Neuer Markt in Bad Saulgau setzt auf regional und Bio

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Der „Durchblick“ durch das Gebäude lässt erahnen, dass der Umbau Gebäudes grundlegend ist. Bis fast zu den Bahnlinien wurde das
Der „Durchblick“ durch das Gebäude lässt erahnen, dass der Umbau Gebäudes grundlegend ist. Bis fast zu den Bahnlinien wurde das Gelände für weitere Parkplätze abgetragen. (Foto: Rudi Multer)
stellv. Redaktionsleiter

Der im Bau befindliche Markt in der Paradiesstraße in Bad Saulgau zählt nach Angaben von Feneberg zu den Filialen mittlerer Größenordnung im Unternehmen. Vor allem mit regionalen Produkten und Bio-Produkten möchte Feneberg in Bad Saulgau Kunden gewinnen. Wann eröffnet wird, steht bislang noch nicht fest. Derweil ist klar, wer in die Büroräume im Obergeschoss einziehen wird. Laut Bauträger wird die Agentur der Württembergischen Versicherung von Sadi Morgün die Büroräume mieten.

Eine Zeitlang war es relativ ruhig auf der Baustelle. Kein Grund zur Sorge, sagt Erwin Endraß, der Vertreter des Bauträgers. „Wir sind im Plan“, so der Geschäftsführer der Gesellschaft „Objekt Bad Saulgau“. Diese Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) mit Sitz in Buxheim bei Memmingen haben Erwin Endraß und sein Geschäftspartner Dirk Grube für das Bauprojekt gegründet.

Zur zeitlichen Verzögerung und zu Kostensteigerungen kam es allerdings. Bei der Untersuchung von Bodenproben auf dem Gelände des früheren BayWa-Geländes sei eine „leichte Kontamination“ des abgetragenen Erdreichs festgestellt worden. Solche Belastungen von Böden seien bei Bauvorhaben inzwischen nichts Ungewöhnliches. „Man findet bei Bauvorhaben fast nirgends mehr unbelastetes Material“, so der Bauträger. Zweiter Grund für die Verzögerung: Auf dem Gelände wurden Eidechsen gefunden. Diese mussten „unter Aufsicht vergrämt werden“, so Endraß. Für die zusätzlichen Kosten würden aber die bei der Kalkulation vorgesehenen Mittel für „Unvorhergesehenes“ ausreichen. „Das wird jetzt eben enger“, so Endraß.

„Aufgrund der Nähe zu Bad Waldsee war es für uns eine logische Konsequenz, nach Bad Saulgau zu gehen“, erklärt Christof Feneberg die Entscheidung für den neuen Standort Bad Saulgau. In Bad Waldsee befindet sich derzeit die von Bad Saulgau aus nächstgelegene Feneberg-Filiale. Dass hier die Innenstadt im Lebensmittelbereich nicht mehr optimal versorgt ist war laut Feneberg ein weiterer Grund für die Investition in Bad Saulgau.

Die regionalen Lieferanten, die Feneberg für die eigene regionale Bio-Marke „Von Hier“ versorgen, befänden sich in einem Radius von 100 Kilometer um den Hauptsitz in Kempten. In diesem Bereich sieht Feneberg auch sein Verbreitungsgebiet. Bad Saulgau gehöre dazu, so Christof Feneberg. Regionale Lieferanten gebe es auch in der Region um Bad Saulgau, zu ihnen gehöre der Betrieb von Hartwig Roth in Fronreute. Mit den 600 Partnern gebe es feste Vertragsverhältnisse.

Unter anderem mit Produkten der regionalen Bio-Marke „Von Hier“, Fleisch und Wurst aus der eigenen Metzgerei und Brot und Backwaren aus der eigenen Bäckerei will der neue Anbieter in Bad Saulgau Kunden gewinnen.

Klassischer Nahversorger

Das Unternehmen betont in seiner Mitteilung, dass bei der Herstellung der Wurstwaren auf künstliche Geschmackverstärker, Farbstoffe, Gluten und Laktose verzichtet werde. Auch bei den Backwaren werde auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet. Feneberg sieht sich als klassischer Nahversorger und verfüge über die entsprechende Erfahrung im Betrieb von Filialen in der Innenstadt. Mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche sei die Bad Saulgauer Filiale ein „klassischer Supermarkt der mittleren Größe“.

Sobald der Eröffnungstermin absehbar sei, werde das Unternehmen Mitarbeiter für den neuen Markt suchen, so Christof Feneberg.

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