Ostrach müsste nach jetzigem Stand in die Relegation

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 Zu viele Jäger sind.... Ostrachs Kapitän Johannes Irmler steht wieder von Anfang an in der Ostracher Mannschaft und sieht sich
Zu viele Jäger sind.... Ostrachs Kapitän Johannes Irmler steht wieder von Anfang an in der Ostracher Mannschaft und sieht sich hier gleich drei Laupheimern gegenüber. (Foto: Thomas Warnack)
Martin Sorg

Wäre am Samstag Saisonende gewesen, hätte der FC Ostrach die Abstiegsrelegation spielen müssen. Denn nach der 1:3-Niederlage zu Hause gegen die wiedererstarkte Olympia aus Laupheim fiel die Mannschaft des Trainergespanns Timo Reutter und Christian Luib um einen Platz, auf Rang elf zurück. Just auf jenen Platz, der am Ende Saison das Relegationspiel gegen den Qualifikanten aus der Bezirksliga bedeuten könnte.

Nichts wurde es mit den erhofften Punkten zu Hause gegen Laupheim. Eine Niederlage, die man am Ende unter der Kategorie unnötig einordnen konnte, kassierten die Zebras im letzten Spiel des Jahres 2019. Die Begegnung begann verheißungsvoll für den Gast. Bereits nach fünf Minuten hatte Mathias Brinsa die Chance zur Führung. Er scheiterte aber in aussichtsreicher Position an Torhüter Thomas Löffler. Danach war Magerkost für die knapp 120 Zuschauer, die das Spiel auf dem Kunstrasenplatz verfolgten, angesagt. Zwar spielte sich viel in der Hälfte der Schwarz-Weißen ab, doch erarbeitete sich die Fundel-Elf kaum zwingende Chancen. Dagegen war das Spiel geprägt von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten. In der 40. Minute herrschte kurz Aufregung im Strafraum der Laupheimer. Daniel Rothmund wurde am Elfmeterpunkt angespielt und kurz vor dem Einschuss vom Ball getrennt. Zwar reklamierten die Ostracher auf Foul, doch die Aktion war regelkonform.

Nun war aber ein wenig Feuer in der Partie. Beim nächsten Angriff war wiederum Daniel Rothmund beteiligt. Sein Ball von der rechten Seite bekam Patrick Hugger mustergültig aufgelegt. Doch Hugger jagte den Ball knapp einen Meter übers Tor der Laupheimer (43.). Besser machten es die Gäste. Praktisch im Gegenzug lag der Ball im Ostracher Gehäuse. Mathias Brinsa schnappte sich einen langen Ball und hob diesen über den herausstürzenden Thomas Löffler ins Tor (45.). Gabriel Fischer hätte nur eine Minute später den Ausgleich erzielen müssen: Patrick Hugger lupfte geschickt den Ball über die Abwehr, Fischer stand alleine vor Torhüter Alexander Aumann. Doch anstatt den Torwart auszuzspielen entschied sich Fischer dazu, den Ball einzuschieben. Aumann blieb Sieger.

Wie schon gegen Trillfingen kamen die Schwarz-Weißen auch zur zweiten Halbzeit gegen Laupheim hellwach aus der Kabine. Der Lohn war der Ausgleich: Gabriel Fischer spielte den Ball in die Schnittstelle auf Patrick Hugger, dieser zögerte aber, der Ball rollte vor die Füße von Andreas Zimmermann, der nicht lange fackelte und den Ball in die Maschen drosch (50.). Doch Laupheim war keineswegs geschockt. Der beste Angriff der Gäste wurde mit der neuerlichen Führung belohnt. Laupheim ließ den Ball geschickt im Mittelfeld laufen, das Leder kam zu Dominik Ludwig auf der rechten Seite. Seine präzise Flanke fand Mathias Brinsa, der mit einem Kopfball am langen Pfosten das 2:1 besorgte (51.)

Die Ostracher Bank reagierte: Samy Guglielmo kam als zusätzlicher Angreifer. Doch den Zebras viel wenig gegen die gut gestaffelte Abwehr des Verbandsligaabsteiger ein. Auch nicht als das Trainerduo Reutter/Luib alles auf eine Karte setzte und mit der Auswechslung von Fabian Riegger und Johannes Irmler praktisch die Abwehr auflöste. Ostrach spielte sich keine nennenswerte Möglichkeit heraus. Besser machten es die Gäste. Nach einem Konter war der eingewechselte David Stellmacher zur Stelle und jagte den Ball aus 18 Metern in den Winkel - 1:3 (90. +1), die Entscheidung.

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