Riedlingen - und wer kommt dahinter?

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 Dem TSV Riedlingen (links: Hannes Schmid) ist die Meisterschaft in der Bezirksliga wohl nicht mehr zu nehmen. Für die Verfolger
Dem TSV Riedlingen (links: Hannes Schmid) ist die Meisterschaft in der Bezirksliga wohl nicht mehr zu nehmen. Für die Verfolger wie die TSG Ehingen (blaue Trikots) geht es wohl nur noch um Platz zwei und darum, wer an der Relegationsrunde teilnehmen darf. (Foto: Archiv Thomas Warnack)

Das geplante Nachholspiel des FV Neufra/Do. bei der SG Öpfingen am vergangenen Wochenende ist ausgefallen. Deshalb startet die Rückrunde - wie vorgesehen - am Wochenende 7./8. März in die Rückrunde der Bezirksliga-Saison 2019/2020. Der 18. Spieltag steht an, vier Spiele am Samstag und vier am Sonntag. Da der Meistertitel so gut wie an den TSV Riedlingen vergeben ist, wird eigentlich nur der Kampf um Platz zwei spannend. Drei Mannschaften, der FV Neufra/Do., die TSG Ehingen und die SGM SC Blönried/SV Ebersbach dürften die drei ernst zu nehmenden Bewerber sein. Gegen den Abstieg kämpfen wohl sechs Mannschaften: die SG Hettingen/Inneringen, der FC Krauchenwies/Hausen a.A, der FV Altshausen, die SG Altheim und Landesligaabsteiger FV Altheim.

Meisterschaftsfavorit/Titelkampf: Die besten Karten hat der TSV Riedlingen. 16 Punkte Vorsprung haben die Rothosen derzeit, bei noch 13 bzw. 14 (FV Neufra) zu absolvierenden Spielen. Denn gewinnt Neufra das Nachholspiel sind es immerhin noch 13 Zähler. Startet Riedlingen auch zum Auftakt gegen Buchau gut, steht dem Landesligaaufstieg nicht mehr ganz so viel im Wege. Zwölf Spiele sind dann noch zu absolvieren. Das Punktepolster sollte ausreichen. Spannender dürfte der Kampf um Platz zwei und die Relegation werden. Die TSG Ehingen (32 Punkte) hat schon 17 Spiele absolviert. Neufra (33) und Blönried/Ebersbach (32) sind mit jeweils einem Nachholspiel in Rückstand. Im Kampf um Platz zwei, der zur Relegation berechtigt, wird es eng zugehen. Wichtig werden die direkten Duelle gegeneinander.

TSV Riedlingen (1. Platz; 60:14 Tore; 49 Punkte): Nach dem fünften Platz in der vergangenen Saison lässt es der TSV im zweiten Jahr so richtig krachen. Die Riedlinger sind nach 17 Spielen noch ungeschlagen, sie haben die meisten Treffer erzielt, die wenigsten kassiert. Aus diesem Holz werden Meister geschnitzt. Auch die Heimtabelle und Auswärtstabelle dominiert die Hermanutz-Elf. Der Aufstieg in die Landesliga ist - und wer zweifelt noch daran - die logische Konsequenz dieser Leistungen.

FV Neufra (2.; 50:29; 33): 16 Treffer mehr als zum Vergleichszeitpunkt der vergangenen Saison erzielte der FV Neufra/Do. in dieser Saison bislang. Ein Sieg im neu zu terminierenden Nachholspiel in Öpfingen vorausgesetzt, ist der FVN der erste Verfolger der Riedlinger, was aber wohl nur noch im Kampf um Platz zwei von Bedeutung ist. Denn das ist das Ziel der Elf von Trainer Sascha Göbel und seines spielenden Assistenten Robert Henning. Dann winkt die Aufstiegsrunde zur Landesliga gegen die Zeiten der Bezirksligen Riß, Bodensee und Zollern.

TSG Ehingen (3.; 49:29; 32): Im vergangenen Jahr belegte die TSG Ehingen vor Beginn der Rückrunde Rang zwei, mit vier Punkten mehr auf dem Konto. Dieses Mal hat die Mannschaft vier Punkte weniger auf dem Konto und ist einen Platz schlechter klassiert. Es reicht derzeit „nur“ für den dritten Platz. Ambitionen, am Ende Rang zwei zu belegen, hat die TSG weiterhin. Mit fünf Niederlagen nach 17 Spielen muss Volkmar Hackbarth aber vor allem sein Hauptaugenmerk auf die Defensive legen, um seinen Ex-Verein Neufra noch abzufangen.

