Ostrach gibt sich kämpferisch

 Gut für den FC Ostrach, dass der Kapitän Andreas Zimmermann (v., re.) wieder an Bord ist.
Gut für den FC Ostrach, dass der Kapitän Andreas Zimmermann (v., re.) wieder an Bord ist. (Foto: Archiv- Thomas Warnack)
Sportredakteur
Sport-Redakteur

Fußball-Landesligist FC Ostrach testet sich durch die Verbandsligen. Keine 24 Stunden nach dem Freundschaftsspiel gegen den südbadischen Verbandsligisten SC Pfullendorf am Freitagabend (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) zur Flutlichteinweihung, empfangen die Zebras am Samstag (15.30 Uhr, Buchbühlstadion) den württembergischen Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd zum Zweitrundenspiel im WFV-Pokal.

Ostrachs Abteilungsleiter Raphael Vetter sieht die Doppelbelastung nicht zu dramatisch. „So kriegen wenigstens alle Spieler ihre Einsatzzeit. Wir haben einen breiten Kader. Auch gegen Ehingen-Süd können wir 18 Spieler aufbieten. Natürlich fehlen auch an diesem Wochenende einige Spieler aus verschiedenen Gründen. Aber es ist okay.“ Fehlen werden an diesem Wochenende Enes Xhemajli, Samuel Guglielmo und Adrian Eberle, aber der neue, breite Kader des FCO verkraftet die Ausfälle. „Wir sind mit der Vorbereitung zufrieden. Das war sehr ordentlich. Natürlich fehlt uns die eine Woche, die wir länger Pause gemacht haben; fünf Wochen Vorbereitung ist schon kurz. Aber auf der anderen Seite haben die Spieler auch die Pause gebraucht“, sagt Vetter. Fortschritte macht derweil Kapitän Andreas Zimmermann. Sein Fehlen in der Rückrunde der vergangenen Saison konnte der FC Ostrach gerade in den wichtigen Spielen auf der Zielgeraden nicht kompensieren. „Es wird bei ihm immer besser. Noch hat er ein paar konditionelle Probleme, aber das ist nach der langen Pause kein Wunder. Ich denke, er ist bei 80 Prozent.“

Vor dem Spiel gegen Ehingen-Süd gibt sich Vetter kämpferisch. „Richtig zufrieden sind wir dann, wenn wir gewonnen haben und eine Runde weiter sind. Wenn es bei uns optimal läuft und bei Ehingen-Süd eben nicht optimal, ist vielleicht was drin. Aufgeben werden wir uns jedenfalls nicht schon vor dem Spiel“, sagt Vetter und lacht. „Gegen Balingen haben wir damals auch die Verlängerung erreicht“, spricht er das Zweitrundenspiel im WFV-Pokal im August 2019 an, als sich Ostrach erst nach Verlängerung mit 3:5 gegen Balingens erste Mannschaft geschlagen geben musste. Und auch gegen Ehingen-Süd hat man in Ostrach gute Erinnerungen. In „Süds“ Aufstiegsjahr 2016/2017, als Ostrach am Ende Tabellendritter in der Landesliga wurde, hieß es am 30. September 2016 in Ostrach in einem mitreißenden Flutlichtspiel am Ende 3:3. Damals machte Ostrach einen 0:3-Rückstand wett.

Derweil hat der württembergische Verbandsligist SSV Ehingen-Süd noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Jonas Gebauer soll während der Verletzungspause von Stamm-Torhüter Benjamin Gralla diesen als Nummer eins zwischen den Pfosten beim SSV Ehingen-Süd ersetzten, auch wenn Süd-Trainer Michael Bochtler sich noch nicht ganz festlegen will, wer im Tor stehen wird, aber „die Tendenz ist ganz klar, dass Jonas Gebauer am Samstag spielen soll – er soll noch Spielerfahrung sammeln“, sagt Bochtler.

Gebauer spielte in den vergangenen vier Jahren für den TSV Essingen und stand 2019 im Verbandspokalfinale gegen den SSV Ulm. Unter der Woche hat sich der 27-Jährige dem Verbandsligisten aus Kirchbierlingen angeschlossen.

Fabian Heiland ging angeschlagen und mit Schmerzen aus dem 4:3-Pokalsieg des SSV am vergangenen Wochenende gegen den SV Dotternhausen, konnte unter der Woche allerdings wieder trainieren.

Mit dem FC Ostrach erwartet Trainer Michael Bochtler am Samstag „eine junge, dynamische Mannschaft, die schwer zu bespielen sein wird“. Verzichten muss der Coach in Ostrach neben den bereits am vergangenen Samstag verletzungsbedingt fehlenden Spielern wie etwa Stürmer Simon Dilger auf Narciso Filho und Awet Kidane. „Eventuell kommt Danijel Sutalo wieder zurück, aber da müssen wir noch abwarten“, ergänzt Michael Bochtler.

„Wir müssen auf jeden Fall deutlich ruhiger spielen, wir waren letzten Samstag viel zu hektisch und hatten viel zu wenige Lösungen parat“, sagt Bochtler. Er hofft auf einen weiteren Schritt in die richtige Richtung nach der bislang nicht immer zufriedenstellend verlaufenen Vorbereitung.

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