Riedlingen zwingt den VfB in die Knie

 Das Duell der Kapitäne entscheidet am Samstag klar Riedlingens Fabian Ragg (Mitte) gegen Friedrichshafens Marian Pfluger für si
Das Duell der Kapitäne entscheidet am Samstag klar Riedlingens Fabian Ragg (Mitte) gegen Friedrichshafens Marian Pfluger für sich. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Einen 3:2-Sieg hat der TSV Riedlingen am Samstag zu Hause gegen den VfB Friedrichshafen in der Fußball-Landesliga gefeiert. Vor allem dank einer starken ersten Halbzeit, in der die Gastgeber den Verbandsligaabsteiger über weite Strecken beherrschten, die klar besseren Chancen hatten und auch höher hätten führen können.

„Ich glaube, die erste Halbzeit war überragend, in der zweiten Halbzeit war klar, dass der VfB kommen und Druck machen würde. Und das 2:1 fiel natürlich zu einem richtig ungünstigen Zeitpunkt, gleich nach dem Wechsel“, rief sich Riedlingens Trainer Markus Keller noch einmal die Szene aus der 46. Minute zurück ins Gedächtnis, die das Spiel hätte kippen können. „Da ist genau das passiert, was wir eigentlich in der Pause angesprochen haben. Aber am Ende haben wir 3:2 gewonnen. Alles in Ordnung“, freute sich Keller über den Erfolg gegen eine Mannschaft, in der einige Spieler, die Keller selbst in der Jugend des FV Ravensburg mit ausgebildet hatte.

Der TSV Riedlingen erwischte einen wahren Blitzstart. Bereits nach sieben Minuten sorgte der wieder einmal starke Kapitän Fabian Ragg für die Führung der Rothosen. Über die Mitte spielte sich der Gastgeber durch - Ragg stand plötzlich frei vor Friedrichshafens Torhüter Holzbaur und wuchtete die Kugel unter die Latte (7.).

Ein Angriff, der in den folgenden knapp 90 Minuten - inklusive Nachspielzeit - zur Blaupause für viele weitere Angriffe der Gastgeber werden sollte. Denn offensichtlich hatte Keller die Zentrale der Friedrichshafener als Schwachstelle ausgemacht und immer wieder stachen die Riedlinger genau in diese Lücken, sodass sich der Verbandsligaabsteiger oft nur mit Fouls zu helfen wusste. Schon früh waren mit Weissenbacher und Staudacher zwei Spieler im Zentrum gelbbelastet. Doch bevor das eine Auswirkung hatte, erhöhte Pascal Schoppenhauer auf 2:0. Nach einem Pass von Denis Altergot überwand er Hozbaur (32.). Nur neun Minuten später leistete sich Staudacher ein zweites Foul: Gelb-Rot (41.).

Doch in Halbzeit zwei machte Friedrichshafen Druck. Es waren keine 40 Sekunden gespielt, da verkürzte Pfluger nach einem Vorstoß über rechts mit einem abgefälschten Schuss auf 1:2 aus Sicht des VfB (46.). „Es war klar, dass Friedrichshafen Druck macht. Dass Dennis Altergot so tief stand, war auch dieser Tatsache geschuldet“, sagte Keller zur nun immer häufiger fehlenden Entlastung. Gab es Konter, spielte sie Riedlingen nicht gut aus. Da kam es gelegen, dass der Referee einen Zweikampf am Fünfmeterraum von Weissenbacher mit Altergot als elfmeterwürdig ansah. Eigentlich hatte der VfB-Spieler einen Schuss von Altergot nur geblockt. Den Elfer verwandelte der Gefoulte (58.).

Doch der erneute Zwei-Tore-Vorsprung gab keine echte Sicherheit, auch weil Riedlingen beste Konter nicht verwerten konnte. „Ja, das habe ich nach dem Spiel auch der Mannschaft gesagt, dass wir diese Situationen besser ausspielen müssen“, so Keller. Dennis Altergot mit einem Schuss, Siefert nachdem Holzbaur einen Echsle-Schuss abgewehrt hatte und Schoppenhauer, der Holzbaur umkurven wollte anstatt zu Altergot zu passen - der Ball wollte nicht mehr ins VfB-Tor. Der verkürzte seinerseits drei Minuten nach der Hereinnahme von Hohmann durch diesen zum 3:2 (79.) und sorgte noch einmal für letzten Endes aber folgenlose Spannung.

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