Rheuma-Liga hat einen neuen Vorsitzenden

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 Johannes Wörtler (links) ist neuer Vorsitzender der Rheuma-Liga Bad Saulgau. Sozialfachkraft und Ansprechpartneri Ute Witt beda
Johannes Wörtler (links) ist neuer Vorsitzender der Rheuma-Liga Bad Saulgau. Sozialfachkraft und Ansprechpartneri Ute Witt bedankt sich bei Wörtlers Vorgänger Eugen Weiß. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

In seiner letzten Hauptversammlung als Vorsitzender der Rheuma-Liga Bad Saulgau hat Eugen Weiß seine 27 Jahre des Aufbaus und des Weiterentwicklungsprozesses der Rheuma-Liga Bad Saulgau nochmals Revue passieren lassen. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Johannes Wörtler gewählt.

„Vor 33 Jahren“, so Eugen Weiß, „wurde die Rheuma-Liga Arbeitsgemeinschaft für Bad Schussenried und Saulgau gemeinsam gegründet. Damals begannen wir im Thermalbad Saulgau mit Wassergymnastik, die einmal wöchentlich angeboten wurde“, sagte Weiß bei der Hauptversammlung. Im darauffolgenden Jahr startete eine Trockengymnastikgruppe mit sechs Teilnehmern in der Brechenmacherschule.1988 trennten sich die Selbsthilfegruppen und wurden fortan eigenständig weitergeführt. 1992 folgte die Trennung von Rheuma-Liga und Thermalbad, es wurde eine eigenständige Arbeitsgemeinschaft gegründet. In der Mitgliederversammlung 1992 wurde Eugen Weiß als stellvertretender Vorsitzender ins Gremium des Sprecherrats gewählt. 1993 wählten die Mitglieder den Herbertinger zum Vorsitzenden.

Persönliche Beratung

Eugen Weiß war aufgrund eigener gesundheitlicher Einschränkungen zur Selbsthilfegruppe gestoßen. Im Jahr 2008 startete die persönliche Beratung mit den wöchentlichen Beratungsterminen in der Sonnenhof-Therme. „Auch in der Rehaklinik bieten wir im Turnus von drei Wochen einen weiteren Beratungstermin an“, so Eugen Weiß. Es sei in der Region einzigartig, dass alle Funktionstrainingsangebote ohne Wartezeit belegt werden könnten. So können die Patienten nach der Beratung zeitnah mit der entsprechenden Therapie beginnen. Die Rheuma-Liga Arbeitsgemeinschaft Bad Saulgau gehört zu den mitgliederstärksten Gruppierungen innerhalb des baden-württembergischen Landesverbandes. „Ohne den Sprecherrat wäre diese Weiterentwicklung auf allen Ebenen erst gar nicht zu realisieren gewesen“, sagte Eugen Weiß, der dankbar dafür sei, federführend dabei gewesen zu sein. Es sei jetzt an der Zeit, die Verantwortung an Jüngere zu übergeben. Eugen Weiß wünscht sich, „dass die Rheuma-Liga Bad Saulgau auch zukünftig das Funktionstraining, egal ob im Thermalbad, in der Rehaklinik oder im Kloster Sießen anbieten kann.“

Vonseiten des Rheuma-Liga Landesverbands Württemberg überbrachte Ute Witt als Sozialfachkraft und Ansprechpartnerin für Südwürttemberg die besten Grüße und Wünsche mit. In ihrer Laudatio hieß es, dass Eugen Weiß sich nicht nur in Bad Saulgau aktiv und mit viel Herzblut für die Rheuma-Liga engagiert habe. Selbst auf Verbandsdebene wirkte er als Teamplayer mit. Er haben für die Belange der Mitglieder immer ein offenes Ohr gehabt. Gerade bei Neugründungen von Arbeitsgruppen war er Ansprechpartner und Starthelfer zugleich.

Sylvia Maiwald-Wörtler informierte danach in ihrem Vortrag „Raus aus der Zuckerfalle“ die Anwesenden ausführlich darüber, wo und wie viel Zucker sich in den einzelnen Lebensmittel versteckt halten und wie man diese schon im Vorfeld des Genusses erkennt. „Zucker gilt nach wie vor als Mitverursacher bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sowie Übergewichts“, sagte sie.

Er wohnt in Ostrach

Als neuer Vorsitzender der Rheuma-Liga Bad Saulgau stellte sich dann der Rheinländer Johannes Wörtler, der seit zehn Jahren schon in Ostrach wohnt, zur Wahl. Mit überwältigender Mehrheit votierten die Stimmberechtigten für die Wahl des 52-Jährigen. Seit 25 Jahren ist Johannes Wörtler als Therapeut für die Rheuma-Liga in den wöchentlichen Gruppen tätig. Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden dankte Johannes Wörtler für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Er freue sich auf die neue Aufgabe, „eine so starke Arbeitsgruppe der Rheuma-Liga, gemeinsam mit einem tollen Team verantwortungsbewusst führen zu dürfen. Ich weiß dies zu schätzen, auf dem stabilen Fundament der vergangenen 30 Jahre aufbauen zu können.“

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