minuten später kam es noch dicker. Manuel Butscher und Straßbergs Heckendorf rutschten ineinander, Butscher sprang auf - in der Ansicht, die er lautstark äußerte - sein Gegenspieler sei mit beiden Beinen voraus in ihn gesprungen (Straßbergs Trainer Oliver Pfaff: „Er (Butscher, d. Red.) ist mit beiden Beinen voraus gesprungen. Die andere Meinung hat er für sich exklusiv.“) - drückte den bereits am Boden liegenden Nico Heckendorf mehrfach zu Boden. Schiedsrichter Julius Wick blieb nicht anderes übrig, als Rot zu zeigen. Auch Marc Max schüttelte nach der Partie den Kopf. „Wir haben die Partie eigentlich im Griff und dann erweist uns Notsche so einen Bärendienst“, kommentierte Max die Szene.

Straßberg trifft spät

Fortan bestimmte der TSV Straßberg das Spiel. Johannes Reuter im Tor des FV Altheim rettete wiederholt die knappe Führung. Zunächst parierte er einen Kopfball von Marc-Philipp Kleiner nach Flanke von Altinsoy (86.). Dann hielt er einen Ball des freistehenden, eingewechselten Ex-Gammertingers Keinath (90. +1) und parierte einen Freistoß desselben Spielers, als er ihn über die Latte lenkte (90. +2). Als alle schon glaubten, der FV Altheim könne den knappen Vorsprung doch über die Zeit retten, flog ein weiter Ball in den Strafraum, es folgte ein zu kurze Abwehr, der Ball segelte erneut in den Sechzehner. Sven Schmidt stand alleine vor Reuter, der dieses Mal chancenlos war - 1:1 (90. +3). Nach dem Schlusspfiff folgten einige verbale Scharmützel. Zielpunkt von Florian Geiselhart: Straßbergs Torhüter Christoph Kleiner, der bei seinem Ausflug in der Nachspielzeit in den Altheimer Strafraum den Altheimer übel beleidigt haben soll.

Schon während des Spiels hatte der Straßberger Torwart gemeint, Geiselhart und Schrode hätten nach Fouls gegen sich simuliert. Kleiner echauffierte sich: „Die simulieren nur, die haben nichts.“ Nach einigen Minuten war der Rauch aber verflogen und beide schienen mit dem Punkt schlussendlich doch irgendwie leben zu können.

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