Oberzell-Spiel soll keine Kaffeefahrt werden

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 Der FC Ostrach gewann zwei der letzten drei Spiele in Oberzell
Der FC Ostrach gewann zwei der letzten drei Spiele in Oberzell (Foto: colourbox.com)
Sportredakteur

Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen führt die Reise den FC Ostrach an diesem Samstag zu einem Angstgegner in der Fußball-Landesliga, dem SV Oberzell (Sa., 15.30 Uhr). Dennoch sind die Ostracher optimistisch.

Denn ein genauerer Blick auf die Bilanz gegeneinander eröffnet: Zwar gewann der SV Oberzell von den jüngsten elf Aufeinandertreffen sechs, der FC Ostrach nur drei - zweimal trennten sich die beiden mit einem Remis - doch von den jüngsten drei Spielen in Oberzell gewann Ostrach gleich zwei. Zum einen das bis dato letzte Spiel in Oberzell in der vergangenen Saison mit 2:0 (das Rückspiel im Buchbühl ging dann mit 4:0 an die Oberzeller), zum anderen: Auch im WFV-Pokal schalteten die Ostracher in der Saison 2016/2017 den SV Oberzell (2:1) aus.

Doch auch an diesem Samstag sind die Gastgeber favorisiert. „Wir haben in den vergangenen zwei Spielen nicht gut gespielt, aber vier Punkte geholt“, sagt Timo Reutter aus dem Trainergespann des FCO. „Auch deshalb sehe ich die Oberzeller in der Favoritenrolle. Aber: Wir fahren nicht nach Oberzell, um dort Kaffee zu trinken. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir dort vielleicht was mitnehmen können“, sagt Reutter, der aber am Samstag auf zahlreiche Spieler verzichten muss: Andreas Zimmermann (offener Handbruch, erlitten im Spiel am vergangenen Freitag), Yannick Ender, Eugen Michel, Gabriel Fischer und der in dieser Woche erkrankte Daniel Rothmund fehlen wohl in Oberzell. „Es fehlen natürlich einige erfahrene Leute. Trotzdem haben wir 16 Spieler. Wir haben genug Leute. Wir haben gut trainiert. Jetzt müssen halt mal die Spieler, die von der Bank kommen, zeigen, dass sie zu Unrecht auf der Bank saßen. Das ist ja auch genau unsere Stärke, die wir im Training auch immer wieder betonen: Unsere Stärke ist das Kollektiv.“ Mit der bisherigen Ausbeute ist das Trainerduo Timo Reutter/Christian Söllner durchaus zufrieden. 14 Punkte seien gut. „Aber: Wir haben noch nichts erreicht. Unser Ziel in der Vorrunde sind 20 plus x. Daran halten wir fest. Das müssen wir erreichen.“

Der SV Oberzell hat den schlechten Saisonstart mit zuletzt vier Spielen ohne Niederlage gut kompensiert. Das Saisonziel heißt mittlerweile Klassenerhalt. „Wir haben in den ersten drei Spielen zu viel hergeschenkt und sind außerdem lange genug im Geschäft, um das ganze realistisch einzuschätzen“, meint Co-Trainer Oliver Wittich.

„Die stehen nicht umsonst so weit oben“, sagt Wittich zum FC Ostrach. „Das wird am Samstag richtig schwer.“ Als große Stärke der Ostracher sieht Wittich das Kollektiv. „Du kannst dir da keine ein, zwei Spieler rauspicken, die es gilt in den Griff zu kriegen“, meint der Co-Trainer. „Die Harmonie und der Zusammenhalt sind ein großes Plus. So kann man viel bewegen.“

Fehlen wird Daniel Wellhäuser, der sich in Leutkirch einen Kreuzbandriss zuzog. Auch Marco Geßler wird gegen Ostrach berufsbedingt fehlen. Wittich: „Ich schätze Ostrach sehr gut ein in diesem Jahr. Das wird ein heißes Spiel.“

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