Ostrach strotzt vor Selbstvertrauen

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 Zunächst mal heißt es: Hinten dicht machen für den FC Ostrach und Verteidiger Stefan Hornstein (links) gegen den VfB Friedrich
Zunächst mal heißt es: Hinten dicht machen für den FC Ostrach und Verteidiger Stefan Hornstein (links) gegen den VfB Friedrichshafen (re.: Ugur Tuncay). (Foto: Thomas Warnack)
Martin Sorg

Mit dem VfB Friedrichshafen hat der FC Ostrach am heutigen Freitag (19 Uhr, Buchbühlstadion) einen starken Gegner vor der Brust. Die Mannschaft vom See ist ein heißer Kandidat auf den Titel in der Fußball-Landesliga.

Der Jubel nach dem Abpfiff im Derby gegen den FC Mengen war groß. Die Ostracher feierten einen verdienten Sieg. Die Grundlage für diesen Erfolg bildete ein starkes Kollektiv der Zebras. Nun kommt eine Mannschaft nach Ostrach, die mit Siegen über Berg und Weiler richtig stark in die neue Saison gestartet ist. Nach zwei Niederlagen in Folge ist Friedrichshafen aber ins Mittelfeld der Tabelle abgerutscht. Das darf aber nicht über die spielerische Stärke des Teams von Spielertrainer Daniel Di Leo hinweg täuschen.

Im Pokal des Württembergischen Fußball-Verbandes stehen die Häfler zudem im Achtelfinale. Der derzeitige Tabellenneunte will in dieser Runde aber eigentlich in der Liga wieder oben mitspielen. Das haben die Verantwortlichen vor der Saison als Ziel ausgegeben. Der qualitativ starke Kader blieb vor der Runde vor Abgängen verschont. Das zeigt schon, dass es im Team stimmt und Trainer Di Leo eine starke Mannschaft im Rücken hat.

Das Buchbühlstadion selbst ist für den VfB Friedrichshafen ein gutes Pflaster. Von fünf Partien gewannen die Häfler drei, einmal gab es ein Unentschieden und nur in der Saison 2014/15 verließen die Zebras den Platz als Sieger. Das soll dieses Mal gerne wieder so sein. Doch auf heimischem Terrain hatten die Schwarz-Weißen zuletzt so ihre Probleme. Vielleicht ist am Freitagabend wieder ein Sieg drin, mit dem Selbstvertrauen des Erfolgs und des guten Auftritts gegen die offensivstarken Mengener.

Das Trainerduo Timo Reutter/Christian Söllner muss gegen den VfB Friedrichshafen auf David Gebhart (verletzt) und Toptorjäger Eugen Michel (privat verhindert) verzichten. Hinter dem Einsatz von Johannes Irmler und Tenshi Kleiner steht ein Fragezeichen. Es wird sich erst kurz vor Anpfiff entscheiden, ob es möglich ist diese beiden Spieler einzusetzen. Ansonsten ist der Kader aber komplett. Trainer Christian Söllner erwartet ein schweres Spiel: „Schwer zu sagen, ob die beiden Niederlagen der Gäste zuletzt nun ein Vor- oder ein Nachteil sind. Die Friedrichshafener werden uns aber auf jeden Fall unter Druck setzen wollen“, sagt der Meßkircher in Diensten des FCO. Wie schon gegen Mengen wird die Abwehr der Buchbühlkicker im Fokus stehen. Die Angriffsbemühungen der Häfler sollten auch gegen Friedrichshafen so gut wie möglich gestört werden, um etwas Zählbares zu erreichen. Die Zebras wissen, um was es geht. Sie sind gut vorbereitet.

Respekt vor Ostrach hat Daniel Di Leo, der den Gegner als „kämpferisch und spielerisch starke Mannschaft“ ansieht. „Vergangene Saison sind sie aus meiner Sicht sogar unter ihren Möglichkeiten geblieben“, sagt der VfB-Spielertrainer. Dass der FCO, zusammen mit dem VfB-Nachbarverein SV Kehlen, ganz oben steht, wundert ihn daher nicht unbedingt. Di Leo stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Nur der grippegeschwächte Harun Toprak ist fraglich.

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