SGM SC Blönried/SV Ebersbach (4.; 32:23; 30): Nach dem zehnten Platz in der vergangenen Saison verbesserte sich die Spielgemeinschaft auf Rang vier zu dieser Runde. Sehr effektiv agierte die Elf des Ex-Bad Saulgauer und Krauchenwieser Landesligaspielers. Mit nur 32 geschossenen Toren holte die Mannschaft um Kapitän Marcel Gentner immerhin 30 Punkte. Daheim kassierte der Tabellenvierte nur eine Niederlage. Blönried/Ebersbach kann im Kampf um Rang zwei das Zünglein an der Waage sein.

Die Verfolger: Vier Mannschaften haben nach der Vorrunde mehr als 20 Punkte auf dem Konto: Bad Buchau (26), Hohentengen (24), Öpfingen (22) und Rottenacker/Munderkingen (21) wollen auf einem einstelligen Tabellenplatz bleiben. Mindestens. Öpfingen hat noch drei Nachholspiele zu bestreiten, kann also das Punktekonto noch auf 31 Zähler ausbauen und könnte mit Erfolgen in diesen - über die Rückrunde verteilten - Nachholspielen an das Trio, das um Platz zwei kämpft, heranrücken, vorausgesetzt die Punkteausbeute sonst stimmt auch. Bad Buchau und Hohentengen sind noch mit einem Spiel im Rückstand.

SV Bad Buchau (5.; 36:37; 26): Einen Rang besser als in der vergangenen Saison platzierte sich Bad Buchau. Drei Punkte stehen mehr auf der Habenseite. Die Defensive ist aber das Sorgenkind der Mannschaft vom Federsee. Mit 37 Gegentreffern stellt der SV Bad Buchau nur die zehntbeste Abwehr der Liga. Daheim ist der SV Bad Buchau aber eine Macht, holte schon 19 Punkte, auswärts reichte es dagegen nur zu zwei Siegen und einem Remis (sieben Zähler).

SV Hohentengen (6.; 32:32; 24): Zwei Plätze besser als in der vergangenen Saison steht der SV Hohentengen da. Vor allem auf eigenem Gelände ist die Bilanz ausbaufähig. Nur acht Punkte und damit einen Zähler weniger als in der Saison 2018/2019 holte die Mannschaft im Gögestadion. Auswärts sieht es dagegen besser aus. In der Auswärtswertung belegt der SV Hohentengen sogar den dritten Platz (16 Punkte, fünf Siege, ein Remis). Ein Spitzenwert.

SG Öpfingen (7.; 43:24; 22): Mit dem bisherigen Abschneiden kann der Aufsteiger mehr als zufrieden sein. Drei Nachholspiele muss die SGÖ noch bewältigen. Das Punktekonto kann somit noch nach oben geschraubt werden. Grundlage ist die gute Abwehrarbeit, denn die SG Öpfingen belegt in der Defensivwertung Platz drei.

SGM SW Rottenacker/Munderkingen (8.; 47:50; 21): Durch den Zusammenschluss zur SGM stoppten beide den Abwärtstrend des vergangenen Jahres. Belegte Rottenacker in der Saison 2018/2019 Rang 15 und entrann knapp dem Abstieg, konnte die Walter-Elf dieses Mal auf einen einstelligen Tabellenplatz überwintern. Die SGM erzielte 22 Treffer mehr als die TSG Rottenacker alleine zum Vergleichszeitpunkt im vergangenen Jahr (25 statt 47). Nur in der Defensive gibt es noch Verbesserungsbedarf. Mit 50 Gegentoren belegt die SGM nur Rang 14 in dieser Wertung.

Kampf um den einstelligen Tabellenplatz: Drei Mannschaften kämpfen darum, am Saisonende einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen. Der SV Uttenweiler liegt aktuell auf Rang neun, dahinter folgen die Sportfreunde aus Hundersingen und Aufsteiger Langenenslingen mit jeweils 19 Zählern. Zufriedenheit dürfte so richtig nur beim Aufsteiger herrschen.

SV Uttenweiler (9.; 37:37; 20): Fünf Plätze schlechter als im vergangenen Jahr steht der SV Uttenweiler da. In einer schwachen Vorrunde haperte es vor allem in der Defensive. In der vergangenen Saison 2018/2019 stellte Uttenweiler noch die beste Abwehr der Liga. In dieser Saison ist die Defensive auf Rang neun abgerutscht und fing sich 37 Gegentore ein.

Spfr. Hundersingen (10.; 39:39; 19): Vier Punkte weniger als zum Vergleichszeitpunkt im vergangenen Jahr haben die Sportfreunde auf dem Konto. Da waren es noch 23, jetzt sind es 19. Mit Rang zehn sind die Verantwortlichen um Trainer Alex Failer sicher nicht zufrieden. In der Rückrunde will der Relegationsteilnehmer des Sommers 2018 an alte Zeiten anknüpfen.

SV Langenenslingen (11.; 20:35; 19): Sehr effektiv agiert bislang der Aufsteiger. Mit nur 20 Toren holten die Langenenslinger immerhin 19 Punkte. Mit der aktuellen Situation ist man beim SVL zufrieden. Für die Rückrunde soll sich die starke Offensive steigern. Zielt ist ein einstelliger Tabellenplatz.

Abstiegskampf: Fünf Mannschaften müssen sich derzeit ernsthafte Abstiegssorgen machen. Darunter sind auch drei Ex-Landesligisten (FV Altheim, FV Altshausen, FCK/Hausen). Zwei Vereine werden den direkten Weg in die Kreisliga A antreten müssen, ein Team muss in die Relegation. Am stärksten gefährdet ist die SG Hettingen/Inneringen nach einer von Verletzungen geprägten Vorrunde. Der FV Altheim sollte sich retten können.

FV Altheim (12.; 32:42; 17): Für den Absteiger aus der Landesliga soll sich in der Rückrunde einiges ändern. Die erspielten 17 Punkte aus 16 Spielen sind nicht der Anspruch, den der FVA hat. Nur drei Heimsiege (neun Punkte) und acht Punkte auf fremden Plätzen (zwei Siege, zwei Remis) sprechen für sich. Die Konstanz fehlte, die Ergebnisse waren zu wechselhaft. Der neue Coach Johannes Reuter soll es richten.

SG Altheim (13.; 22:36; 15): Eine eindeutig schlechtere Bilanz als im Vorjahr weist die SG Altheim auf. Zwei Plätze schlechter, sechs Tore weniger erzielt und vier Tore mehr kassiert. Nur mit einer Steigerung in den verbleibenden 15 Spielen kann sich die SGA vor dem Abstieg retten.

FV Althausen (14.; 16:49; 13): Und schon wieder kämpft der FV Altshausen gegen den Absturz in die Kreisliga A. Dieses Mal ist die Ausgangsposition im Vergleich zum Vorjahr noch schlechter. Drei Punkte weniger haben die Schwarz-Gelben auf der Habenseite. Nur 16 Tore erzielte der FVA, kassierte aber 49 Treffer. Trainerroutinier Harry Lutz soll nun für bessere Zeiten sorgen und spielt einmal mehr den Feuerwehrmann.

FC Krauchenwies/Hausen (14.; 36:52; 12): Wie im vergangenen Jahr stemmt sich der FCK/Hausen auch dieses Mal gegen den Abstieg. Nur: Im Vergleich zum Vorjahr ging es im Winter 2019 um einen Platz nach unten, auf einen direkten Abstiegsplatz. In der Defensive hat der FCK gemeinsam mit Hettingen (52) die meisten Gegentreffer der Liga hinnehmen müssen. Hier muss der neue Trainer, Ex-SCP-Kapitän Jörg Schreyeck, den Hebel ansetzen. Die Offensive hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert, erzielte 36 Treffer (18/19: 19 Tore).

SG Hettingen/Inneringen (16.; 29:52; 11): Für die SG Hettingen/Inneringen wird es schwierig, den Abstieg zu verhindern. Mit nur elf Zählern aus 16 Partien müsste schon eine amtliche Siegesserie her, um den neuerlichen Absturz in die Kreisliga A zu verhindern, auch wenn der Rückstand ans rettende Ufer „nur“ vier Punkte beträgt. Vor allem die Defensive muss sich verbessern. Mit 52 Gegentoren stellt die SG die schlechteste Abwehr der Liga, gemeinsam mit Krauchenwies. Plus der SGH/I: Viele Verletzte Spieler kehren zurück und machen den Kader von Uli Theuer breiter.

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