Ostrach will den Punkt gegen Berg nun vergolden

Lesedauer: 5 Min

Ostrach will den ersten Dreier 2018.
Ostrach will den ersten Dreier 2018. (Foto: colourbox.com)
Schwäbische Zeitung
Martin Sorg und Michael Mader

Ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel wartet auf den FC Ostrach am Sonntag, 15 Uhr, in der Fußball-Landesliga. Die Reise geht zum Aufsteiger nach Mietingen, der ebenfalls gegen den Abstieg kämpft und punktgleich mit den Zebras vom Buchbühl ist.

Endlich soll er her: der erste Dreier in diesem Kalenderjahr. Am Mittwoch erkämpften sich die Schwarz-Weißen ein verdientes Remis gegen das Starensemble des TSV Berg. Es war der erste Zähler überhaupt gegen den Verbandsligaabsteiger in den bisherigen Aufeinandertreffen. Es gibt schlechtere Starts für einen neuen Cheftrainer. Timo Reutter will diesen Schwung mit in den Bezirk Riss nehmen. Die zahlreichen Zuschauer in Ostrach sahen am vergangenen Mittwoch - vor allem in der zweiten Halbzeit - einen spielerisch und kämpferisch wiedererstarkten FC Ostrach, der den Gästen Paroli bieten konnte. So wollen Johannes Irmler und seine Mannschaft auch in Mietingen auftreten.

Das Trainergespann Timo Reutter/Simon Kober/Lukas Maier verlangt auch in Mietingen dieselbe Einstellung wie gegen Berg. „Der Teilerfolg vom Mittwoch nützt uns nichts, wenn wir morgen nicht mit der nötigen Konzentration und mit Kampfeswillen auftreten“, geben die drei mahnend vor. „Die Leistung aus der zweiten Halbzeit wollen wir am Sonntag wiederholen. Aber dann während der gesamten 90 Minuten“, sagt Timo Reutter. In der Tat, waren die meisten Zuschauer über die Leistungssteigerung sehr erfreut. Die Fans jedenfalls wünschten sich mehr davon. Allerdings wird auch in Mietingen Eugen Michel fehlen. Aber sonst steht derselbe Kader zur Verfügung wie am Mittwoch. Es wird wieder eine Partie, in der die Mannschaft den berühmten „inneren Schweinehund“ überwinden muss, 90 Minuten permanente Laufbereitschaft gefordert ist. Die Zebras haben am Mittwoch bewiesen, dass sie es noch können und wollen sich auch in den nächsten Begegnungen alles dransetzen, um die Abstiegsregion so schnell wie möglich zu verlassen.

Der Gastgeber steht momentan auf dem zwölften Tabellenplatz, punktgleich mit den Buchbühlkickern, die um einen Rang besser positioniert sind. Vergangene Woche erreichte Mietingen gegen die TSG Ehingen ein 2:2, eine Woche zuvor gaben sie dem SV Weingarten klar, mit 4:1, das Nachsehen. Die Mannschaft von Trainer Rainer Voltenauer konnte vor allem zu Hause punkten.

„Wir sind auf einem guten Weg. Auch wenn wir in Ehingen den Chancen nach hätten gewinnen können“, sagt Voltenauer. Auch ihm schwirrt das Hinspiel noch im Kopf herum. „Im Herbst hatten wie bei der 1:3-Niederlage in Ostrach letztlich keine Chance und haben völlig verdient verloren.“ Auch gegen den FV Altheim war Mietingen zweimal chancenlos, fing sich insgesamt zwölf Gegentore (5:1, 7:1 für Altheim). Damals waren die Mietinger vor allem mit dem schnellen Umschaltspiel der Altheimer hoffnungslos überfordert.

Vom Trainerwechsel bei den Gästen lässt sich Voltenauer nicht beeindrucken, auch wenn er weiß, dass dies durchaus mal Rückenwind verleihen kann. Schon beim 1:1 gegen Berg habe sich dies gezeigt. Voltenauer indes hofft auf einen Erfolg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten. Der Mietinger Coach kann erneut aus dem Vollen schöpfen, alle Spieler sind einsatzbereit.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen