Preisrichter bewerten individuelle Rassemerkmale

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 Die erfolgreichsten Züchter bei der Jugend und den Aktiven zeigen bei der Siegerehrung der Kreiskaninchenschau im Vereinsheim i
Die erfolgreichsten Züchter bei der Jugend und den Aktiven zeigen bei der Siegerehrung der Kreiskaninchenschau im Vereinsheim im Kronried ihre Pokale und Urkunden. Bürgermeisterin-Stellvertreterin Elisabeth Gruber (3.v.r.) gratuliert den Beschickern. (Foto: Eugen Kienzler)
Eugen Kienzler

Hochbetrieb hat am Wochenende im und um das Vereinsheim der Kleintierzüchter im Kronried in Bad Saulgau geherrscht. Zusammen mit den Zuchtvereinen Herbertingen und Sigmaringen waren der Kleintierzuchtverein Z 142 Bad Saulgau die Ausrichter der 72. Kreiskaninchenschau und der Kreisjugendschau des Kleintierzüchterverbands des Altkreises Saulgau. 800 Mitglieder in 18 Vereinen des Kreisverbandes, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, widmen sich der Zucht und der Haltung von Rassekaninchen in allen Farbschlägen.

40 Aktive stellten sich bei der Schau mit 400 Tieren und 15 Jungzüchtern mit 80 Tieren den Preisrichtern und präsentierten ihre Zuchterfolge in den beiden Ausstellungshallen den Züchterkollegen und der Öffentlichkeit. Darunter auch Rassen, die auf der roten Liste der gefährdeten Tiere stehen, wie beispielsweise den englischen Widder von Laura Tyborski. Bei der Siegerehrung am Samstagabend waren Sitzplätze im Vereinsheim Mangelware. Darüber freuten sich der Vorsitzende Gebhard Schmid und der Kreisvorsitzende Bernd Brauchle aus Schemmerhofen, der in seinem Grußwort bedauerte, dass mit 40 Beschicker dies eine der kleinsten Schauen in der Geschichte ist. „Klein aber fein“ nannte er die Schau, denn die Qualität der Tiere war überdurchschnittlich.

Hohe Qualität

Dies bestätigte auch der aus Schwäbisch Gmünd angereiste Vorsitzende des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter Württemberg-Hohenzollern, Ulrich Hartmann. Er zeigte sich voll des Lobes über die Schau, die in der Qualität nationale und internationale Vergleiche nicht zu scheuen brauche.

Unter den Gästen war auch die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Gruber, die in ihrem Grußwort besonders die Jugendarbeit der Vereine hervorhob. Für den Veranstalter galt es im Vorfeld, beide Ausstellungsräume mit Boxen aufzustallen und damit tiergerechte Voraussetzungen zu schaffen. Preisrichter aus Bad Wurzach und Memmingen ermittelten nach vorgegebenen Bewertungskriterien wie Gewicht, Körperform, Fell und individuelle Rassemerkmalen die Kreismeister. Wie breit das Angebot an Rassen und Farbschlägen war, zeigte dann die Siegerehrung, bei der im Jugendbereich 16 Kreismeistertitel und bei den Erwachsenen 43 Kreismeistertitel vergeben wurden.

Neben den Einzeltierbewertungen waren vor allem die Bewertung einer Zuchtgruppe aus vier Tieren der gleichen Rasse Voraussetzung, um besonders erfolgreich zu sein. Bei der Jugend hatte Kiara Liebl aus Ostrach mit ihren Zwergwiddern blau die beste Zuchtgruppe und stellte auch mit der gleichen Rasse den besten Rammler der Schau. Lara Fischer stellte mit Sachsengold die beste Häsin. Bei den Aktiven waren die Gastgeber das Maß aller Dinge. Arno Arnegger stellte mit seinen Alaskas nicht nur die beste Zuchtgruppe, sondern auch die mit 98 Punkten höchstbewertete Häsin. Anja Birkhofer stellte ebenfalls mit der Rasse Russen schwarz-weiß die beste Zuchtgruppe und mit 97,5 Punkten den höchstbewerteten Rammler. Die Bad Saulgauer hatten auch bei der Vereinswertung die Nase vorn, gefolgt von Biberach und Sigmaringen.

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